Phnom Penh: Aktuelle Tipps, Sehenswürdigkeiten, Ausflüge

Kambodscha

Phnom Penh: Sehenswürdigkeiten, Tipps und Aktivitäten

Phnom Penh bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, macht damit die Metropole zu einem lohnenden Ziel in Kambodscha und Südostasien. Die Hauptstadt Kambodschas lässt dich zudem tief in die Geschichte des Landes blicken, was oftmals schmerzlich und grausam ist.

Kambodscha, Phnom Penh, Skyline mit Zentralmarkt am Abend
Phnom Penh, Skyline mit Zentralmarkt

Bei unserer ersten Reise nach Phnom Penh roch es überall nach Korruption, die bittere Armut war an jeder Ecke sichtbar und die hohe Kriminalitätsrate vermieste einem den abendlichen Spaziergang. Heute wachsen Shoppingmalls in den Himmel, SUVs verstopfen zunehmend die Straßen und das hippe Nachtleben zieht Touristen aus aller Welt an. Die Armut wurde seitdem nicht weniger, sondern nur an den Stadtrand gedrängt.

Auch wenn du nur wenig Zeit für Phnom Penh einplanst, weil du weiter nach Angkor, Sihanoukville oder Battambang möchtest, dann lass dir die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten und Tipps für Phnom Penh nicht entgehen.

Die wohl bequemste und einfachste Art Phnom Penh zu entdecken, ist eine Sightseeing-Tour mit dem beliebten Tuk-Tuk. Alle Fahrer (neuerdings auch Fahrerinnen) zeigen dir eine detaillierte Karte mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und haben mit Sicherheit gute Tipps zum Shoppen parat. Den Fahrpreis solltest du aber unbedingt vorher aushandeln.

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Hey, wir sind Annett und Mario. Seit vielen Jahren arbeiten wir als Fotografen und Reisejournalisten. Unsere Schwerpunkte: Südostasien, Balkan und Camping. Du findest unsere Reportagen und Fotos in der GEO, Stern, Spiegel, GEOSaison und in Bildbänden.

Neugierig? Unsere Referenzen

INHALT:
Hauptstadt Phnom Penh
1. » Königspalast
2. » Wat Phnom
3. » Nationalmuseum
4. » Kolonialarchitektur
5. » Moderne Khmer-Architektur
6. » Tuol-Sleng-Genozid-Museum
7. » Killing Fields
8. » Apsara-Tanzschule
9. » Zentralmarkt
10. » Wat Ounalom
11. » Wasserfest Bon Om Tuk
12. » Vollmondfest im Wat Phnom
Sisowath Quay in Phnom Penh am Tonle-Sap-Fluss mit abendlichem Verkehr
Verkehr auf dem Sisowath Quay am Abend

Am Abend füllt sich der Sisowath Quay in Phnom Penh mit Sporttreibenden
Federfußballer am Sisowath Quay kurz vor dem Sonnenuntergang

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Tipps für die Hauptstadt Phnom Penh

Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh, zu Deutsch „Hügel Penh“, liegt am Zusammenfluss vom Tonle Sap und dem Mekong. Die Metropole mit über zwei Millionen Einwohnern ist der Motor und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Die Stadt hatte im letzten Jahrhundert eine bewegte Geschichte. Unter der Besetzung Frankreichs entstand eine urbane Infrastruktur mit Straßen, angelegt im Schachbrettmuster, einer funktionierenden Kanalisation, Banken, Schulen und Behörden. Nach dem Indochina-Krieg und der Unabhängigkeit von Frankreich folgte in den 1960er-Jahren eine Blütezeit. Pol Pot und seine Schergen verwandelten 1975 Phnom Penh zur Geisterstadt.


Derzeit wächst Phnom Penhs Skyline rasant in die Höhe. Alte Kolonialvillen und Gebäude der Khmer-Moderne ducken sich zwischen Hochhäusern, wie dem Vattanac Capitol Tower, OCIC Tower oder dem Condominium De Castle Royal. Mit gläsernen Konsumtempeln, wie die Aeon Mall, Kinopalästen und coolen Bars wird die Stadt immer hipper. Auf die Besucher warten etliche Highlights: der Königspalast mit Silberpagode, das Wat Phnom, Wat Ounalom, Nationalmuseum, Tuol-Sleng-Genozid-Museum, der Zentralmarkt und das Unabhängigkeitsdenkmal. Ein Spaziergang in den Abendstunden am Sisowath Quay, wo sich Restaurants und Nachtclubs aneinanderreihen oder eine Sunset-Bootstour auf dem Tonle Sap sind für jeden Reisenden ein Muss.

Das Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh wurde vom Architekt Vann Molyvann entworfen.
Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh am Abend

Übernachten in Phnom Penh

In Phnom Penh hat du eine riesige Auswahl an Hotels, Gästehäusern und Hostels. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Die Preise für die Unterkünfte liegen zwischen 8 bis 500 US-Dollar und höher. Allerdings kannst du für acht US-Dollar nicht viel mehr als ein Bett erwarten. Wir waren abwechselnd im Home Boutique Hotel und Bassac Boutique Hotel und können beide wärmstens empfehlen.

Hotels, Hostels, und Unterkünfte in Phnom Penh in Kambodscha

TIPP: Hotels in Phnom Penh

Unsere absoluten Favoriten: Mit diesen Hotels haben wir immer super gute Erfahrungen gemacht.

Wie viele Tage für Phnom Penh einplanen?

Gut zu wissen: Wir empfehlen mindestens drei Tage für die Sehenswürdigkeiten in und rund um Phnom Penh einzuplanen. Allein für den Königspalast, Wat Phnom und Nationalmuseum musst du einen ganzen Tag rechnen. Nimm dir ein Tag Zeit für die Geschichte des Landes und besuche das S21-Prison (Toul Sleng Genozid Museum) und die Killing Fields. Und dann wären noch die quirligen Märkte und Promenaden.

Unser Tipp:
Wenn du nicht so viel Zeit hast, dann buche eine geführte Tour zu Phnom Penhs Sehenswürdigkeiten und den außerhalb liegenden Killing Fields bei Getyourguide*.


Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh

1. Königspalast und Silberpagode

Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh zählen der Königspalast und die Silberpagode. Sieben Gebäude stehen auf dem für Besucher teilweise zugänglichen Gelände am Samdach Sothearos Boulevard. Aufwendig verziert mit mehrgliedrigen Spitzdächern steht der Preah Tineang Tevea Vinichhay, Saal des Thrones, im Zentrum der Anlage. Nachdem der erste Thronsaal 1915 abgerissen wurde, weihte König Sisowath 1919 das jetzige Bauwerk ein. Unter dem detailreichen Deckengemälde des Reamker-Epos sind drei Throne, Statuen und Büsten der letzten Könige zu besichtigen. Im luftigen Chanchhaya-Pavillon, schräg gegenüber, trat früher das königliche Ballett auf und klassische Konzerte wurden abgehalten.
Ursprünglich für die Frau von Napoleon III., Kaiserin Eugénie, zur Eröffnung des Suez-Kanals 1869 angefertigt, war der komplett aus Eisen gefertigte Napoleon-Pavillon eine Schenkung an König Norodom I. im Jahr 1876.


Westlich davon, durch zwei Tore erreichbar, findest du dich im liebevoll gestalteten Garten mit dem Wat Preah Keo Morokat, Tempel des Smaragd-Buddha, wieder. Die eher bekannte Bezeichnung Silberpagode stammt von den 5329 Silberfliesen, die den Boden bedecken. Jede wiegt über ein Kilo. Überdies beherbergt das im Jahr 1962 in Anlehnung an das Wat Phra Keo in Bangkok entstandene Sakralgebäude, neben dem Smaragd-Buddha, eine kostbare Buddha-Statue aus purem Gold, geschmückt mit Diamanten und anderen Edelsteinen. Um die Pagode gruppieren sich im Garten mehrere Stupas mit der Asche kambodschanischer Könige, die Tripitaka-Bibliothek, ein Modell von Angkor Wat sowie das Reiterstandbild mit König Norodom.

Unsere Tipps für den Königspalast in Phnom Penh:

  • Wenn du nicht ständig irgendwelche Reisegruppen auf deinem Foto haben möchtest, dann besuche den Palast und die Silberpagode am frühen Vormittag, am besten gleich nach acht Uhr.
  • In der Silberpagode ist das Fotografien – selbst mit dem Smartphone – nicht erlaubt.
  • Wenn du die Tempelanlage Angkor Wat sehen möchtest, dann gehe hinter die Silberpagode. Dort steht ein großes Modell aus Sandstein.
Info: Öffnungszeiten 8-11 und 14-17 Uhr. Ticket kostet 10 US-Dollar. Angemessene Kleidung tragen, d. h. knie- und schulterbedeckt.
Ein Lehrer fotografiert eine Gruppe Schüler vor dem Königspalast.
Bitte lächeln – Schüler besuchen den Königspalast


» City-Tour Phnom Penh*

Entdecke Phnom Penh mit allen Sehenswürdigkeiten. Die Tour führt u. a. zum Königspalast, Silberpagode, Genocide Museum und zu den Killing Fields.

Aktuelle Touren von: » Getyourguide*

2. Umrunde das Wat Phnom

Am Nordende des Norodom Boulevards, auf einem 27 Meter hohen begrünten Hügel, thront das Wat Phnom – Wahrzeichen und Gründungsort der Stadt. Die Legende erzählt, dass eine Dame namens Yi Penh 1372 einen Koki-Baumstamm aus dem Tonle-Sap-Fluss fischte, in dem vier Buddhas steckten. Um die Figuren gebührend zu platzieren, baute sie eine Pagode. Phnom (auf Khmer „Hügel“) und ihr Nachname ergaben Phnom Penh.

Unsere Tipps fürs das Wat Phnom:

  • Solltest du zum Vollmond in Phnom Penh sein, dann besuche unbedingt das Wat. Einen Tag vor, nach und zum Vollmond spenden die Einheimischen für Buddha. Das Spanferkel ist der Renner bei dem Spendenmarathon (siehe weiter unten).
  • Wenn es gegen Mittag richtig heiß wird, dann findest du in der Gartenanlage rund um das Wat Phnom immer ein schattiges Plätzchen.
Info: Öffnungszeiten täglich zwischen 7 und 18 Uhr. Der Eintritt kostet 1 US-Dollar.
Stupa und riesige Uhr im Wat Phnom in Phnom Penh
Wat Phnom ist das Wahrzeichen der Stadt

Altar im Wat Phnom in Phnom Penh
Spendengaben für Buddha im Wat Phnom

3. Besuche das Nationalmuseum

Architekt George Groslier führte in dem korallenroten Prachtbau den Kolonialstil und traditionelle Khmer-Elemente zusammen. Das Museum besteht aus dem Fronthaus mit einem Galerie-Anbau. Der begrünte Innenhof mit zentralem Pavillon, unter dem der hinduistische Gott Yama sitzt, lädt zum Verweilen ein. Das 1920 eingeweihte Nationalmuseum ermöglicht Einblicke in die kambodschanische Kultur und Geschichte, und zeigt die landesweit größte Sammlung aus der Angkor-Epoche.

Unsere Tipps fürs das Nationalmuseum

  • Da die ausgestellten Exponate unzureichend beschriftet sind, lohnt sich zusätzlich ein Audio-Guide für 5 US-Dollar zu mieten.
  • Fußlahm nach dem Rundgang im Nationalmuseum? Im begrünten Innenhof kann man sich ausruhen und die Ruhe genießen.
Info: Geöffnet von 8 bis 17 Uhr, Eintritt pro Person kostet 10 US-Dollar.
Kambodscha, Phnom Penh, Nationalmuseum vom Architekt George Groslier
Phnom Penh, Nationalmuseum liegt im Herzen der Stadt

Plastik eines Elefants im Garten des Nationalmuseums in Phnom Penh
Phnom Penh, Elefant im Garten des Nationalmuseums

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4. Entdecke Phnom Penhs Kolonialarchitektur

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts drückten die Franzosen der Stadt ihren Stempel auf und errichten Gebäude wie das Postamt, den Zentralmarkt Phsar Thmey, den Bahnhof, das Raffles Hotel Le Royal und die Nationalbibliothek sowie Villen und Apartmenthäuser. Einige müssen gesichtslosen Glaspalästen weichen, andere werden aufwendig restauriert.
Am Samdach Sothearos Boulevard, nahe dem Königspalast, stehen zwei Villen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Die Zentrale der UNESCO, ein dunkelgelbes Haus mit weißen Stuck und grün-weißen Fensterläden ist ein gelungenes Beispiel für die Restauration kolonialer Architektur. Zwei Häuser weiter, wo sich der Foreign Correspondents Club (FCC) einquartiert hat, bröckelt der koloniale Putz und Bodhibäume wachsen aus Ritzen.

Info: Bei der Tour „Central Phnom Penh by cyclo“ Perlen der Architektur entdecken. Dauer 2,5-3 Stunden, Start 8.30 Uhr, 15 US-Dollar.
Hauptstadt Phnom Penh: Kolonialhaus der Franzosen und Hauptsitz der UNESCO in Kambodscha
Sitz des UNESCO in Kambodscha

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5. Moderne Khmer-Architektur

Mit der Unabhängigkeit Kambodschas von Frankreich im Jahr 1953 wehte ein frischer Wind durch das Land. Unter König und Staatsoberhaupt Norodom Sihanouk entwickelte sich eine neue Kunst- und Kulturszene. Die wiederum inspirierte Architekten wie Lu Ban Hap, Chhim Sun Fong und Vann Molyvann. Letzterer studierte bei Le Corbusier in Paris und galt wenig später als Pionier der Khmer-Moderne – ein Mix aus Bauhaus, Art déco und traditionellen Angkorstil-Elementen. Mit seinen modernen Bauten, die die Herrschaft der Roten Khmer überlebten und teilweise noch gut erhalten sind, prägte er das Stadtbild in den 1950er bis 1970er-Jahren grundlegend.

Unser Tipp für Freunde der Architektur:

  • Wenn du mit einem Taxi oder Tuk-Tuk unterwegs bist, lasst euch an der Universität absetzen und mache dort einen Rundgang. Dort wirst du einige Gebäude der Khmer-Moderne vom Architekten Vann Molyvann finden.
Info: „Khmer Architecture Tours“ veranstaltet am Wochenende diverse Touren zum Thema Architektur in Phnom Penh. Zum Beispiel die Tour „University Buildings“, Start 8.30 und Ende 11.30 Uhr, 15 US-Dollar pro Person.

6. Tuol-Sleng-Genozid-Museum

Von 1975 bis 1979 tyrannisierten die Roten Khmer ganz Kambodscha. In Phnom Penh wurde dafür die Schule Tuol Svay Prey zum berüchtigten Gefängnis S-21 zweckentfremdet, in dem die Klassenräume als winzige Zellen und Folterkammern umgebaut wurden. Geschätzte 20 000 Menschen fielen hier den Schergen Pol Pots zum Opfer.

Heute dient die Schule wieder einem friedlichen Zweck und wird als das Tuol-Sleng-Genozid-Museum genutzt. Das Museum mit seiner bedrückenden Ausstellung soll den vielen Opfern der Roten Khmer gedenken und Besuchern aus aller Welt die Möglichkeit geben, sich von den grausamen Foltermethoden und Gräueltaten ein Bild zu machen.

Unser Tipp für das Tuol-Sleng-Genozid-Museum:

  • Manchmal werden Führungen von ehemaligen Insassen des Gefängnisses S-21 durchgeführt, die authentisch von der dunklen Vergangenheit berichten können. Ein kleines Trinkgeld wird gern gesehen und tut der Reisekasse auch nicht weh. Einfach mal an der Kasse nachfragen!
Info: Täglich offen von 8 bis 17 Uhr. Eintritt: 3 US-Dollar. Audioguide 3 US-Dollar. Adresse: Street 113 Ecke Street 150.
Kambodscha, Phnom Penh, Besucher im Tuol-Sleng-Genozid-Museum
Phnom Penh, Tuol-Sleng-Genozid-Museum

Phnom Penh, Tuol-Sleng-Genozid-Museum, wo die Greueltaten und die Folter in der Pol-Pot-Ära dargestellt werden.
Phnom Penh, Besucher im Tuol-Sleng-Genozid-Museum

7. Fahre zu den Killing Fields

Eine weitere Gedenkstätte, die ebenso an die Gräueltaten der Roten Khmer erinnert, liegt 14 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum Phnom Penhs. Wer die Folterung in der Hölle S-21 überlebte, wurde nach Choeung Ek in die Killing Fields deportiert, unter ihnen auch Ausländer. Auf dem ehemaligen chinesischen Friedhof und Obstgarten fanden die Massenmorde statt. Die Vollstrecker verwendeten anfangs Munition, später wurden die meisten Inhaftierten erbarmungslos erschlagen, in Massengräber geworfen und verscharrt. Während der Exekution ertönte laute Musik aus Lautsprechern und Dieselmotoren wurden angelassen, die das Schreien der Häftlinge übertönen sollten. So fanden 17 000 Menschen hier den Tod.

Unsere Tipps für die Killing Fields:

  • Bei der Fahrt mit dem Tuk-Tuk einen Mundschutz tragen, weil von der Fahrbahn viel Staub aufgewirbelt wird.
  • Kombiniere deine Tour mit dem gecharterten Tuk-Tuk mit dem Tuol-Sleng-Genozid-Museum. Der Preis für das Tuk-Tuk wird geringfügig höher sein, aber so siehst du gleich mehr von Phnom Penh.
  • Okay, dass man sich respektvoll auf dem Gelände der Killing Fields verhalten sollte, muss nicht weiter betont werden.
Info: Täglich offen von 7.30 bis 17.30 Uhr. Eintritt: 6 US-Dollar inkl. Audioguide. Adresse: Roluos Village, Choeung Ek Commune, Dangkor District. Tuk-Tuk-Trip kostet ab 15 US-Dollar mit Wartezeit.
Memorial Killing Fields mit Gedenkstupa in der Nähe von Phnom Penh
Gedenkstätte Killing Fields in der Nähe von Phnom Penh

8. Sieh dir die Show in der Apsara-Tanzschule an

Der Apsara-Tanz hat in Kambodscha eine jahrhundertelange Tradition. Könige verehrten die Tänzerinnen für ihre außergewöhnliche Schönheit und ließen sie überall im Tempelkomplex Angkor in Stein verewigen. Vong Metry, die während dem Pol-Pot-Regime knapp dem Tod entkam, gründete 1998 in Phnom Penh die Tanzschule „Apsara Arts Association“. Früher gehörte Frau Metry zur Tanzelite Kambodschas. Im Alter von fünf Jahren begann die heute 64-Jährige ihre Ausbildung im Königspalast. Dort trat sie bei feierlichen Anlässen und Empfängen auf.

Auch wenn die einzelnen Schritte leicht aussehen, so ist der Tanz der Himmelsnymphen ein Knochenjob. 1500 Gesten und Mimiken gehören zum Repertoire. Allein für die Darstellung des Lebenszyklus einer Frucht gibt es neun verschiedene, komplizierte Handstellungen. Tanzlehrerin Rami beherrscht sie alle. Sie war eine der ersten Studentinnen in der Schule und ist heute die rechte Hand von Vong Metry. „Als ich bei meinen ersten Dehnungsübungen minutenlang verharren musste, kamen mir oft die Tränen vor Schmerzen“, erinnert sich Rami. Präzision ist äußerst wichtig. Die sehr langsamen Tanzbewegungen lassen keinen Raum, um unbemerkt einen Patzer zu machen.

Die „Apsara Arts Association“ ist aber mehr als nur eine Tanzschule. Vong Metry und ihr Mann Chhay Sopha geben den Mädchen und Jungen eine neue Perspektive. Jugendkriminalität und Kinderprostitution sind in Kambodscha weit verbreitet. Die Schule ist Waisenhaus und Anlaufstelle für Kinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden. Die Kinder wohnen in den Unterkünften hinter der Bühne und im Untergeschoss. Sie erhalten Essen und eine fundierte Schulbildung. Möglich ist das nur durch die Einnahmen von Eintrittsgeldern und Spenden.

Info: Tanztraining: Montag bis Samstag 7.30-10.30 und 14-17 Uhr. Tanzshow: Samstag 19 Uhr, Adresse: No. 71, Street 598, Sangkat Phnom Penh Thmey, Khan Reussey Keo.

9. Zentralmarkt Phsar Thmar im Art-déco-Stil

Im frischen Hellgelb zeigt sich der Phsar Thmey in der Stadtmitte. Das architektonische Juwel im Art-déco-Stil entwarfen die Architekten Louis Chauchon und Jean Desbois. Nach zwei Jahren Bauzeit folgte 1937 die Eröffnung. Mittig dominiert die 26 Meter hohe Kuppel von der unterhalb vier Gebäudeflügel diagonal abzweigen. Die Angebotspalette reicht über Edelsteine, Bekleidung, Taschen, Elektronik, Lebensmittel, Blumen bis hin zu preiswerten Souvenirs im Eingangsbereich.

Unsere Tipps für den Zentralmarkt Phsar Thmar

  • Es ist nicht alles Gold was glänzt, heißt es so schön. Das trifft auch im Markt zu. Sei Vorsicht beim Kauf von Schmuck und Uhren!
  • Nimm genug Bargeld mit (Vorsicht vor Taschendieben), denn Kreditkarten werden an den Ständen kaum akzeptiert.
  • Der chaotische Verkehr rund um den Markt hat schon so manchen Touristen einen Arzt- oder Krankenhausbesuch beschert.
Info: Adresse: Street 130/Street 63. Geöffnet täglich zwischen 7 und 18 Uhr.
Verkehr vor dem Zentralmarkt in Phnom Penh. Der Markt Phsar Thmey ist im Art-déco-Stil erbaut.
Zentralmarkt Phsar Thmey im Art-déco-Stil

Im Zentralmarkt werden Schmuck und Edelsteine angeboten. Die Kuppel des Marktes ist ein Highlight der Architektur.
Verkaufsstände unter der Kuppel des Zentralmarktes

Geld abheben und Geldautomaten in Phnom Penh

Gut zu wissen: In Phnom Penh findest du an fast jeder Ecke einen Geldautomaten, entweder von der Canadia Bank, ANZ Royal Bank, Cathay United Bank oder die Cambodia Public Bank. Alle haben eins gemeinsam: Sie spucken nur US-Dollar aus. Je nach Bank wird eine Gebühr um die 5 US-Dollar fällig. Wir hatten bei unserem letzten Trip nach Phnom Penh das Gefühl, dass immer mehr die Landeswährung Riel akzeptiert wird. Mit der Kreditkarte selbst kannst du in vielen Hotels, Geschäften und Restaurants bezahlen.


10. Wat Ounalom

Das religiöse Zentrum der kambodschanischen Buddhisten liegt im Herzen von Phnom Penh. Unter der Regentschaft von König Ponhea Yat wurde der Klosterkomplex im 15. Jahrhundert errichtet. Hinter massiven Mauern finden heute Besucher und Gläubige eine Oase der Ruhe. Auf dem Areal stehen über 40 Gebäude, darunter Tempelhallen, Schreine, ein Glockenpavillon, die Unterkünfte der Mönche und graue Stupas mit der Asche berühmter Mönche.
Das Wat Ounalom ist der Sitz des Maha-Nikaya-Ordens und das Zuhause von über 200 Mönchen, Novizen sowie geistlichen Würdenträgern, wie den Obersten Patriarch der buddhistischen Gemeinde Kambodschas Venerable Tep Vong. An seinem Geburtstag schmücken Helfer den Tempel üppig, traditionelle Musik und Gesänge erklingen, opulente Spendengaben bringen die Gläubigen.

Info: Adresse: Street 154 Ecke Samdach Sothearos Boulevard. Täglich offen von 6 bis 18 Uhr. Kein Eintritt.
Vollmondfest in Kambodscha: Wat Ounalom ist ein buddhistisches Kloster in Phnom Penh.
Vorbereitungen für das Vollmondfest im Wat Ounalom in Phnom Penh

11. Wasserfest Bon Om Tuk

Zum Wasserfestival Bon Om Tuk im November strömen die Einheimischen aus den entlegensten Dörfern in der Hauptstadt. Überall flattern Fahnen im Wind, abends blinken Lämpchen in den Bäumen und der Königspalast ist pompös illuminiert. Phnom Penh hat sich schick gemacht. Zum Spektakel mit Volksfestcharakter jagt ein Highlight das andere: farbenfrohe Bootsrennen, Prozession der Lichterboote und das abendliche Feuerwerk.


Wenn der Tonle Sap seine Fließrichtung ändert, läuten die Khmer mit dem dreitägigen Fest das Ende der Regenzeit ein. Während der Regenmonate trägt der Mekong große Wassermassen mit sich, diese drücken in den Tonle-Sap-Fluss und weiter in den gleichnamigen See. Von November bis Mai geschieht dies entgegengesetzt. Die Fischer freuen sich, denn gleichzeitig beginnt die Fangsaison im größten See des Landes. Ein weiterer Grund zum Feiern!

Unsere Tipps für das Wasserfest:

  • Zum Wasserfest herrscht großes Gedränge. Dann sind Menschenmassen auf den Straßen. Nimm nur so viel Geld mit, wie du wirklich benötigst und lass deine Wertsachen im Hotel. Smartphones sind bei Taschendieben auch sehr beliebt.
  • Buche rechtzeitig ein Hotelzimmer, kurz vorher kann es eng werden.
  • Gute Aussicht auf das Treiben hat man am Sisowat Quay von den Restaurants in der ersten Etage.
Ruderer machen auf ihren Drachenbooten warten auf den Start beim Wasserfest Bon Om Tuk in Phnom Penh
Phnom Penh, Wasserfest Bon Om Tuk, Bootsrennen auf dem Tonle-Sap-Fluss

12. Vollmondfest im Wat Phnom

Im Wat Phnom pulsiert an Vollmondtagen das buddhistische Leben. Dann herrscht dichtes Gedränge im Sakralbau: Gläubige murmeln sitzend Gebete, zünden Kerzen am Altar an und spenden Räucherstäbchen. Musiker spielen auf und Wahrsager haben Hochkonjunktur. Der Nachbarschrein, der dem taoistischen Schutzgeist Preah Chau gewidmet ist, wird vorwiegend von vietnamesisch- sowie chinesischstämmigen Einheimischen aufgesucht.

Info: Geöffnet täglich zwischen 7 und 18 Uhr. Eintritt: 1 US-Dollar.
Gläubige Kambodschaner spenden zum Vollmondfest im Wat Phnom in Phnom Penh
Gläubige spenden zum Vollmondfest im Wat Phnom in Phnom Penh

Spenden im Wat Phnom zum Vollmondfest in Phnom Penh in Kambodscha
Spenden im Wat Phnom zum Vollmondfest in Phnom Penh

Wie gefährlich ist Phnom Penh?

Leute, wir kennen Phnom Penh noch, da hättest du keine Lust gehabt im Dunkeln ganz allein durch abgeschiedene Gassen zu schlendern. Heute muss man sich kaum noch Sorgen machen, überfallen und ausgeraubt zu werden. Die Kriminalitätsrate ist spürbar gefallen. Trotzdem solltest du eine gewisse Vorsicht walten lassen. Achte immer auf deine Wertsachen und zähle dein Wechselgeld nach!

Unser Tipp:
Der Verkehr verlangt für Selbstfahrer einiges ab und ist gefährlicher als das Nachtleben in Phnom Penh. Nimm dir eher ein Tuk-Tuk mit Fahrer und lass dich durch Phnom Penh kutschen, als dich selbst ans Lenkrad zu setzen. Wichtig: Handle immer den Preis vorher aus!

13. Hauptbahnhof Phnom Penh

Der Hauptbahnhof von Phnom Penh ist eine weitere Sehenswürdigkeit für Leute die interessante Architektur lieben. Das Bahnhofsgebäude wurde mit hohem Aufwand renoviert und erstrahlt wieder im schönsten Art-Déco-Stil. In der Schalterhalle ist tagsüber kaum Betrieb und kann in Ruhe besichtigt werden. Von hier fahren natürlich auch die Züge nach Kampot, Sihanoukville und Battambang.

Unsere Tipps für Bahnreisen von Phnom Penh:

  • Der Zug nach Sihanoukville über Kampot startet um 7 Uhr vom Hauptbahnhof. Das Ticket nach Sihanoukville kostet 10 USD. Ankunft in Sihanoukville um 14 Uhr lt. Fahrplan.
  • Der Zug nach Battambang über Pursat startet vom Hauptbahnhof um 6.40 Uhr. Das Ticket für den Zug nach Battambang kostet 8 USD. Ankunft in Battambang um 15 Uhr lt. Fahrplan.
Info: Das Gebäude ist 24 Stunden geöffnet. Fahrkartenverkauf eine Stunde bevor der Zug startet.
Hauptbahnhof von Phnom Penh in Kambodscha
Hauptbahnhof in Phnom Penh

Schalterhalle mit Ticketverkauf im Hauptbahnhof in Phnom Penh
Schalterhalle im Hauptbahnhof von Phnom Penh

Kambodscha: Der Zug nach Sihanoukville steht im Hauptbahnhof in Phnom Penh.
Zug nach Sihanoukville im Hauptbahnhof von Phnom Penh

Die besten Reiseführer für Phnom Penh

Wir haben in unseren TOP 10 die aktuellsten Reiseführer für Phnom Penh und Kambodscha aufgelistet. Zwar sind Blogs und digitale Reiseberichte immer nützlich, aber einen gedruckten Reiseführer vom Kambodscha solltest du auch im Gepäck haben.

Neuer Reiseführer für Kambodscha: Lonely Planet Cambodia

Unser Favorit unter den Reiseführern für Kambodscha ist der Lonely Planet Cambodia. Wenn du einen deutschsprachigen Reiseführer bevorzugst, dann schau dir unsere » Top 10 Reiseführer Kambodscha an.

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TOP 10 » Reiseführer KAMBODSCHA

Tipps für Kampong Cham und Battambang

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Tipps für Kampong Cham, Kratie und den Osten

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Tipps für Kampong Cham und Kratie: Bambusbrücke mit Pferden in Kampong Cham

Tipps für Battambang und den Bamboo Train

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Tipps für Battambang: Bamboo Train (Bambuszug) mit Touristen während der Fahrt