Tipps für Battambang und Tonle Sap

Dein Reiseführer für Kambodscha


Tipps für Battambang und den Tonle Sap

Du möchtest die Stadt Battambang und die schwimmenden Dörfer auf dem Tonle-Sap-See besuchen oder mit dem Bambuszug fahren? Hier bekommst du die besten Tipps für deine Reise durch Kambodscha.

Lesezeit: ca. 6 Minuten
Kambodscha: Wenn der Wasserstand sinkt, zieht das schwimmende Dorf Kompong Luong in tiefere Gewässer.
Tonle Sap, Schwimmendes Dorf Kompong Luong
INHALT:
Battambang und Tonle Sap
1. » Battambang
1. » Wat Ek Phnom und Wat Banan
3. » Reispapier und Bananenchips
4. » Berg Phnom Sampeau
5. » Bambuszug
6. » Tonle Sap: Dorf Kompong Luong
7. » Pursat
8. » Kompong Chhnang
9. » Töpfereien in Ondong Rossey
10. » Kuriose Transporte
Battambang: Der Markt Psar Nath im Art-déco-Stil liegt fast am Sangker-Fluss.
Battambang, Markt Psar Nath im Art-déco-Stil

1. Battambang

Beidseitig am Sangker-Fluss breitet sich das charmante Battambang aus. Ein Bummel durch die Altstadt vermittelt einen guten Überblick: Auf der Westseite vom Fluss zwischen Street 1 und 3 liegt das Zentrum mit dem wuseligen Markt Phsar Nath, vor dem abends der Nachtmarkt stattfindet. Hier konzentrieren sich in Laufweite Geschäfte, Banken, Hotels und Gästehäuser. Im „Walking District“ südlich vom Markt stehen koloniale und chinesische Handelshäuser, zum Teil fein herausgeputzt. Weiter im Süden befinden sich das Provinzmuseum, das Wat Tahm Rai Saw und der repräsentative Gouverneurspalast. 800 historische Gebäude gehören zum „Heritage Protection Area“. Vielleicht gehört die Stadt bald zum UNESCO-Welterbe, Anfragen jedenfalls laufen schon.

Info: Battambang auf eigene Faust: Walking Map mit Infos von der Webseite „Khmer Architecture Tours“ runterladen und los gehts.
Frisch renovierter Gouverneurspalast in Battambang
Battambang, Gouverneurspalast in kolonialer Architektur

Jeden Morgen ziehen Mönche und Novizen zum Almosengang durch die Straßen von Battambang.
Battambang, Almosengang der Mönche am Morgen

Kambodscha, Battambang: Am Abend ist das Restaurant White Rose immer rappelvoll.
Battambang, Restaurant White Rose

Gut beflaggt ist die Flusspromenade am Sanker in Battambang
Battambang, Promenade am Sangker-Fluss

2. Wat Ek Phnom und Wat Banan

Zum Wat Ek Phnom führt die 12 Kilometer lange Fahrt von Battambang auf der Straße 156 in Richtung Norden. Die Tempelruine, erbaut im 11. Jahrhundert unter König Suryavarman I. steht in unmittelbarer Nachbarschaft von einem modernen Kloster und einer kolossalen Buddha-Statue.
Folgt man der Straße 154 in den Süden, thront nach 22 Kilometer Wat Banan auf einem grünen Hügel. Khmer-Herrscher Udayadityavarman II. ließ den Tempel mit fünf Laterit-Prasats in Quincunx-Stellung bauen.

Info: Tempeltour mit Miet-Motorbike ab 6 US-Dollar. Kombi-Ticket für beide Tempel: 3 US-Dollar.
Battambang: Wat Ek Phnom wurde unter König Suryavarman I. im 11. Jahrhundert errichtet.
Tempelruine von Wat Ek Phnom

Kambodscha, Battambang, Wat Banan besitzt fünf markante Türme und ist über eine steile Laterittreppe zu erreichen.
Khmer-Tempel Wat Banan

3. Reispapier und Bananenchips

In den Dörfern Donteay und Peam Ek, auf dem Weg zum Wat Ek Phnom, stellen kleine Familienbetriebe Reispapier und Bananenchips her.
Für das Reispapier streicht eine Frau den Teig kreisrund auf ein Stofftuch, das über heißes Wasser gespannt ist. Nach ein paar Sekunden wird das hauchdünne Blatt abgehoben und auf ein Trockengestell gelegt. Für die Bananenchips werden reife Früchte in dünne Scheiben geschnitten und getrocknet.

Info: Mit „Butterfly Tours“ zu den Manufakturen radeln, 12 US-Dollar/Person. Per Tuk-Tuk 29 US-Dollar/Person.
Dieses Reispapier verwenden die Kambodschaner zur Nudelherstellung.
Battambang, Bambusgestelle zum Trocknen von Reispapier

Spezialität aus Battambang: Diese Bananenchips werden aus hauchdünnen Bananenscheiben hergestellt.
Battambang, Bananenchips sind echt lecker und bio

4. Berg Phnom Sampeau

Umgeben von grünen Reisfeldern ragt der Phnom Sampeau über 100 Meter in die Höhe. Vom Gipfel mit den drei Pagoden erschließt sich unvergesslicher Ausblick. Um diesen zu erreichen müssen 540 Stufen, vorbei an Schreinen und farbigen Figuren, bewältigt werden.
Ein trauriges Kapitel der Khmer-Geschichte offenbart sich hier: In den „Killing Caves“ wurden vom Pol-Pot-Regime Gefangene getötet. Schädel- und Knochenreste in einem Schrein und Metallkäfig zeugen von den Gräueltaten.

Info: Eintritt: 3 US-Dollar. Nicht verpassen: Gegen 17.30 Uhr flattern tausende Fledermäuse aus einem Höhlenspalt am Ticketschalter.
Der Berg Phnom Sampeau mit Wat Sampeau ist ein buddhistischer Tempel und steht mitten in Reisfeldern nahe der Stadt Battambang.
Battambang, Berg Phnom Sampeau

Battambang: Wat Sampeau, ein buddhistischer Tempel, thront auf dem Berg Phnom Sampeau. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Reisfelder.
Battambang, Khmer-Tempel Wat Sampeau auf dem Berg Phnom Sampeau

Die Kalksteinhöhle im Berg Phnom Sampeau beherbergt Khmer-Figuren. Die Killing Cave ist bekannt für Gräueltaten der Roten Khmer.
Battambang, Höhle mit Khmer-Statuen im Berg Phnom Sampeau

5. Bambuszug (Bamboo Train)

Auf den fährt jeder ab! Der legendäre Bambuszug in Battambang ist in jüngster Zeit zum echten Touristenmagnet avanciert. Wurden auf dem ungewöhnlichen Verkehrsmittel noch vor Jahren Dorfbewohner, Motorräder, Tiere und Reissäcke transportiert, sind es heutzutage vorwiegend ausländische Besucher.
Der Name „Bamboo Train“ stammt von der Bambusplattform, liegend auf zwei Achsen, wo die Passagiere sitzen. Als Antrieb dient ein sechs PS starker Motor. Gefahren wird auf einem Abschnitt der rumpligen Eisenbahnstrecke Phnom Penh – Poipet aus den 1930er-Jahren. Die Schienentour beginnt an der Bahnstation Ou Dambong, führt mit 40 Stundenkilometer nach Ou Sralau, dann geht es wieder zurück. Ein Fahrplan existiert nicht. Erst wenn sich genug Leute gefunden haben, startet der Bambuszug.

Info: Eintritt frei. Eine Fahrt kostet 5 US-Dollar und dauert knapp eine Stunde.
Highlight in Battambang: Die Bambusbahn, auch Bamboo Train, startet von der Station Ou Dambong und befördert Kambodschaner sowie Touristen.
Battambang, Bambuszug im Dorf Ou Dambong

6. Tonle Sap: Dorf Kompong Luong

Auf dem Tonle-Sap-See gibt es viele schwimmende Dörfer wie Kompong Luong nördlich von Krakor. Wenn der Wasserstand sinkt, zieht das gesamte Dorf um. Per Boot werden die Holzhäuser, ruhend auf Fässern oder Bootsrümpfen, zur Seemitte geschleppt. Hier wohnen 1200 Familien, ein Mix aus Vietnamesen, Khmer und Cham. Sie leben vom Fischfang und Handel.
Kompong Luong hat neben den Wohnhäusern eine Schule, Tankstelle, Eisfabrik, Kirche, einen Tempel und Geschäfte.

Info: Anfahrt von Pursat per Tuk-Tuk ab 15 US-Dollar. Boot ab 13 US-Dollar/Stunde.
Kambodscha: Im schwimmenden Dorf Kompong Luong auf dem Tonle-Sap-See leben 1200 Familien, Vietnamesen, Khmer und Cham.
Schwimmendes Dorf Kompong Luong auf dem See Tonle Sap

Kambodscha, Tonle Sap: Dorf Kompong Luong, Die schwimmende katholische Kirche der Vietnamesen ist zum Gottesdienst am Sonntag immer gut besucht.
Tonle Sap, Dorf Kompong Luong mit katholischer Kirche

7. Pursat

Im Südosten zwischen der Hauptstadt Phnom Penh und Battambang liegt an der Nationalstraße 5 die Kleinstadt Pursat. Nur wenige Touristen sieht die Stadt, und wenn, dann übernachten sie hier, um einen Ausflug zum 35 Kilometer entfernten schwimmenden Dorf Kompong Luong zu unternehmen.
Durch den Ort fließt der vom Kardamom-Gebirge kommende Fluss Stung Pursat. Das Zentrum ist mit den Märkten Phsar Leu und Phsar Chas, der buddhistischen Pagode Peal Nhek, der Universität, dem Krankenhaus und einer Hand voll Hotels leicht überschaubar.
Im „Bun Rany Hun Sen Development Centre“ erhalten Jugendliche eine Ausbildung im Weben, Nähen und in der Bildhauerei. Besucher sind gern gesehen.

Info: Übernachten: Pursat Riverside Hotel mit Spa und Swimmingpool am Pursat-Fluss. Poolbenutzung für Tagesgäste: 3 US-Dollar.
Kambodscha, Pursat: Die künstliche Insel Koh Sampeau Meas, Insel des Goldenen Bootes, im Stung-Pursat-Fluss ist ein beliebter Platz für Aerobic und Treffpunkt frisch Verliebter.
Pursat am Fluss Stung Pursat

8. Kompong Chhnang

Kompong Chhnang bedeutet „Hafen der Tontöpfe“, weil die Region für die Herstellung dieser Gefäße bekannt ist, die auch von hier verschifft werden.
Die Stadt ist zweigeteilt in ein beschauliches Zentrum und dem Hafenviertel am Tonle-Sap-Fluss. Der Stadtkern mit einem Markt, Banken, Hotels, Gaststätten und einem Park ist schnell erkundet. Ein 1,7 Kilometer langer Dammweg, flankiert von traditionellen Pfahlhäusern und Gemüsegärten, führt zum quirligen Fischereihafen. Am Bootsanleger warten Passagiere aus den Dörfern auf die Fähren, Waren werden ein- und ausgeladen, manchmal auch Kühe, die das Feld oder den Besitzer wechseln. Fischer flicken in aller Seelenruhe ihre Netze. Hinter ihnen schiebt sich ein Kreuzfahrtschiff in Richtung Angkor vorbei.

Info: Sich mit einem Holzkahn durch den Hafen und die schwimmende Siedlung rudern lassen. Stunde 6 US-Dollar/Person.
Kompong Chhnang: Von einer Bank am Hafen lässt sich gut das Treiben auf dem Tonle-Sap-Fluss beobachten.
Kompong Chhnang am Fluss Tonle Sap, der in den gleichnamigen See mündet

Kambodscha: Vom Hafen Kompong Chhnang fahren die Schiffe und Boote zu den schwimmenden Dörfern auf dem Tonle-Sap-Fluss.
Kompong Chhnang, Treiben im Hafen der Tontöpfe, wie die Stadt in Khmer heißt.

Kompong Chhnang: Fischer reparieren ihre Fangnetze im Hafen der Tontöpfe, wie die Stadt in Khmer heißt.
Kompong Chhnang, Fischer reparieren ihre Fangnetze im Hafen.

9. Töpfereien in Ondong Rossey

Im Dorf Ondong Rossey wird noch die alte Tradition des Töpferhandwerks gepflegt. In familieneigenen Werkstätten findet die Herstellung praktischerweise gleich unter ihren Stelzenhäusern statt. Für kleine Produkte nutzen die Frauen fußbetriebene Töpferscheiben. Für größere Gefäße klopfen sie mit einem Holzspachtel den feuchten Ton in die richtige Form. Manche Tonware wird glasiert oder erhält ein Muster bevor sie in den Ofen kommt.

Info: Per Miet-Motorbike, ab 7 US-Dollar/Tag, durch die Reisfelder zu den Töpfereien fahren.
Kambodscha, Dorf Ondong Rossey: Diese Wasserkrüge sind für die kleinen Brennöfen zu groß.
Ondong Rossey, Töpferei im Dorf Ondong Rossey

Kambodscha: Stolz zeigen die Töpferinnen Ondong Rossey die Fertigung von Tontöpfen.
Dorf Ondong Rossey, In den Töpfereien entsteht durch Klopfen ein Gefäß.

10. Kuriose Transporte

Überall auf den Landstraßen, an Raststellen oder auf Busbahnhöfen fallen sie sofort ins Auge: die voll bepackten Verkehrsmittel. Die Kambodschaner sind begnadete Logistiker. Ob Reissäcke, Kochtöpfe, oder meterhoch gestapelte Matratzen, ob zu dicken Bündeln gewickelte Leitungsrohre, Batterien von Flaschen, neuen Motorbikes oder ganze Wohnungsausstattungen: Nichts ist zu sperrig oder gar zu schwer, um nicht auf dem Dachgepäckträger, an der Hintertür eines Minivans oder mit dem Motorradanhänger befördert zu werden.

Info: Am besten sich in einem Straßenrestaurant niederlassen und das Verkehrsgeschehen beobachten.
Kambodscha: Kuriose Transporte, Rappelvoll beladener Pick-up mit Matratzen
Pick-up mit Matratzen, Decken und Motorbikes

Kambodscha, Kuriose Transporte: Kambodschaner sind wahre Künstler, wenn es um die Ausnutzung ihrer Ladefläche geht.
Transport von Säcken

Um kuriose Transporte in Kambodscha zu sehen, lässt man sich am besten in ein Straßenrestaurant nieder und beobachtet das Verkehrsgeschehen.
Holzkohlentransport und alle kommen zum Entladen mit

Kambodscha: Der Minibus ist ein Personenverkehrsmittel und fährt hier über die Dörfer.
Überladener Minibus an einer Raststätte

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