Tipps für Kambodschas Osten

Dein Reiseführer für Kambodscha


Kambodscha, Kompong Cham, Temporäre 600 Meter lange Bambusbrücke führt über den Mekong
Bambusbrücke über den Mekong zwischen Kompong Cham und der Insel Koh Pbain

Der Mekong und der Osten

Du möchtest die Irrawaddy-Delfine im Mekong beobachten oder frittierte Vogelspinnen probieren? Hier bekommst du die besten Tipps für deine Tour!

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Elefanten hautnah erleben

Der Osten Kambodschas steht bei vielen Besuchern an unterer Stelle auf der To-Do-Liste und wird sogar von dort ansässigen Reiseunternehmen unterbewertet. Die Region kann nicht mit Attraktionen wie Angkor, den Tonle Sap oder gar mit weichen Sandstränden, wie die am Golf von Thailand punkten, aber sie lockt mit viel unberührter Natur Jahr für Jahr mehr Reisende an. Der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen, entwickelt sich aber langsam in Richtung Ökotourismus. Naturfreunde und Abenteuer können individuell auf Entdeckungsreise gehen oder bei einer geführten Trekkingtour zusätzlich Informatives über die Lebensweise der Einheimischen und von der Tier- und Pflanzenwelt erfahren.

Kambodscha, Insel Koh Pbain, Frauen sortieren Tabakblätter zum Trocknen
Insel Koh Pbain, Sortieren von Tabakblättern

Eingerahmt von Laos im Norden, Vietnam im Osten und vom mächtigen Mekong-Fluss im Westen, der sich durch Kompong Cham, Kratie und Stung Treng schlängelt, liegen die am weitesten vom Tourismusstrom abgelegenen Provinzen Ratanakiri und Mondulkiri. Hier bestimmt die reizvolle Landschaft mit lieblichen Hügeln, immergrünen Dschungel, Flüssen, klaren Vulkanseen und rauschenden Wasserfällen die Szenerie. Dazwischen immer wieder Reisfelder aus denen schlanke Palmyrapalmen in die Höhe ragen und so das typische Kambodscha-Bild abrunden. Einzigartig ist ebenso die Fauna. In den Wäldern des Virachey-Nationalparks tummeln sich noch Gibbons, das Wildrind Kouprey, ein Nationalsymbol des Landes, Muntjak- und Sambarhirsche sowie zahlreiche Vogelarten, wie der seltene Nashornvogel, der mit etwas Glück noch zu beobachten ist. Nahe der Ortschaft Sen Monorom erhalten Touristen die Möglichkeit mit Elefanten im Camp vom „Elephant Valley Project“ auf Tuchfühlung zu gehen, das 2007 zum Schutz der Dickhäuter gegründet wurde.

Das traurige Lächeln der Delfine

Oder in dem kleinen Dorf Kampi, von dort starten Bootstouren zu den vom Aussterben bedrohten Irrawaddy-Delfinen. Eine einmalige Gelegenheit noch den Tümmler in seinem natürlichen Lebensraum, dem Mekong, beim Schwimmen zu beobachten.

Kambodscha, Kampi, Irrawaddy-Delfine im Mekong beobachten
Kampi, Irrawaddy-Delfin im Mekong

In den Kleinstädten und Dörfern geht das Alltagsleben seinen gemächlichen Gang, weit ab von der Hektik der Metropole Phnom Penh. Einzig allein Kompong Cham hat etwas über 100 000 Einwohner. Ganz anders in Ratanakiri und Mondulkiri, diese Provinzen gehören zu den dünn besiedeltsten Gebieten Kambodschas. In keiner Region des Landes leben so viele ethnische Minderheiten. Zu den Hochland-Khmer, oder auch Khmer Loeu genannt, gehören Minoritäten, wie die u. a. Jarai, Rade, Tampuan, Brou, Kreung, Kavet sowie Bunong, die sich hier vor Jahrtausenden angesiedelt haben. Sie sprechen ihre eigene Sprache, Glauben an Naturgeister, pflegen diverse Rituale, vertrauen der Naturmedizin und bauen unterschiedliche Häuser.
Die Erde der Ost-Provinzen ist reich an Bodenschätzen, Gold wird aus den Gruben zu Tage gefördert und in Edelsteinminen finden die Schürfer den Onyx, Zirkon und Amethyst.

Kambodscha, Kratie, Stolzes Brautpaar
Kratie, Traditionelle Hochzeit