Aktuelle Tipps für Kampot, Kep und Bokor Hill Station

Dein Reiseführer für Kambodscha


Sehenswürdigkeiten und Tipps für Kampot, Bokor und Kep

Du möchtest die Kleinstadt Kampot, die Pfefferplantagen und den Krabbenmarkt in Kep besuchen oder zur Bokor Hill Station fahren? Hier bekommst du die aktuellsten Tipps für deine Reise durch Kambodscha.

Lesezeit: ca. 11 Minuten
Kambodscha, Kampot, Kneipenmeile der Kleinstadt
Kampot, Restaurants in alten Kolonialhäusern
INHALT:
Kampot und Kep
1. » Kampot am Teuk-Chou-Fluss
2. » Pfefferanbau in Kampot
3. » Höhlen in der Umgebung von Kampot
4. » Bokor Hill Station im Nationalpark Preah Monivong
5. » Kep und der Krabbenmarkt
6. » Keps elitäres Erbe

1. Kampot am Teuk-Chou-Fluss

Die ruhige Kleinstadt breitet sich beidseitig am Teuk Chou, auch Kampot Bay River genannt, aus. Das Meer liegt nur fünf Kilometer von hier entfernt und Phnom Penh erreicht man in drei Autostunden über die Nationalstraße 3. In Kampot, Verwaltungszentrum der gleichnamigen Provinz, und Umgebung leben die Menschen von der Landwirtschaft, Obst- und Pfefferanbau, Meersalzgewinnung und zunehmend vom Tourismus.

Abendstimmung mit Blick auf Bokor amTeuk-Chou-Fluss in Kampot
Kampot, Sunset-Bootstour auf dem Teuk-Chou-Fluss
Kambodscha, Kampot, Kreisverkehr mit Durian
Kampot, Das Wahrzeichen der Stadt ist eine gigantische Beton-Durian

Das Stadtzentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Vom Wahrzeichen der Stadt, eine gigantische Beton-Durian, die stellvertretend für die wichtigste Einnahmequelle der Stadt auf einem Kreisverkehr steht, ist es nur ein kurzer Spaziergang Richtung Westen zur Uferpromenade. Den Fluss überspannen drei Brücken, eine für die Eisenbahn, eine weitere für alle Verkehrsteilnehmer, und die Old Bridge in der Altstadt, die nur von Fußgängern und Zweiradfahrern überquert werden darf. Einige Häuser an der Riverfront und in den benachbarten Gassen um den alten Markt konnten ihren kolonialen Charme bis heute bewahren. Ein Schmuckstück ist die renovierte Gouverneursresidenz an der Riverside Road, die das Kampot-Museum beherbergt. Im alten umgestalteten Markt, wo früher hauptsächlich Fisch verkauft wurde, locken heute Geschäfte mit handgefertigter Kleidung und Souvenirs sowie Reisebüros, die organisierte Touren ins Umland anbieten. Besonders sehenswert sind die erhaltenen chinesischen Handelshäuser, gebaut nach Kambodschas Unabhängigkeit, die vom geschäftigen Handel vergangener Zeiten zeugen, als noch Schiffe aus China im einstigen Hafen ihre Waren löschten.
In den späten Nachmittagsstunden füllen sich die gemütlichen Lokale und Cafés an der Uferpromenade und bieten bei leckerem Essen grandiose Blicke auf den Fluss mit Sonnenuntergang.

Info: Im Open-Air-Restaurant Darawin unbedingt ein Gericht mit frischem grünen Pfeffer probieren.
Kambodscha: Kolonialhaus in der Kleinstadt Kampot am Teuk-Chou-Fluss
Kolonialgebäude in Kampot

Restaurant im Old Fish Market in Kampot
Restaurant im alten Fischmarkt in Kampot

Die Teuk-Chou-Brücke in Kampot ist nur für Motorbikes und Fußgänger
Alte Brücke über den Teuk-Chou-Fluss in Kampot

2. Pfefferanbau und Plantagen in Kampot

Der Spruch „Bleib doch wo der Pfeffer wächst!“ dürfte viele Reisende in Kambodscha eher erfreuen als verärgern. Die Gegend um Kampot ist weit über die Landesgrenzen bekannt für seinen würzig-süßlichen Pfeffer. Ob Weiss, Schwarz, Rot oder Grün – er wurde in den letzten Jahren zum Exportschlager für Gourmet-Köche in aller Welt. Die Restaurants in Kampot verwenden gern die grünen Rispen für Gerichte mit Huhn, Rind und Meeresfrüchten.

Pfefferplantage in Kep: Die Pfefferkörner werden in der Pepper Farm Sothy's von Hand aussortiert.
Kep, Pfefferkörner von der Sothy’s Pepper Farm

Hinzufahren, wo der Pfeffer wächst, allein oder mit Führer ist auch kein Problem. Jeder Tuk-Tuk-Fahrer und alle Reisbüros in Kampot haben verschiedene Touren im Programm – allerdings manche auch zu gepfefferten Preisen. Um einen ersten Eindruck von der Pfefferproduktion zu bekommen, lohnt der Besuch der „Farm Link Ltd.“ mit Showroom in der Straße Tvi Khangchoeung in Kampot. Hier bekommt der Interessent eine kostenlose Führung und kann zuschauen, wie die Pfefferkörner handverlesen und getrocknet werden. Wer eine richtige Pfefferfarm mit Plantagen kennenlernen möchte, ist in der, 27 Kilometer von Kampot entfernten, „Sothy’s Pepper Farm“ gut aufgehoben.

Info: Besuch einer Pfefferfarm: „Farm Link Ltd.“ Mo-Fr 7.30-11.30 und 13.30-16.30 Uhr. „Sothy´s Pepper Farm“, Phnom Voar, Kep, beide kostenloser Eintritt und Führung. Trip per Tuk-Tuk von Kep ab 15 US-Dollar, Miet-Moped ab 5 US-Dollar/Tag.
Eien Frau pflückt in einer Pfefferplantage in Kampot frische grüne Pfefferkörner.
Kambodschanerin auf einer Pfefferplantage zwischen Kampot und Kep

Farm Link Ltd. in Kampot: Bevor der Pfeffer auf den Sortiertisch kommt, wird er zu hundert Prozent getrocknet.
Trocknung der Pfefferkörner bei Farm Link Ltd. in Kampot

Diese Frauen sortieren in der Farm Link Ltd. in Kampot schwarzen Pfeffer. Er wird unter der Marke Kadodé im Handel angeboten.
Farm Link Ltd. in Kampot: Aussortieren der beschädigten Pfefferkörner

3. Höhlen in der Umgebung von Kampot

In den Karstbergen Phnom Kbal Romeas, Phnom Chhnork und Phnom Sorsea kommen Höhlenfreaks auf ihre Kosten. Die Höhlen sind leicht mit dem Motorbike oder Tuk-Tuk von Kampot über die Nationalstraße 33 in Richtung Kep zu erreichen.

Kambodscha: Dieser Karstberg, nahe der Stadt Kampot, dient als Kletterparcour.
Kampot, Karstberg mit Höhle

Aktivitäten: Kletterer auf dem Ketterparcour an einem Karstberg nahe der Stadt Kampot.
Kletterer am Karstberg, nahe Kampot

Sechs Kilometer nordöstlich liegt der schroffe Berg Phnom Kbal Romeas. In dessen Höhle wurden Keramikscherben gefunden, die einige Jahrtausende alt sein sollen. Durch eine Öffnung dringt in die 20 Meter hohe Felsenhalle Tageslicht, das die Wände und den Ziegelstein-Schrein erhellt. Wer tiefer vordringen möchte, sollte dies aber mit einem ortskündigen Führer machen.
Weitere sechs Kilometer auf der Staubpiste geht es zum Phnom Chhnork. Ein kurzer Aufstieg über Treppenstufen, von dort bietet sich eine fantastische Aussicht auf Gemüsegärten und Reisfelder. Vorsicht, im Gebüsch treiben ein paar Affen ihr Unwesen. Am Eingang der Höhlenhalle lassen wulstige Tropfsteine die Konturen eines Elefanten erahnen. Unterhalb eines Stalaktiten steht ein Tempel aus dem 7. Jahrhundert. Durch eine Felsöffnung führt ein dunkler Gang tief hinab zum Ausgang. Sicherer ist der Rückweg über die Treppe.

Kampot: Gleich hinter Kampot liegt der Karstberg Phnom Kbal Romeas mit einer Tropfsteinhöhle.
Kampot, Höhle mit Schrein im Berg Phnom Kbal Romeas

Zum Phnom Sorsea sind es von Kampot 16 Kilometer. Vom Mönchskloster steigt man über eine Treppe, flankiert von Geländern mit Nagas, vorbei an einem Tempel bis hoch zur White Elephant Cave. Über Felsstufen gelangt man ins Höhlenlabyrinth. Mit etwas Fantasie ist ein weißer Elefantenkopf in dem Stalagmit rechts neben dem kleinen Schrein zu erkennen.

Info: Eintritt je 1 US-Dollar für Phnom Kbal Romeas und Phnom Chhnork. Tuk-Tuk-Tour ab 15 US-Dollar, Trip per Miet-Moped ab 5 US-Dollar/Tag.
Höhle des Weißen Elefanten in Berg Phnom Sorsea in Kampot
Kampot, White Elephant Cave im Berg Phnom Sorsea

Kambodscha: Karstberg Phnom Sorsea mit der Höhle des weißen Elefanten in Kampot
Kampot, Karstberg Phnom Sorsea mit White Elephant Cave

4. Bokor Hill Station im Nationalpark Preah Monivong

Auf der Bokor Hill Station suchten einst die Franzosen und Kambodschas Elite Abkühlung von der tropischen Hitze in der Ebene. In den Jahren 1917 bis 1925 wurde der Höhenkurort bebaut. In den 1950er- und 1960er-Jahren vergnügten sich hier oben König Norodom Sihanouk mit seiner Gefolgschaft. Übrig geblieben aus dieser Zeit sind das Bokor Palace Hotel am Klippenrand, die katholische Kirche, das Postamt und das Wat Sampov Pram.
Im Jahr 1993 wurde der Nationalpark mit einer Fläche von 1500 km² gegründet. Der Berg Bokor ist der südlichste Teil des Elefantengebirges. Bokor bedeutet in Khmer „Buckel des Ochsen“, weil die Form dem ähnelt.

Nationalpark Preah Monivong mit Bokor Hill Station in Kambodscha
Bokor Hill Station im Nationalpark Preah Monivong

Bedauerlicherweise verändert in den letzten Jahren das Plateau sein Gesicht. Das Mineralölunternehmen Sokimex pachtete 2008 den Bokor-Berg für 99 Jahre und ließ das Thansur Bokor Highland Resort bauen und Wohnanlagen werden entstehen.
Noch ist das Plateau ein Anziehungspunkt für Touristen. Schon die Anfahrt über die kurvige Straße Nummer 32 auf den 1080 Meter hohen Phnom Bokor ist ein Erlebnis. Besonders in den Monaten November bis Februar bietet sich dem Besucher am Morgen eine fantastische Weitsicht bis hin zum Golf von Thailand und der Insel Phu Quoc in Vietnam. Den Sonnenuntergang genießt man am besten vom Le Bokor Palace Hotel oder am Wat Sampov Pram.

Info: Maut-Gebühr 0,50 US-Dollar für Motorbike, 2,50 US-Dollar für Auto. Zweimal täglich verkehren Busse von Phnom Penh zum Thansur Bokor Highland Resort für 10 US-Dollar. Wegen der Höhe Pullover mitnehmen.
Auf dem Plateau vom Bokor Hill Station steht die Ruine einer Kirche.
Alte katholische Kirche auf der Bokor Hill Station

Bokor Hill Station im Nationalpark Preah Monivong: Vom Wat Sampov Pram bietet sich eine fantastische Aussicht.
Kampot, Bokor Hill Station, Wat Sampov Pram

5. Kep und der Krabbenmarkt

Der langgezogene Ort schmiegt sich mit seinem Strand an den Kep-Berg. Oberhalb liegt der 50 km² große Kep-Nationalpark, in dem schöne Wanderwege zu den Aussichtspunkten wie am Led Zep Café und Sunset Rock führen. Hauptattraktion für die Einheimischen, die an den Wochenenden und Feiertagen hierher strömen, ist das Picknick am Strand mit der ganzen Familie und der Krabbenmarkt mit den Restaurants.

Info: Unbedingt probieren: Frische Krabben mit grünem Kampot-Pfeffer in einem Restaurant am Krebsmarkt.
Krabbenmarkt in Kep ist das Highlight für Kambodschaner und Touristen
Kep, Verkäuferinnen auf dem Krabbenmarkt

Kambodscha: Badestrand in Kep
Kambodscha, Kep, Strand am Kep-Berg

6. Keps elitäres Erbe

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Städtchen Kep die Riviera Kambodschas. Es entstanden zahlreiche Luxus-Villen, überall im Seebad verstreut, ob in Strandnähe oder am Berghang. Erst die Franzosen, später die reichen Kambodschaner verbrachten hier ihren Badeurlaub, vergnügten sich und feierten Cocktailpartys, mit Gästen wie Jackie Kennedy und Catherine Deneuve.
Während des Bürgerkrieges wurden die Herrenhäuser geplündert und zerstört, oder von den Armen besetzt, die sie bis heute teilweise noch bewohnen.
Dank einiger Investoren wurden ein paar Villen gerettet, restauriert und zu exklusiven Hotels umgestaltet. Nostalgie und besonderen Charme der modernen Khmer-Architektur aus den 1960er-Jahren versprühen die Villen des Knai Bang Chatt Resort.

Info: Per Miet-Moped ab 6 US-Dollar/Tag sich auf Spurensuche begeben.
Leer und noch verfallen sind die Häuser der Franzosen in Kep. Viele dieser Kolonialbauten werden jetzt restauriert.
Kep, Einst eine schicke Villa, jetzt eine Ruine

Junge mit Fahrrad zwischen abgeernteten Reisfeldern in Kampot
Kambodscha, Kep, Typische Landschaft zwischen Kampot und Kep

Best of KAMBODSCHA – 66 Highlights

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