Tipps und Reportagen für eine Reise am Mekong in Laos

Laos – Beschaulichkeit am Mekong

Es gibt nichts Beglückenderes, als einen Fluss zu bereisen, wo an den Ufern die Uhren stillstehen oder manchmal sogar etwas zurückgedreht werden. Am Mekong in Laos entrinnt man dem tosendem Lärm der Moderne. Der Fluss trennt Staaten und Ideologien, Fortschritt und Althergebrachtes. Es ist der Fluss Buddhas, der Erleuchtung und heiligen Schreine, und ständig umweht ihn ein Hauch von Sehnsucht, Melancholie, Abenteuer und Opium. Wer sich auf diesen Fluss einlässt, wird schnell dem gesuchten Glück ein Stück näher sein.

Lesezeit: ca. 13 Minuten

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Mekong, Laos, Rucksackreisenden beliebte Strecke Houay Xay nach Luang Prabang benötigt solch ein Passagierboot zwei Tage. Übernachtet wird auf halber Strecke in Pakbeng.
Bootstour zwischen Luang Prabang und Houay Xay
INHALT:
Der Mekong in Laos
1. Laos – das ruhige Land der Heiterkeit
2. Flussreise mit der Mekong Sun
3. Arbeitselefanten im Dschungel
4. Flusskreuzfahrt mit der Mekong Islands

Laos – das ruhige Land der Heiterkeit

Die landschaftlich reizvollste Strecke führt vom Goldenen Dreieck in die alte Königsstadt Luang Prabang. Die Flussfahrt unternimmt man mit einem bananenförmigen Slowboot, dem nicht ungefährlichen Speedboot oder wer es luxuriös mag, checkt in einem Boutique-Kabinenschiff ein. Enge Schluchten, wilde Strudel und scharfkantige Felsen machen es keinem der Bootsführer einfach. Vom Dschungel bedeckte Berge rahmen den Mekong beidseitig ein. Mit viel Glück verladen irgendwo an einer der vielen Sandbänke schwergewichtige Arbeitselefanten mannsdicke Teakholzstämme auf rostige Lastkähne.

Mekong, Laos, Si Phan Don, Bis zum Sonnenuntergang ist Leben auf dem Mekong. Fischer vor der Insel Don Khon kontrollieren ihre Netze und legen neue Köder für die Nacht aus.
Si Phan Don (4.000 Inseln), Sonnenuntergang am Mekong

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Mekong, Laos, Luang Prabang, Ban Xieng Mene. Ein Mönch genießt vom Wat Chom Phet die grandiose Aussicht auf die Altstadt in Luang Prabang.
Ban Xieng Mene, Mönch aus dem Wat Chom Phet schaut auf Luang Prabang

Laos, Luang Prabang. Vor dem Sonnenaufgang erhalten in Luang Prabang die Mönche und Novizen ihre Almosen von den Gläubigen.
Luang Prabang, Mönchsprozession am Morgen

In Luang Prabang spürt der Reisende noch das alte Asien, besonders beim allmorgendlichen Almosensammeln, wenn die Mönchsgemeinde in einem safrangelben Streifen durch die Altstadt zieht. Auf keinen Fall sollte man ein Dinner auf einer der Terrassen-Restaurants am Mekong verpassen – Sonnenuntergang inklusive. Zwischen der Hauptstadt Vientiane und der Provinzstadt Pakse bildet der Mekong die Grenze zwischen Thailand und Laos, hier wirkt er breit und träge. Erst ganz im Süden tauchen tausende kleine und große Inseln aus der Wasseroberfläche auf. Ein Besuch der tosenden Wasserfälle Khon Phapeng und Somphamit sind ein Muss bevor der Mekong Laos verlässt.

Luang Prabang. Im Königspalast Ho Kham und Tempel Ho Prabang haben bis 1975 die laotischen Könige gewohnt.
Luang Prabang, Königspalast Ho Kham und Tempel Ho Prabang

Morgenmarkt Talat Tha Heua In Luang Prabang. Vor buddhistischen Feiertagen steigt bei den Blumenverkäuferinnen der Umsatz mit orangefarbenen Tagetes (Studentenblume).
Luang Prabang, Morgenmarkt Talat Tha Heua

Umgeben von tropischer Landschaft stürzt der Wasserfall Kuang Si kaskadenförmig in die Tiefe. Er befindet sich nahe luang Prabang
Mönche am Wasserfall Tad Kuang Si nahe Luang Prabang

Mekong, Laos, Vientiane, Pha That Luang, Vollmond über Vientiane im Oktober, tausende Gläubige pilgern zum Allerheiligsten, dem goldenen Stupa That Luang. Das große Tempelfest That Luang wird zwei Wochen gefeiert.
Vientiane, That Luang zum Boun That Luang Festival zu Vollmond

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Mekong, Laos, Vientiane, Zum Fest Boun That Luang stellen die Ethnien des Landes ihre Trachten vor.
Vientiane, Trachtenschau zum Fest Boun That Luang

Mekong, Laos, Vientiane, Beliebter Treffpunkt am Abend: das Siegestor Patuxai an der Lane Xang Avenue. Hier spielen am Abend die Hauptstädter Badminton, Gitarre oder stellen sich für Gruppenfotos in Position.
Vientiane, Triumphbogen Patuxai an der Lane Xang Avenue

Diese Bootsfahrt führt zu den Irrawaddy-Delfinen in Si Phan Don (4.000 Inseln) im Süden von Laos.
Bootstrip durch die schroffe Felslandschaft in Si Phan Don (4.000 Inseln)

Laos 2023: Kalender vom Verlag Edition Seidel mit Fotos von Luang Prabang, Vang Vieng, Si Phan Don, Vientiane und Pakse.

LAOS 2023*

Verlag: Edition Seidel
ISBN: 978-3986633714
Größe A3
Preis: 15,99 € (UVP)

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Mit der „Mekong Sun“ ins Goldene Dreieck

Wer den Mekong bereist, sollte mindestens einmal das Grab des Mannes besuchen, der als Pionier aller Mekong-Abenteurer gilt, laut Mister Vang. Das bringe Glück bei der Weitereise, und kostet hin und zurück nur 30.000 Kip. Mister Vang ist Tuk-Tuk-Fahrer in Luang Prabang. Während er oberhalb an der staubigen Straße wartet und ein laotisches Nickerchen macht – Laoten können nämlich überall schlafen – , tapsen wir einen schlammigen Pfad entlang über einen sanften Hügel bis zu dem weißen Grabstein. Hier scheint lange niemand gewesen zu sein. Die kleine Bank ist mit vertrocknetem Laub bedeckt, eine Ameisenstraße schlängelt sich quer über die Sitzfläche. Ab und an finden vereinzelte Sonnenstrahlen den Weg durch den grünen Blätterwald. Das diffuse Licht macht diesen mystischen Ort noch geheimnisvoller. Die Vögel scheinen respektvoll leise zu trällern, nur das monotone Rauschen vom Nam-Khan-Fluss dringt wie eine endlose Sinfonie durchs Dickicht. Hier also ist die letzte Ruhestätte von dem Mann, der mit eisernem Willen den Mekong auf seiner ganzen Länge bereisen wollte. Und hier nahm seine Abenteuerreise im Nebel einer Malariainfektion ein abruptes Ende. Heute erinnert nur noch der weiße Grabstein mit den leuchtend goldenen Lettern „Henri Mouhot 1826 -1861“ an den mutigen Mekong-Forscher.

Das Kabinenschiff „Mekong Sun“ von Lernidee macht eine Rundreise von Luang Prabang (Laos) bis Chiang Sean (Thailand).
Luang Prabang, Boutique-Schiff Mekong Sun ankert unterhalb vom Wat Xieng Thong

Grab und Ruhestätte von Franzose Alexandre Henri Mouhot in Luang Prabang. Er war Forschungsreisender und gilt als Wiederentdecker der Tempelanlage Angkor in Kambodscha.
Luang Prabang, Grab von Henri Mouhot im Dschungel

Kolonialer Chic am Mekong

So stellt man es sich vor, das „alte“ Asien. Dampfende Garküchen auf dem Gemüsemarkt, leise rollender Verkehr in engen Gassen, Frangipani-Blüten, die überall ihren süßlichen Duft verströmen, Klosteranlagen mit Gebetshallen, aus denen sonore Gesänge der Mönche dringen und das alles gemixt mit einem Hauch kolonial, morbiden Kolorit. Luang Prabang, seit 1995 Weltkulturerbe, ist so ein Ort, und zweifelsohne der schönste unter den ehemaligen Königsstädten im alten Indochina.
Hier beginnt das „alte“ Asien schon früh am Morgen. Die ersten Trommelschläge um vier Uhr treiben Novizen und Mönche aus ihren Betten – Morgenwäsche, Morgengebet, Morgencheck bei Facebook. Pünktlich um halb sieben verlassen 800 Geistliche die 30 Klöster der Stadt und schreiten Kutte an Kutte, wie ein orangefarbener Leuchtstrahl, durch die Altstadt. Einheimische beschenken sie mit weißen Klebreiskugeln, Süßigkeiten und Geldscheinen, Touristen tauchen die Würdenträger in grelles Blitzlichtgewitter.

Das Wat Xieng Thong in Luang Prabang ist der älteste Tempel der Stadt und wurde unter der Herrschaft von König Setthathirat 1560 errichtet.
Luang Prabang, Allmorgendlicher Almosengang im Wat Xieng Thong

Kaum ist die Mönchsprozession vorbei, füllen sich die Cafés und Bistros mit Touristen. Ofenfrische Baguettes, Café au lait und der Schmelzkäse La Vache qui rit („Die lachende Kuh“) verdrängen Nudelsuppe und gebratenen Reis von den Speisekarten.
Längst hat die Sonne Luang Prabang in grelles Licht getaucht und lässt das Gold der Pagodenspitzen glänzen. Im Wat Xieng Thong, das älteste Kloster der Stadt, treffen wir Novize Shanti. Der 14-Jährige kommt aus dem abgelegenen Dorf Ban Don Noi, hoch oben im Norden von Laos. Seit drei Monaten studiert er hier die Lehren Buddhas, Mathematik und Englisch. Sein Zimmer in der Klosterherberge ist größer als das Haus seiner achtköpfigen Familie. Ob er denn wieder zurück in sein Dorf möchte wollen wir wissen. „Nein!“, schießt es wie aus der Pistole. „Dort muss ich nur Rinder hüten und Gummibäume anritzen.“ Trotz der Schulpflicht in Laos bekommen viele Jungen nur in einem Kloster die nötige Grundausbildung. Mädchen gehen leer aus. Für sie sind Klosterschulen „No-Go-Area“.

Der Nachtmarkt in der Sisavangvong-Straße im Zentrum der alten Königsstadt von Luang Prabang ist bei Touristen sehr beliebt.
Luang Prabang, Nachtmarkt am Königspalast

Auf dem Nachtmarkt in der Sisavangvong-Straße in Luang Prabang bieten Händler traditionelle Handarbeit, Buddha-Statuen und vieles mehr an.
Luang Prabang, Nachtmarkt in der Sisavangvong-Straße

Leiser Gang auf warmen Planken

Keine zwei Minuten vom Wat Xieng Thong entfernt, gehen wir an Bord auf unser Zuhause für die nächsten Tage. Das schicke zweistöckige Kabinenschiff „Mekong Sun“ von Lernidee nimmt uns ins berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck nach Thailand mit. Die Straßenschuhe bleiben, wie in Asien üblich, am Eingang stehen, so zeigt der Gast dem Hausherren seinen Respekt. Zudem fühlt es sich weich und warm an auf den blanken Holzdielen barfuß zu wandeln. Gemächlich gleitet unser Schiff stromaufwärts. Hinter Luang Prabang fließt der Mekong ruhig und träge, kein Gurgeln, kein Zischen, kein Wirbeln, als sei der große Strom in die Jahre gekommen. Die 1.000 PS der zwei Hino-Motoren schnurren gutmütig mit halber Kraft. Vielleicht, um nicht die vielen Buddha-Figuren in der Tham-Thing-Höhle am linken Ufer zu erschrecken. Aus Bronze, Palisanderholz, Ton oder Sandstein, je nachdem was sich der Pilger leisten kann, stehen sie im Schutz der Dunkelheit, eingehüllt vom Staub der letzten Jahrhunderte. Anschauen erlaubt, mitnehmen verboten! Es gab in der Vergangenheit Souvenirjäger, die ihre langen Finger nicht unter Kontrolle hatten.

Seit Jahrhunderten spenden Laoten unzählige Buddha-Statuen in der Höhle Tham Thing in Pak Ou.
Pak Ou, Buddha-Figuren in der Höhle Tham Thing

Logenplatz im Freilichtkino

An Bord unseres Teakholz-Kreuzers geht es den ganzen Tag typisch laotisch zu – sehr ruhig. Wer nicht am Elefantenrätsel, dem Kochkurs mit Mister Tie oder an der Früchtepräsentation von Kreuzfahrtdirektorin Sabine teilnimmt, übt sich in Müßiggang. Die Liegestühle auf dem Oberdeck bieten dazu Logenplätze in der ersten Reihe für ein großartiges Freilichtkino in dem winkende Kinder, Fischer und lachende Frauen als Schauspieler mitwirken und die Kulisse ein grün-getünchter Dschungelkorridor ist – und das alles im Panoramaformat.
Bootsmanager Phetchamphone Khoundala, der einfachheitshalber nur Mister Oth genannt wird, liebt genau dieses Naturerlebnis in Laos. Fragt man ihn nach den Anfängen seiner Laufbahn als Bootsbauer und Touristikunternehmer, ist er kaum zu bremsen. Seine Aussprache verrät, dass er in Leipzig Telekommunikation studierte. „Als ich 1995 nach Laos zurückkehrte, stand ich vor dem Nichts. Politschulung, Kopfwäsche und sechs Monate ohne Arbeit, ja, die da oben haben den Neuanfang nicht leicht gemacht.“ Anfang 2003 kam Hans Engberding, Chef des Berliner Unternehmens „Lernidee Erlebnisreisen“, in Oths Arbeitsleben. Schnell waren sie sich einig: Wir zeigen den Touristen den Mekong auf unseren eigenen Kabinenschiffen. „Ich hatte keinen blassen Schimmer vom Schiffsbau, aber Hans sagte, du schaffst das schon“, erzählt er weiter. Tatsächlich startete zwei Jahre später, Ende November 2005, der halbfertige Katamaran zur Jungfernfahrt ins chinesische Jinghong mit 40 Handwerkern an Bord. Alle mussten Tag und Nacht arbeiten, schließlich war die Rücktour schon mit 23 Gästen ausgebucht. „Und dann beschlagnahmten noch die Chinesen an der Grenze das teure argentinische Filet“, ärgert sich Oth. „Das Kilo kostete uns 20 Dollar!“

In der Bordküche vom Kabinenschiff Mekong Sun zaubern Chefkoch Tie und Koch Xayaphoum leckere Speisen für ihre Fahrgäste.
Teamarbeit in der Bordküche der Mekong Sun

Das Flusskreuzschiff Mekong Sun ankert für die Nacht in der Provinz Oudomxai an einer Sandbank, auf der es ein BBQ-Dinner gibt.
Provinz Oudomxai, Übernachtungsplatz der Mekong Sun

Der perfekte Rückzugsort: die Kabine mit dem französischen Balkon auf dem Flusskreuzschiff
Gemütliche Kabine der Mekong Sun

Bon Appétit – gefrittete Grille auf nüchternen Magen

Unser Flusskreuzschiff stoppt jeden Abend an einer anderen Sandbank. Zum Bergfest-Dinner ließen sich Schiffskoch Tie und die Crew etwas besonderes einfallen. Barbecue unter Bananenstauden im Mondschein. Den geselligen Abend mit Lagerfeuer, selbstgebranntem Reisschnaps und Beerlao würzten Mister Tie, Barkeeper Sid und Kellner Somephone mit Klampfe und laotischen Liebesliedern.
Als sich die Sonne am nächsten Morgen noch schüchtern hinter den watteverhüllten Bergen versteckt, ist Kapitän Khao schon mit dem Spaten und einer Plastikflasche am Ufer unterwegs. Grillenjagd. Löcher, so groß wie eine Fünf-Cent-Münze, verraten ihm den schmackhaften Erdbewohner. Vor dem Frühstück kommt Mister Khao mit einem Teller goldbraun frittierter Insekten aus der Küche und hält ihn in die Runde. Die Krabbler triefen vor Öl und strotzen vor Kalorien, aber ein Laap, das laotische Nationalgericht aus Gehacktem, Minze, Zitronengras, Fischsoße und Reismehl scheint uns dann doch vertrauenswürdiger.

Grillenjagd in Laos in der Provinz Oudomxai. In Laos zählen frisch gefrittete Grillen als Delikatesse.
Provinz Oudomxai, Kapitän Khao auf Grillenjagd

Morgenstimmung auf dem Kabinenschiff
Kabinenschiff Mekong Sun, Morgendunst in den Bergen

Allein die Fahrt auf dem Nam-Tha-Fluss ist es schon wert, sich bei 33 Grad die signalroten Schwimmwesten anzutun. Die wendigen Boote kreisen um wilde Stromschnellen, die braune Brühe brodelt und kocht.

Affenschädel über der Haustür

Auf Einheimische müssen wir wirken wie Bojen auf der Flucht. An den Ufern fliegt das Dorfleben vorbei, üppiges Grün der Wälder bleibt im Gedächtnis haften, kaum Brandnarben, kein Kautschuk. Nach 30 Minuten wieder mit festen Boden unter den Füßen, stehen wir im Dorf der Khmu-Ethnie Don Mixay. Nach einer kurzen Dorfbesichtigung, mit Augenmerk auf die Affenschädel über den Hauseingängen, die böse Geister fernhalten sollen, steht das Schulprojekt der „Mekong Sun“ auf dem Plan. Hefte und Stifte nehmen die drei Lehrer gern entgegen. Die Regierung verpflichtet Lehrkräfte aus Vientiane in diese abgelegenen Dörfer. Kostenlose Unterkunft, eine kleine Parzelle Land, 30 US-Dollar im Monat und ein Sack Reis als Lohn, die delegierten Lehrer gehören zu den Gutverdienern im Land.

Kapitän Khao und Steuermann Khamphan vom Flusskreuzer
Flusskreuzschiff Mekong Sun, Navigation auf dem Mekong

Zwischen Houay Xay und Chiang Saen, unserem letzten Abschnitt, zickt der Mekong ab und zu, wird heimtückisch, gefährliche Sandbänke und Riffe liegen dicht unter der Wasseroberfläche. Für die letzten 50 Kilometer bekommt die Crew Verstärkung. Der Lotse Mister Chit, ein Laote in XXL, kennt die Gegend wie seine Westentasche, er ist hier aufgewachsen. Kein Echolot, keine Flusskarte, nur mit seinem Gedächtnis führt er unseren Flusskreuzer durch die gefährlichen Passagen. Markante Bäume, Gebäude und Hügel in der Landschaft dienen ihm in gedachter Linie zum Mekong zur Orientierung.

Willkommen am Goldenen Dreieck

Im thailändischen Chiang Saen angekommen, macht sich etwas Schwermut unter den 21 Gästen breit. Die erlebnisreiche Fahrt mit einer klasse Crew durch das ruhige Land der Heiterkeit geht hier zu Ende. In Thailand hingegen ist Feierstimmung. Hier dreht sich die nächsten Tage alles um das Lichterfest Loy Krathong. Die Thais lassen schon Abende vorher einen Khom Fai, den Feuerballon aus Pergamentpapier, in den Himmel steigen, begleitet mit allerlei Wünschen. Wir stehen auf der erhöhten Promenade, unter uns die illuminierte „Mekong Sun“, über uns der klare Nachthimmel. Unser Khom Fai ist nur noch ein kleiner leuchtender Punkt weit oben zwischen den Sternen. Er nimmt unsere Wünsche mit auf seine Reise, dass die vielen Staudammprojekte von China und Laos niemals umgesetzt werden und die Laoten ihre unbeschwerte Lebensweise mit der fröhlichen Natürlichkeit lange beibehalten.

Die Abendstimmung mit Sonnenuntergang am Mekong in Luang Prabang lässt sich besten von einem Ufer-Restaurant genießen.
Luang Prabang, Abendstimmung am Mekong

Arbeitselefanten im Dschungel von Laos

Von Hongsa ins Holzfällercamp von Herrn Phengs Onkel ist es nur ein Katzensprung – sagte er jedenfalls. Mit Vierradantrieb schaukelte unser Pick-up über zwei Stunden auf einer Buckelpiste durch eine dampfend, grüne Berglandschaft. Ein Landstrich, wo die Welt in Ordnung scheint, die Luft klar und rein, der Regenwald noch intakt. Jetzt, nach einer weiteren Stunde Höllenfahrt mit einem quietschgelben Speedboot auf dem Mekong, sind unsere Ohren taub und die Knie vibrieren. Die Laoten sagen über diese Höllensprinter: „Wer mit dem Speedboot fährt, hat eine Verabredung mit dem Tod.“ Unser Termin ist weitaus ungefährlicher. Wir besuchen Arbeitselefanten, die für die Holzindustrie schuften müssen.

Lane Xang – Land der eine Millionen Elefanten

Laos nannte sich einst Lane Xang – Land der eine Millionen Elefanten. Zu dieser Zeit sollen über 10.000 graue Riesen im Dschungel gelebt haben. Heute ist die Zahl vom Elephas maximus nach vorsichtigen Schätzungen auf 1.000 Rüsselträger geschrumpft, davon sind knapp die Hälfte Arbeitselefanten.

Mahut (Elefantenführer) und sein Arbeitselefant müssen für die  Holzindustrie Baumstämme durch den Dschungel zu schleppen.
Provinz Sayaboury, Mahut (Elefantenführer) mit Arbeitselefant im Dschungel

Undurchdringlicher Dschungel liegt vor uns. In dem dichten Grün kreischt, surrt und pfeift es. Die Schwüle packt uns mit voller Wucht. Wir schlittern auf durchgeweichten Pfaden an einem flachen Fluss entlang. Es dauert nicht lange und wir hören ein lautes Krachen im Bambus. Wieder Stille und nichts zusehen. „Pai! Pai!“ Geh! Geh! Unsere laotischen Sprachkenntnisse reichen aus, um die Worte im Dickicht zu verstehen. Aus dem Blättervorhang schiebt sich ein Elefant, schnauft dabei wie eine Dampflok. Mahut Somphen, der Elefantenführer, sitzt hinter dem Kopf des grauen Riesen und dirigiert ihn mit kurzen Kommandos. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, drückt der Mahut mit seinen Füßen hinter die wedelnden Elefantenohren. „Geht aus dem Weg!“ Das gilt diesmal uns. Mit weit aufgerissenen Augen und den Rüssel vor Anstrengung gebogen, bewegt sich der Dickhäuter Meter für Meter bis in den Fluss.

Drohende Abeitslosigkeit für Arbeitselefanten

Im Schlepptau ein frisch gefällter Baumstamm, der wahrscheinlich das Doppelte wiegt wie die Elefantendame. Drei weitere Mahuts folgen mit ihren Arbeitstieren und verschwinden ebenfalls mit ihrer Last in Richtung Holzlager.

Arbeitselefant und Mahut in Laos. An freien Tagen bleibt der Dickhäuter in der Nähe vom Wohnhaus und darf nur zum Fressen in den Wald.
Provinz Sayaboury, Arbeitselefant am Wohnhaus des Mahuts (Elefantenführer)

Arbeitselefanten und Mahut im Dschungel von Laos. Für einen dieser Baumstämme sind die Elefanten den ganzen Arbeitstag unterwegs.
Hongsa, Arbeitselefanten ziehen Baumstämme aus dem Fluss

Herr Pheng erzählt, dass die Tiere maximal bis mittags arbeiten dürfen, weil es später zu heiß wird und sie den Rest des Tages benötigen, um sich von der schweren Arbeit zu erholen. „Vier Elefanten arbeiten zur Zeit für meinen Onkel. Alle kommen aus der Gegend um Hongsa.“ Herr Peng kennt sie alle. Später im Holzfällercamp treffen wir Mahut Somphen und seine Elefantenkuh Mae Khaman wieder. Beide, 29 Jahre alt, sind seit der Kindheit zusammen. Zum Feierabend noch ein Bad im Fluss, dann darf sich die Elefantendame bis zum nächsten Morgen im Dschungel ausruhen. Im Nachbarland Thailand verbot die Regierung 1989 unter drastischen Strafen den unkontrollierten Holzeinschlag. Tausende Mahuts wurden mit ihren Elefanten arbeitslos. Davor hat Mahut Somphen Angst. „Was mache ich dann mit meinem Elefant? Mae Khaman frisst täglich 200 Kilo Gras, dazu Bananen und Zuckerrohr. Ohne Einkommen kann ich mir das Futter nicht mehr leisten.“
Das laotische Forstministerium ist ebenfalls bestrebt den noch verbleibenden Regenwald zu schützen. Allerdings dürfte es hier noch etwas länger dauern, bis die Arbeitstiere in den Ruhestand gehen. Für das kleine Binnenland ist Tropenholz der wichtigste Devisenbringer.

Arbeitselefant und Mahut (Elefantenführer) in Laos. Elefanten können das Mehrfache ihres Körpergewichts ziehen. Hier bringt der Fluss etwas Erleichterung.
Hongsa, Elefant arbeitet auf Befehle seines Mahuts (Elefantenführer)

Mahuts in Laos beherrschen über 120 Befehle, um ihre Arbeitselefanten zu dirigieren. Über viele Jahre werden Mahut und Arbeitselefant ein eingespieltes Team.
Provinz Sayaboury, Hongsa, Arbeitselefant und Mahut

Mekong, Laos, Provinz Sayaboury, Hongsa. Elefanten finden den noch so schmalsten Weg im Dschungel, um die Stämme ins Holzlager zu transportieren.
Provinz Sayaboury, Über 500 Arbeitselefanten soll es noch in Laos geben.

Reise mit der „Mekong Islands“ ins Mekongdelta

Herr Janthi freut sich über seinen Fang. Vier Karpfen, ein Barsch und ein glitschiger Mekongwels zappeln wild im Boot herum. Jeden Tag, kurz vor Sonnenuntergang, zieht der 49-Jährige mit seinem Sohn Joy das feinmaschige Netz aus dem Wasser. „Vor ein paar Jahren haben wir hier noch etwas mehr gefangen“, erzählt der Fischer, „aber wir wollen uns nicht beschweren. Es reicht zum Leben.“ So sind sie, die Laoten. Wenn es reicht, okay. Alles andere macht nur unnötig Stress – Müßiggang versus Mehrwert. Trotz Billigimporten aus China, der Beschallung mit Thai-Pop und Doku-Soaps im Fernsehen konnte die laotische Bevölkerung weitestgehend ihre Identität bewahren. Es heißt nicht umsonst: die Vietnamesen pflanzen den Reis, die Laoten schauen zu wie er wächst und die Kambodschaner ernten ihn. Fischer Janthi baute hier vor 24 Jahren sein Haus und gründete eine Familie. „Zu der Zeit war die neue Asphaltstraße 14 A noch eine schmale Staubpiste“, erinnert sich Herr Janthi, „und an Touristen wie ihr, die mit einem Kreuzfahrtschiff den Mekong bereisen, war überhaupt nicht zu denken.“

Mekong, Laos. Hier geht das Leben noch sehr ruhig zu. Fischer Janthi aus dem Dorf Hung Noi legt am späten Nachmittag neue Köder für die Nacht aus.
Ban Hung Noi, Fischer Janthi auf seinem Holzboot

Boutique-Schiff
Pakse, Kabinenschiff Mekong Islands am Xe-Don-Fluss

Unsere Schiffsreise begann in der Kleinstadt Pakse, dem Verwaltungszentrum der Champasak Provinz. Ein für laotische Verhältnisse quirliger Ort, der in den letzten zwölf Jahren, seit Fertigstellung der Lao-Nippon-Brücke über den Mekong, einen Aufschwung erlebt. Pakse profitiert vom Grenzverkehr mit dem 46 Kilometer entfernten Thailand. Seitdem blüht hier der Handel – nicht nur mit legalen Waren. Am Xe-Don-Fluss, unterhalb der Klosteranlage Wat Luang, lag unser Zuhause für die nächsten vier Tage vor Anker. Ein Ort, der für den Beginn einer Reise auf dem Mekong nicht besser sein kann. Mit Buddhas Segen konnten wir den Anker lichten.


Laos 2023: Kalender vom Verlag Edition Seidel mit Fotos von Luang Prabang, Vang Vieng, Si Phan Don, Vientiane und Pakse.

LAOS 2023*

Verlag: Edition Seidel
ISBN: 978-3986633714
Größe A3
Preis: 15,99 € (UVP)

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Landgang zum Wat Phun Noi

Jetzt ist das Boutique-Schiff „Mekong Islands“ mit elf geräumigen Kabinen, einer kleinen Bar und Sonnendeck mit Liegestühlen, zwölf Besatzungsmitgliedern, einem Reiseleiter und zwölf Touristen auf Kurs nach Champasak und weiter zu den 4.000 Inseln, Si Phan Don.
Für die erste Übernachtung hat unser Teakholz-Liner im Dorf Hung Noi ganz in der Nähe von Herrn Janthis Haus angelegt. Am Ufer ein paar eingezäunte Gemüsefelder, hier wachsen Salat, Bohnen, Minze, Kinder seifen im Mekong ihren Mischlingshund ein, daneben ein paar Frauen bei der Abendwäsche, Männer flicken ihre Netze, dazu trinkt man schon mal gern ein Schlückchen Lao Lao, den klaren Selbstgebrannten aus Reis.
Landgang zum Wat Phun Noi. Wir keuchen 280 Steinstufen nach oben. Die Sonne verkriecht sich gerade hinter dem Berg Nang Malong, das macht den Aufstieg etwas erträglicher. „Nicht die heilige Anlage, sondern der Ausblick auf den Mekong ist das eigentliche Highlight“, macht uns Kreuzfahrtdirektor und Landeskenner Benedikt, der nur kurz Mister Ben genannt werden möchte, den Trip schmackhaft. In der Tempelanlage lebt nur noch ein Mönch, der den Dorfbewohnern von Hung Noi den geistigen Beistand gibt. Der Robenträger befindet sich aber gerade auf Dienstreise. Derweil präpariert seine Haushälterin Opfergaben aus Frangipani-Blüten und Bananenblättern für den Altar. Mister Ben hat nicht übertrieben. Die Aussicht ist fantastisch. Der Mekong fließt ruhig und spiegelglatt, nur ein paar kleine Inseln ragen aus der grünschimmernden Wasseroberfläche bis er im Dunst der weiten Ebene verschwindet.

Mönche und Novizen kehren in Pakse vom morgendlichen Almosengang ins Wat Luang zurück. Hinter diesem Tempelkomplex liegt die
Pakse, Mönche kommen vom Almosengang ins Wat Luang

Mekong, Laos, Provinz Champasak. Kabinenschiff
Ban Hung Noi, Flusskreuzer Mekong Islands im Sonnenaufgang

Dschungelkonzert zum Dinner

Langsam bricht die Dämmerung herein. Weißer Rauch von den Kochstellen steigt in den Himmel. Ein Bootsmotor blubbert in weiter Ferne. Jetzt hat das Orchester des Dschungels seinen Auftritt. Das Sirren der Zikaden schwillt rhythmisch an und bricht abrupt wieder ab, der Kawau schreit aus Leibeskräften und ein Chor aus quakenden Fröschen stimmt mit ein.
Dann zerreißt plötzlich ein „Gong, Gong, Gooong“ das abendliche Konzert. Der Koch ruft zum Dinner. Vier Gänge hat er in der Bordküche vorbereitet. Bittergurken-Suppe, Eierkuchen und Broccoli mit geröstetem Knoblauch machen den Anfang, Hühnchen-Curry mit Erdnüssen das Hauptgericht und „Mong Kheng“, süßer Reis und Taro in Kokosmilch, schließen den Magen. Alles leichte Kost. Guten Appetit!
Der Morgen beginnt ähnlich wie der Abend endete. Zartes Rosa am Himmel. Fischer, im schwarzen Scherenschnitt auf leicht kräuselnden Wasser, legen ihre Netze aus. Eine Frau gießt die Pflanzen im Beet mit Mekongwasser. Hähne krähen. Ein Hund bellt. So wird es hier auch morgen sein, übermorgen – jeden Tag.

Baci-Zeremonie für die „Mekong Islands“

Jetzt gleiten wir mit halber Geschwindigkeit den Mekong weiter flussabwärts. Kapitän Si Keo verharrt mit voller Konzentration am Steuerrad und heftet seinen Blick auf die Wasseroberfläche. Der Mekong wird vor Champasak breiter, der Wasserstand niedrig. Es ist Trockenzeit. „Der Fluss ändert sich in dieser Jahreszeit ständig“, erklärt der 52-Jährige. „Sandbänke entstehen und verschwinden, Inseln tauchen aus dem Nichts auf.“ Er spricht aus Erfahrung. Seit fünfzehn Jahren manövriert er zwischen Pakse und Don Khong große und kleine Schiffe durch diese Untiefen. Auf der „Mekong Islands“ ist er von Anfang an dabei. Im September 2009 hatte der Luxusliner seine Jungfernfahrt. Seitdem kreuzt das Schiff fast täglich zwischen Oktober und April durch Süd-Laos. „Keine Sorge“, beruhigt Herr Keo, „das Schiff wurde im Wat Luang vor unserer Abfahrt von den Mönchen mit einer feierlichen Baci-Zeremonie gesegnet.“ Die neuen orangefarbenen Bänder am Steuerrad beweisen es.

Der Kapitän des Kabinenschiffes Mekong Islands
Provinz Champasak, Kapitän der Mekong Islands

Khmer-Tempel Wat Phou in Champasak

Wir legen in Champasak an. Nach dem Dösen auf dem Sonnendeck ist wieder Kultur angesagt. Zwei buntbemalte Songthaews, die für Südostasien typischen Sammeltaxis, stehen schon bereit. Die Fahrt geht durch malerische Dörfer, rechts Reisfelder, links der Mekong, zum Khmer-Tempel Wat Phou am Fuß des 1.416 Meter hohen Phou Kao. Die Eckdaten sind schnell zusammengetragen: Kernbauzeit 9. bis 13. Jahrhundert, Tempelkomplex mit drei Hauptebenen auf 285 Hektar, seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe, irgendwo immer eine Baustelle, Vollmondfest im Februar, 277 Sonnentage, Eintritt 30.000 Kip (ca. 3 Euro), 47.000 Besucher jährlich – laut Herrn Sonexay Siphandone, Gouverneur der Champasak Provinz, steigt die Besucheranzahl pro Jahr im Durchschnitt um 28 Prozent. Wat Phou ist der kleine Bruder von Angkor in Kambodscha. Was einst als hinduistisches Heiligtum errichtet wurde, ist heute ein buddhistischer Wallfahrtsort.

Die Tempelanlage Wat Phou in Laos wurde 2001 von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet und ist heute ein Besuchermagnet in der Champasak-Provinz.
Champasak, Khmer-Tempelanlage Wat Phou

Am Nachmittag nimmt die „Mekong Islands“ wieder Fahrt auf. Die beiden Dieselmotoren brummen monoton, sind kaum wahrnehmbar. Das Leben am Ufer zieht langsam an uns vorbei. Maisfelder leuchten im satten Grün, Fischer reparieren ihre Reusen, planschende Kinder winken und rufen uns „Sabai dii“, das laotische Hallo zu, Wasserbüffel kauen stoisch und glotzen unserem Schiff hinterher.

Badespaß im Mekong in Laos. Ein Schlauch von einem Traktor dient als schwimmender Untersatz für die Kids. Weiter südlich auf der Backpacker-Insel Don Det nennt man es Tubing.
Provinz Champasak, Si Phan Don (4.000 Inseln), Badespaß im Mekong

Letzter Halt mit unserem Flusskreuzer an der größten Insel im Delta Don Khong. Mister Ben und die anderen zehn Gäste besuchen am nächsten Morgen mit einem kleineren Boot die Wasserfälle Somphamit und Khon Phapeng. Für uns geht hier die entspannte Reise mit dem luxuriösen Kabinenschiff zu Ende. Wir bleiben noch auf Don Khong und nehmen ein paar Tage später ein Longtail-Holzboot, das traditionelle Fischerboot der Insulaner, und lassen uns damit auch ins Herz der 4.000 Inseln nach Don Det, Don Khon und zu den größten Wasserfällen Südostasiens schippern. Die Besatzung der „Mekong Islands“ erwartet die neuen Gäste aus Kambodscha, um stromaufwärts in Richtung Heimathafen nach Pakse zurückzufahren. Herr Janthi wird dann wieder in seinem Ruderboot sitzen, langsam das Netz einholen und dabei in aller Seelenruhe der „Mekong Islands“ nachschauen bis der Dunst das Schiff verschlingt.

Si Phan Don (4.000 Inseln). Die Insulaner leben hauptsächlich vom Reisanbau und von der Fischerei.
Si Phan Don, Insel Don Khong, Die Idylle trügt, denn Reisanbau ist harte Arbeit.

Wasserbüffel in Laos schwimmen durch den Fluss. Die Paarhufer flüchten lieber, als sich an ein Boot zu vergreifen.
Si Phan Don (4.000 Inseln), Fischer paddelt zur Insel Don Det

Fischer am Wasserfall Khon Phapeng in Si Phan Don (4.000 Inseln). In Süd-Laos wird der sonst träge dahinfließende Mekong ungewohnt turbulent.
Provinz Champasak, Si Phan Don (4.000 Inseln), Fischer am Khon-Phapeng-Wasserfall

Nahe der kambodschanischen Grenze erschaffen die Wassermassen des Mekong in Si Phan Don eine einzigartige Flusslandschaft und den Geisterwald.
Si Phan Don (4.000 Inseln), Wassermassen in der Monsunzeit formen die Bäume

Si Phan Don (4.000 Inseln) in Laos, Fischer auf dem Mekong am Morgen.
Si Phan Don, Insel Don Khong, Morgenstimmung am Mekong

Bildband Abenteuer Mekong

Der Bildband Abenteuer Mekong mit eindrucksvollen Aufnahmen und spannenden Reportagen nimmt dich mit auf die Reise in eine der aufregendsten Gegenden auf unserem Erdball. Schneebedeckte Berge und schwindelerregende Schluchten in Yunnan, das berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck in Thailand, smaragdgrüne Reisfelder und rauschende Wasserfälle in Laos, alte Khmer-Stätten mitten im Dschungel Kambodschas oder das amphibische Delta mit den schwimmenden Märkten in Vietnam sind nur einige Highlights am knapp 5000 Kilometer langen Mekong.

Dieser Bildband zeigt mit Fotos und Reportagen eine Reise entlang dem Mekong von China (Yunnan) über Thailand, Laos und Kambodscha bis nach Vietnam.

Abenteuer Mekong*

Für diesen Bildband sind wir insgesamt sieben Monate auf dem Mekong von China (Yunnan) bis nach Vietnam gereist.

Weitere Bücher von uns: BÜCHER


Asien 2023: Kalender vom Verlag Edition Seidel mit Fotos aus den Ländern Thailand, Malaysia, China, Vietnam, Indien, Myanmar, Kambodscha und Laos.

ASIEN 2023*

Verlag: Edition Seidel
ISBN: 978-3986633684
Größe A3
Preis: 15,99 € (UVP)

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