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Essen, Snacks und Getränke in Myanmar

Dein Reiseführer für Myanmar

Myanmar: Essen, Snacks und Getränke

Ob Myanmar-Food, indische Küche, Thai-Curry oder europäisches Essen, in Myanmar ist das Angebot vielfältig und lecker. Allergings auch nicht immer für jeden westlichen Magen geeignet.

Lesezeit: ca. 6 Minuten
INHALT
Myanmar: Essen, Snacks und Getränke
1. Burmesische Küche
2. Snacks und Streetfood für zwischendurch
3. Chinesische und indische Küche in Myanmar
4. Knigge und Verhaltensregeln beim Essen
5. Wie verträglich ist das Essen in Myanmar?
6. Was kostet das Essen in Myanmar?
7. Weiterführende Links

Alles rund ums Essen, Snacks und Getränke in Myanmar

Nützliche Tipps rund ums Essen

Die Einflüsse aus den Nachbarländern China, Thailand und Indien sind in Myanmars Küche nicht zu übersehen bzw. nicht zu überschmecken. Und doch hat sich hier eine Eigenständigkeit bei den burmesischen Gerichten entwickelt. Unangefochtenes Grundnahrungsmittel ist hier der Reis, ob als körnige Beilage, als Reisnudeln für die Suppe oder als klebrige Süßigkeit. Die Hauptgerichte bestehen aus einer riesigen Portion Reis, dazu werden Fleisch-, Fisch- und Gemüse-Currys sowie eine klare Suppe gereicht. Alle Beilagen kommen in mehreren Schälchen zusammen auf den Tisch. Eine westliche Speisefolge, wie wir sie kennen, ist hier unbekannt. Vegetarier hatten es vor einigen Jahren noch schwer in Myanmar, heute haben die Burmesen den Trend der fleischlosen Ernährung erkannt und zunehmend in den Touristenzentren Veggie-Restaurants eröffnet. Fastfood-Fans und Pasta-Liebhaber kommen auch immer mehr auf ihre Kosten. Veganer müssen leider noch warten.


Burmesische Küche

Hauptbestandteil der burmesischen Currys sind Garnelen, Huhn, Fisch, Rind und Schwein, gewürzt mit Kurkuma, Kardamom, Tamarinde, Anis, Kreuzkümmel, Ingwer, Koriander und Zimt. Der Unterschied zu Indien und Thailand: Currys, die in Myanmar serviert werden, sind um einiges milder, dafür aber öliger. Die Gerichte werden meist in den frühen Morgenstunden frisch zubereitet. Die Ölschicht an der Oberfläche dient eher zur Konservierung und zum Schutz vor Verunreinigungen als dem Geschmack. Zum Nachtisch gibt es Le-pet (Laphet), eine Art Underberg oder Jägermeister. Le-pet ist ein Salat aus fermentierten Teeblättern mit Erdnüssen, Ingwer und Knoblauch, der an halb durchgekochten Spinat erinnert.

Ein Stand in Yangon mit typischen Currys und anderen Gerichten aus Myanmar
Verkaufsstand mit burmesischen Currys und anderen Gerichten

Eine Frau verkauft Grillspieße auf dem Nachmarkt in Mawlamyaing.
Diese Frau bereitet am Grill Fleischspieße auf dem nachmarkt in Mawlamyaing zu.

Zum Frühstück essen Burmesen die fischige Mohinga. Eine Reisnudelsuppe mit einem Sud aus Fisch, Scheiben vom Stamm der Bananenstaude, Zwiebeln, Knoblauch, frittierte Kürbisstücke, Linsen-Crackern und hart gekochten Eiern. Die Suppe ist unbedingt dem faden Hotelfrühstück aus Toast, Ei und Marmelade vorzuziehen.

Das Nationalgericht Mohinga: Fischsuppe mit Nudeln und Cracker
Das Nationalgericht Mohinga: Fischsuppe mit Nudeln und Cracker

So lecker sieht die traditionelle Nudelsuppe Mohinga aus Myanmar aus.
So lecker kann eine traditionelle Mohinga aussehen

Snacks und Streetfood für zwischendurch

In Myanmar wird gern auf der Straße gegessen. Burmesen lieben eine kleine Mahlzeit zwischendurch. Garküchen und Essensstände bieten eine große Bandbreite an verschiedenen Snacks an. Zu den Spezialitäten der meist ambulanten Köche zählen Grillspieße mit Innereien, Shanwürste, Shrimpchips, süße Pfannkuchen, eingelegte Früchte, frittierte Bananen, gebackener Kürbis und etwas zu ölige Bratnudeln. Wer sich nicht ans Streetfood traut, verpasst womöglich einige kulinarische Erlebnisse. Zudem ist das Essen an den temporären Ständen preiswert und schnell zubereitet.

Händlerinnen mit Gemüsesnacks und eingelegtem Obst für Vegetarier und Veganer.
Gemüsesnacks und eingelegte Früchte für Vegetarier

Diese kleinen Pfannküchlein sind auf jeden Markt in Myanmar zu finden.
Diese Pfannküchlein dürfen auf keinem Markt in Myanmar fehlen.

Frühlingsrollen in Myanmar sind meist mit Gemüse, Eiern oder Meeresfrüchte gefüllt.
Beliebte Füllungen für Frühlingsrollen: Gemüse und Eier

Diese Crepes mit Gemüsefüllung werden frisch zubereitet und heiß gegessen.
Hauchdünn und frisch zubereitet: Crepes mit Gemüsefüllung

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Chinesische und indische Küche

Chinesische Gerichte sind in touristischen Zentren weit verbreitet. Die meisten chinesischen Restaurants bieten Bratreis, Nudelsuppen oder scharf-saure Speisen an, die allerdings wesentlich langweiliger als die burmesischen Currys schmecken. In Yangon leben viele Inder, daher findet man in den einschlägigen Restaurants authentische und sehr preisgünstige indische Gerichte. In den Teestuben bekommt man die dreieckigen Samosas, gefüllt mit Gemüse und Gewürzen.

Myanmars Küche hat viele indische Einflüsse, besonders in Yangon. Dort gibt es viele indische Restaurants.
Indisches Gericht in einem indischen Restaurant in Yangon

Knigge und Verhaltensregeln beim Essen

Hier ein paar wichtige Hinweise für die Tischmanieren in Myanmar, falls ihr irgendwo mal eingeladen werdet. Zu Hause essen die Burmesen meist sitzend auf dem Fußboden um einen kniehohen runden Tisch. Erst wenn alle Gerichte auf dem Tisch stehen und die Familienmitglieder auf ihren Plätzen sitzen, wird mit dem Essen begonnen. In traditionellen Haushalten gibt es kein Besteck, nur die rechte Hand kommt mit dem Speisen in Berührung. Und schaufelt euch den Teller nicht bis zum Rand voll, sondern nehmt immer kleine Portionen. Schließlich seid ihr keine Chinesen, die das Buffet im Hotel stürmen. In burmesischen Restaurants müsst ihr natürlich nicht auf’s Besteck verzichten. Gabel, Löffel oder Stäbchen findet ihr auf jedem Tisch, Messer dagegen eher selten. In Myanmar isst man nicht mit der Gabel, sie dient als Ersatz für das Messer und zum Befüllen des Löffels.

Wie verträglich ist das Essen in Myanmar?

Die Currys in den Garküchen oder Straßenrestaurant sind immer gut durchgekocht. Sie sind weder so scharf wie das Thai-Food und nicht so stark gewürzt wie die indische Küche. Die meisten Gerichte sind daher für empfindliche Mägen gut verträglich, aber durch das Öl etwas kalorienreicher. Das viele Öl konserviert die Speisen und macht sie länger haltbar. Verglichen mit Thailand lässt allerdings die Hygiene an vielen mobilen Imbissständen zu wünschen übrig. Wir haben aber bisher von dem Essen in den Garküchen niemals Probleme bekommen. Wo viele Einheimische sitzen, ist das Essen günstig und gut. In Restaurants, die ausschließlich Touristen bekochen, kann es schon mal zu Magenverstimmungen kommen. Hier wird zwar frisch für den Gast gekocht, was nicht heißen muss, dass auch die Lebensmittel immer frisch sind. Achtet darauf, dass Touri-Restaurants immer gut mit Gästen gefüllt sind. Dann ist auch ständiger Nachschub an frischen Lebensmittel garantiert.

Kleiner Tipp: Wer die Grundregeln der WHO (Weltgesundheitsorganisation) beherzigt, bleibt von Magenverstimmungen verschont: Keine Eiswürfel in Getränken, Wasser nur abgekocht oder aus versiegelten Flaschen trinken, Ungekochtes und Ungebratenes meiden, Obst und Gemüse nur essen was sich schälen lässt – nach dem Motto: Cook it, peel it, wash it or forget it!

Was kostet das Essen in Myanmar?

Das Essen in Myanmar ist für unsere Verhältnisse sehr günstig. Hier kommt es natürlich darauf an, ob ihr in ein einheimisches Restaurant oder in eine Nobelhütte geht.

Durchschnittliche Preise für Gerichte in einheimischen Restaurants:

Nudelsuppe Mohinga: 400 bis 700 Kyat
Gemüse-Curry mit Reis und Suppe: 1.500 Kyat
Fleisch-Curry mit Reis und Suppe: 1.800 – 2.500 Kyat
Chinesisches Tellergericht: 2.500 – 4.000 Kyat
Indisches Curry (Reis, Gemüse, Dal, Suppe): 2.500 Kyat

Ein richtiges traditionelles Myanmar Food mit Currys, Reis und Gemüse. Da darf ein Myanmar-Bier micht fehlen.
So wird Myanmar Food serviert: viele Schälchen mit Currys, Reis und Gemüse.

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