Luang Prabang: Mit der Mekong Sun nach Thailand

Flusskreuzfahrt: Magische Momente auf dem Mekong

Laos lernt man am besten bei einer Flussreise auf dem Mekong kennen. Soll es dabei richtig bequem zugehen, empfiehlt sich dafür der Flusskreuzer „Mekong Sun“. Aber vorher nicht vergessen die Flussgeister zu besänftigen!

Die Abendstimmung mit Sonnenuntergang am Mekong in Luang Prabang lässt sich besten von einem Ufer-Restaurant genießen.
Abendstimmung am Mekong in Luang Prabang in Nord-Laos

Am Grab von Henri Mouhot

Wer den Mekong bereist, sollte mindestens einmal das Grab des Mannes besuchen, der als Pionier aller Mekong-Abenteurer gilt, laut Mister Vang. Das bringe Glück bei der Weitereise, und kostet hin und zurück nur 30.000 Kip. Mister Vang ist Tuk-Tuk-Fahrer in Luang Prabang. Während er oberhalb an der staubigen Straße wartet und ein laotisches Nickerchen macht – Laoten können nämlich überall schlafen – , tapsen wir einen schlammigen Pfad entlang über einen sanften Hügel bis zu dem weißen Grabstein. Hier scheint lange niemand gewesen zu sein. Die kleine Bank ist mit vertrocknetem Laub bedeckt, eine Ameisenstraße schlängelt sich quer über die Sitzfläche. Ab und an finden vereinzelte Sonnenstrahlen den Weg durch den grünen Blätterwald. Das diffuse Licht macht diesen mystischen Ort noch geheimnisvoller. Die Vögel scheinen respektvoll leise zu trällern, nur das monotone Rauschen vom Nam-Khan-Fluss dringt wie eine endlose Sinfonie durchs Dickicht. Hier also ist die letzte Ruhestätte von dem Mann, der mit eisernem Willen den Mekong auf seiner ganzen Länge bereisen wollte. Und hier nahm seine Abenteuerreise im Nebel einer Malariainfektion ein abruptes Ende. Heute erinnert nur noch der weiße Grabstein mit den leuchtend goldenen Lettern „Henri Mouhot 1826 -1861“ an den mutigen Mekong-Forscher.

Grab und Ruhestätte des Franzosen Alexandre Henri Mouhot in der Nähe von Luang Prabang.
Grab von Henri Mouhot im Dschungel nahe Luang Prabang

Laos: Ein Mönch schaut vom Wat Chom Phet über den Mekong auf die Stadt Luang Prabang.
Ban Xieng Mene, Mönch aus dem Wat Chom Phet schaut auf Luang Prabang.

„Tadle nicht den Fluß, wenn du ins Wasser fällst!“

Asiatische Weisheit
Das Kabinenschiff Mekong Sun vom Reiseunternehmen Lernidee ankert unterhalb vom Wat Xieng Thong in Luang Prabang.
Luang Prabang, Boutiqueschiff Mekong Sun ankert unterhalb vom Wat Xieng Thong.

Das Kabinenschiff Mekong Sun von Lernidee nähert sich dem Ankerplatz am Mekong-Ufer in Luang Prabang.
Teakholz-Schiff Mekong Sun in Luang Prabang, der einstigen Königsstadt am Mekong

Abendstimmung am Mekong mit ankernden Schiffen in Luang Prabang
Ankernde Holzkähne am Mekong-Ufer in Luang Prabang am Abend

Kolonialer Chic am Mekong

So stellt man es sich vor, das „alte“ Asien. Dampfende Garküchen auf dem Gemüsemarkt, leise rollender Verkehr in engen Gassen, Frangipani-Blüten, die überall ihren süßlichen Duft verströmen, Klosteranlagen mit Gebetshallen, aus denen sonore Gesänge der Mönche dringen und das alles gemixt mit einem Hauch kolonial, morbiden Kolorit. Luang Prabang, seit 1995 Weltkulturerbe, ist so ein Ort, und zweifelsohne der schönste unter den ehemaligen Königsstädten im alten Indochina. Hier beginnt das „alte“ Asien schon früh am Morgen. Die ersten Trommelschläge um vier Uhr treiben Novizen und Mönche aus ihren Betten – Morgenwäsche, Morgengebet, Morgencheck bei Facebook. Pünktlich um halb sieben verlassen 800 Geistliche die 30 Klöster der Stadt und schreiten Kutte an Kutte, wie ein orangefarbener Leuchtstrahl, durch die Altstadt. Einheimische beschenken sie mit weißen Klebreiskugeln, Süßigkeiten und Geldscheinen, Touristen tauchen die Würdenträger in grelles Blitzlichtgewitter.

  • Mönche schreiten zum Almosengang durch Luang Prabang in Laos.
  • Am Morgen ziehen Mönche und Novizen zum Almosensammeln durch die ehemalige Königsstadt Luang Prabang im Norden von Laos.
  • Die Gläubigen spenden Reis, Süßigkeiten und etwas Geld für die Mönche in Luang Prabang.
  • Mönchsprozession führt durch Luang Prabang, der ehemaligen Königsstadt in Nord-Laos.

Laos: Vergoldene Buddhas aus Teakholz  in einem Tempel im Wat Xieng Thong in Luang Prabang.
Im Wat Xieng Thong in Luang Prabang stehen uralte goldene Buddhas aus Holz.

Wat Xieng Thong mit Goldreliefs ist der älteste und bedeutendste Tempel in Luang Prabang in Nord-Laos.
Goldene Holzreliefs schmücken einen Tempel im Wat Xieng Thong in Luang Prabang.
Meditierender Mönch vor einer Klostertür in Luang Prabang, dem buddhistischen Zentrum von Laos.
Mönch in Meditation in einem Kloster in Luang Prabang in Nord-Laos

Das Wat Xieng Thong in Luang Prabang ist der älteste Tempel der einstigen Königsstadt.
Laos, Luang Prabang, Allmorgendlicher Almosengang im Wat Xieng Thong

Klosterschulen für Mädchen: „No-Go-Area“

Kaum ist die Mönchsprozession vorbei, füllen sich die Cafés und Bistros mit Touristen. Ofenfrische Baguettes, Café au lait und der Schmelzkäse La Vache qui rit („Die lachende Kuh“) verdrängen Nudelsuppe und gebratenen Reis von den Speisekarten. Längst hat die Sonne Luang Prabang in grelles Licht getaucht und lässt das Gold der Pagodenspitzen glänzen. Im Wat Xieng Thong, das älteste Kloster der Stadt, treffen wir Novize Shanti. Der 14-Jährige kommt aus dem abgelegenen Dorf Ban Don Noi, hoch oben im Norden von Laos. Seit drei Monaten studiert er hier die Lehren Buddhas, Mathematik und Englisch. Sein Zimmer in der Klosterherberge ist größer als das Haus seiner achtköpfigen Familie. Ob er denn wieder zurück in sein Dorf möchte wollen wir wissen. „Nein!“, schießt es wie aus der Pistole. „Dort muss ich nur Rinder hüten und Gummibäume anritzen.“ Trotz der Schulpflicht in Laos bekommen viele Jungen nur in einem Kloster die nötige Grundausbildung. Mädchen gehen leer aus. Für sie sind Klosterschulen „No-Go-Area“.

Im Tempel Wat Xieng Thong in Luang Prabang lernt der angehende Mönch Shanti mit anderen Novizen.
Novize Shanti lebt im Wat Xieng Thong, dem ältesten Tempel von Luang Prabang.

Abenteuer Schiffsreisen

Reisen auf dem weiten Meer, auf glasklaren Seen oder legendären Flüssen sind unvergesslich, wenn das Abenteuer mitfährt. Dieser Band wird alle inspirieren, die auf betagten Frachtschiffen, Fähren und Postschiffen das richtige Abenteuer suchen, statt mit All inclusive, Captain’s Dinner und Außenkabinen den Urlaub zu vertrödeln. Dieses Buch zeigt einmalige Routen auf Seen, Ozeanen und Flüssen, informiert über Buchungswege und liefert damit eine echte Alternative zu Kreuzfahrten aus dem Katalog. Hier steckt echtes Abenteuer drin.

Bildband Abenteuer Flussreisen von Polyglott mit Reportagen vom Mekong in Thailand und dem Ayeyarwady in Myanmar.

Abenteuer Schiffsreisen*

Für dieses Buch von Polyglott waren wir auf dem Mekong zwischen China und Thailand sowie dem Ayeyarwady in Myanmar unterwegs.

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Der Nachtmarkt in der Sisavangvong-Straße im Zentrum der alten Königsstadt von Luang Prabang ist bei Touristen sehr beliebt.
Nachtmarkt am Königspalast in Luang Prabang

Auf dem Nachtmarkt in der Sisavangvong-Straße in Luang Prabang bieten Händler traditionelle Handarbeit, Buddha-Statuen und vieles mehr an.
Luang Prabang, Nachtmarkt in der Sisavangvong Road

Leiser Gang auf warmen Planken

Keine zwei Minuten vom Wat Xieng Thong entfernt, gehen wir an Bord auf unser Zuhause für die nächsten Tage. Das schicke zweistöckige Kabinenschiff „Mekong Sun“ von Lernidee nimmt uns ins berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck nach Thailand mit. Die Straßenschuhe bleiben, wie in Asien üblich, am Eingang stehen, so zeigt der Gast dem Hausherren seinen Respekt. Zudem fühlt es sich weich und warm an auf den blanken Holzdielen barfuß zu wandeln. Gemächlich gleitet unser Schiff stromaufwärts. Hinter Luang Prabang fließt der Mekong ruhig und träge, kein Gurgeln, kein Zischen, kein Wirbeln, als sei der große Strom in die Jahre gekommen. Die 1.000 PS der zwei Hino-Motoren schnurren gutmütig mit halber Kraft. Vielleicht, um nicht die vielen Buddha-Figuren in der Tham-Thing-Höhle am linken Ufer zu erschrecken. Aus Bronze, Palisanderholz, Ton oder Sandstein, je nachdem was sich der Pilger leisten kann, stehen sie im Schutz der Dunkelheit, eingehüllt vom Staub der letzten Jahrhunderte. Anschauen erlaubt, mitnehmen verboten! Es gab in der Vergangenheit Souvenirjäger, die ihre langen Finger nicht unter Kontrolle hatten.

Laos, Luang Prabang, Pak Ou, Boutiqueschiff Mekong Sun auf dem Mekong nahe Luang Prabang
Kabinenschiff Mekong Sun nahe den Karsthöhlen Tham Thing und Tham Theung in Pak Ou

  • Gegenüber Dorf Pak Ou, bei Luang Prabang, befinden sich in einem Karstberg am Mekong die Höhlen Tham Thing und Tham Theung.
  • Die berühmte Höhle Tham Thing mit unzähligen Buddha-Figuren liegt im Kalksteinberg in Pak Ou, nahe Luang Prabang in Nord-Laos.
  • Mekong, Laos, Pak Ou, Höhle Tham Thing, Seit Jahrhunderten spenden hier die Laoten Buddha-Statuen. Ein Buddhist würde sich an den gespendeten Figuren nie vergreifen, Touristen schon.

Logenplatz im Freilichtkino

An Bord unseres Teakholz-Kreuzers geht es den ganzen Tag typisch laotisch zu – sehr ruhig. Wer nicht am Elefantenrätsel, dem Kochkurs mit Mister Tie oder an der Früchtepräsentation von Kreuzfahrtdirektorin Sabine teilnimmt, übt sich in Müßiggang. Die Liegestühle auf dem Oberdeck bieten dazu Logenplätze in der ersten Reihe für ein großartiges Freilichtkino in dem winkende Kinder, Fischer und lachende Frauen als Schauspieler mitwirken und die Kulisse ein grün-getünchter Dschungelkorridor ist – und das alles im Panoramaformat.

Die Holzboote auf dem Mekong transportieren Menschen, Tiere und Waren.
Pak Ou, Lastkahn auf dem Mekong stromaufwärts in Richtung Houay Xay

Bootsmanager Phetchamphone Khoundala, der einfachheitshalber nur Mister Oth genannt wird, liebt genau dieses Naturerlebnis in Laos. Fragt man ihn nach den Anfängen seiner Laufbahn als Bootsbauer und Touristikunternehmer, ist er kaum zu bremsen. Seine Aussprache verrät, dass er in Leipzig Telekommunikation studierte. „Als ich 1995 nach Laos zurückkehrte, stand ich vor dem Nichts. Politschulung, Kopfwäsche und sechs Monate ohne Arbeit, ja, die da oben haben den Neuanfang nicht leicht gemacht.“ Anfang 2003 kam Hans Engberding, Chef des Berliner Unternehmens „Lernidee Erlebnisreisen“, in Oths Arbeitsleben. Schnell waren sie sich einig: Wir zeigen den Touristen den Mekong auf unseren eigenen Kabinenschiffen. „Ich hatte keinen blassen Schimmer vom Schiffsbau, aber Hans sagte, du schaffst das schon“, erzählt er weiter. Tatsächlich startete zwei Jahre später, Ende November 2005, der halbfertige Katamaran zur Jungfernfahrt ins chinesische Jinghong mit 40 Handwerkern an Bord. Alle mussten Tag und Nacht arbeiten, schließlich war die Rücktour schon mit 23 Gästen ausgebucht. „Und dann beschlagnahmten noch die Chinesen an der Grenze das teure argentinische Filet“, ärgert sich Oth. „Das Kilo kostete uns 20 Dollar!“

In der Bordküche vom Kabinenschiff Mekong Sun zaubert der Chefkoch leckere Speisen für die Fahrgäste.
Teamarbeit in der Bordküche der Mekong Sun

Das Flusskreuzschiff Mekong Sun ankert für die Nacht in der Provinz Oudomxai an einer Sandbank.
Provinz Oudomxai, Übernachtungsplatz der Mekong Sun an einer Sandbank im Dorf Khok Phou

Der perfekte Rückzugsort: die Kabine mit dem französischen Balkon auf dem Flusskreuzschiff Mekong Sun vom Reiseunternehmen Lernidee.
Gemütliche Kabine in dem Flusskreuzer Mekong Sun von Lernidee

Wir machen eine Flusskreuzfahrt mit der Mekong Sun und feiern Bergfest mit Lagerfeuer am Mekong in Laos.
Geselliger Abend am Lagerfeuer. Die Mekong-Sun-Crew singt laotische Lieder.

Bon Appétit – gefrittete Grille auf nüchternen Magen

Unser Flusskreuzschiff stoppt jeden Abend an einer anderen Sandbank. Zum Bergfest-Dinner ließen sich Schiffskoch Tie und die Crew etwas besonderes einfallen. Barbecue unter Bananenstauden im Mondschein. Den geselligen Abend mit Lagerfeuer, selbstgebranntem Reisschnaps und Beerlao würzten Mister Tie, Barkeeper Sid und Kellner Somephone mit Klampfe und laotischen Liebesliedern. Als sich die Sonne am nächsten Morgen noch schüchtern hinter den watteverhüllten Bergen versteckt, ist Kapitän Khao schon mit dem Spaten und einer Plastikflasche am Ufer unterwegs. Grillenjagd. Löcher, so groß wie eine Fünf-Cent-Münze, verraten ihm den schmackhaften Erdbewohner. Vor dem Frühstück kommt Mister Khao mit einem Teller goldbraun frittierter Insekten aus der Küche und hält ihn in die Runde. Die Krabbler triefen vor Öl und strotzen vor Kalorien, aber ein Laap, das laotische Nationalgericht aus Gehacktem, Minze, Zitronengras, Fischsoße und Reismehl scheint uns dann doch vertrauenswürdiger.

Mit Spaten und Plastikflasche sucht Kapitän Khao vom Boutique-Schiff Mekong Sun am Morgen Grillen am Mekong-Ufer.
Der Kapitän der Mekong Sun ist mit Spaten am Mekong-Ufer auf Grillenjagd.

Grillenjagd in Laos in der Provinz Oudomxai. In Laos zählen frisch gefrittete Grillen als Delikatesse.
Provinz Oudomxai, Kapitän Khao auf Grillenjagd

Laos, Provinz Oudomxai, Eine Nacht haben wir mit dem Flusskreuzer Mekong Sun im Dorf Khok Phou geankert. Jetzt liegt noch Morgendunst in den Bergen.
Nebelschwaden in den Bergen. Wir sind auf Flusskreuzfahrt mit der Mekong Sun in Laos.

Affenschädel über der Haustür

Allein die Fahrt auf dem Nam-Tha-Fluss ist es schon wert, sich bei 33 Grad die signalroten Schwimmwesten anzutun. Die wendigen Boote kreisen um wilde Stromschnellen, die braune Brühe brodelt und kocht. Auf Einheimische müssen wir wirken wie Bojen auf der Flucht. An den Ufern fliegt das Dorfleben vorbei, üppiges Grün der Wälder bleibt im Gedächtnis haften, kaum Brandnarben, kein Kautschuk. Nach 30 Minuten wieder mit festen Boden unter den Füßen, stehen wir im Dorf der Khmu-Ethnie Don Mixay.

Laos am Mekong: Das Volk der Khmu im Mekong-Dorf Don Mixay glaubt, dass Affenschädel über Hauseingängen böse Geister und Dämonen fernhält.
Im Dorf Don Mixay am Mekong sollen Affenschädel über Haustüren böse Geister abwehren.

Nach einer kurzen Dorfbesichtigung, mit Augenmerk auf die Affenschädel über den Hauseingängen, die böse Geister fernhalten sollen, steht das Schulprojekt der „Mekong Sun“ auf dem Plan. Hefte und Stifte nehmen die drei Lehrer gern entgegen. Die Regierung verpflichtet Lehrkräfte aus Vientiane in diese abgelegenen Dörfer. Kostenlose Unterkunft, eine kleine Parzelle Land, 30 US-Dollar im Monat und ein Sack Reis als Lohn, die delegierten Lehrer gehören zu den Gutverdienern im Land.

Kapitän Khao und Steuermann Khamphan navigieren den Flusskreuzer Mekong Sun von Luang Prabang in Laos zum Goldenen Dreieck in Thailand.
Flusskreuzschiff Mekong Sun, Navigation auf dem Mekong

Zwischen Houay Xay und Chiang Saen, unserem letzten Abschnitt, zickt der Mekong ab und zu, wird heimtückisch, gefährliche Sandbänke und Riffe liegen dicht unter der Wasseroberfläche. Für die letzten 50 Kilometer bekommt die Crew Verstärkung. Der Lotse Mister Chit, ein Laote in XXL, kennt die Gegend wie seine Westentasche, er ist hier aufgewachsen. Kein Echolot, keine Flusskarte, nur mit seinem Gedächtnis führt er unseren Flusskreuzer durch die gefährlichen Passagen. Markante Bäume, Gebäude und Hügel in der Landschaft dienen ihm in gedachter Linie zum Mekong zur Orientierung.

Fischer auf dem Mekong. Zur Trockenzeit ragen immer mehr schroffe Felsen und Sandbänke aus dem Wasser.
In der Provinz Oudomxai prüft ein Fischer auf dem Mekong sein Fangnetz.

Willkommen am Goldenen Dreieck

Im thailändischen Chiang Saen angekommen, macht sich etwas Schwermut unter den 21 Gästen breit. Die erlebnisreiche Fahrt mit einer klasse Crew durch das ruhige Land der Heiterkeit geht hier zu Ende. In Thailand hingegen ist Feierstimmung. Hier dreht sich die nächsten Tage alles um das Lichterfest Loy Krathong. Die Thais lassen schon Abende vorher einen Khom Fai, den Feuerballon aus Pergamentpapier, in den Himmel steigen, begleitet mit allerlei Wünschen. Wir stehen auf der erhöhten Promenade, unter uns die illuminierte „Mekong Sun“, über uns der klare Nachthimmel. Unser Khom Fai ist nur noch ein kleiner leuchtender Punkt weit oben zwischen den Sternen. Er nimmt unsere Wünsche mit auf seine Reise, dass die vielen Staudammprojekte von China und Laos niemals umgesetzt werden und die Laoten ihre unbeschwerte Lebensweise mit der fröhlichen Natürlichkeit lange beibehalten.

Boutiqueschiff Mekong Sun vom Reiseunternehmen Lernidee in Chiang Saen am Goldenen Dreieck, wo die drei Länder Thailand, Laos und Myanmar aufeinandertreffen.
Flusskreuzer Mekong Sun am Goldenen Dreieck nahe Chiang Saen in Thailand

Goldene Buddha-Statue am Goldenen Dreieck in Chiang Saen in Nord-Thailand
Thailand, Chiang Saen, Goldener Buddha am Mekong

Thailand, Chiang Saen, Vom Tempel am Goldenen Dreieck hat man eine Aussicht auf dem Mekong und die Hügelketten auf laotischer Seite.
Buddhistischer Tempel am Mekong in Chiang Saen am Goldenen Dreieck

Best of SÜDOSTASIEN – 66 Highlights

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Bildband Best of Südostasien 66 Highlights mit vielen Reisetipps und Beschreibungen der einzelnen Sehenswürdigkeiten von den Ländern Südostasiens

Best of SÜDOSTASIEN*

Für den Bildband Best of SÜDOSTASIEN haben wir 66 Highlights gesucht, die ihr bei einer Reise durch die Länder Thailand, Vietnam, Kambodscha, Myanmar und Laos unbedingt besuchen solltet.

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