Tipps und Reportagen für eine Reise am Mekong in Thailand

Abenteuer Mekong – Von China nach Vietnam


Mekong – Grenzfluss zwischen Thailand und Laos

Der Mekong zwischen Thailand und Laos ist nicht nur Grenzfluss zweier Nationen, sondern Schnittstelle zwischen Zukunft und Vergangenheit, zwischen thailändischer Agilität und laotischer Lethargie.

Lesezeit: ca. 14 Minuten
Sob Ruak, Goldenes Dreieck: Blick von der Aussichtsplattform vom Wat Phra That Pha Ngao in Thailand, links Myanmar und rechts Laos
Sob Ruak, Am Mekong im Goldenen Dreieck treffen sich Thailand, Laos und Myanmar
INHALT:
Der Mekong in Thailand
1. » Mekong als Grenzfluss
2. » Buddhas Ranch im Dschungel
3. » Kochkurs in Chiang Mai
4. » Klinik für Thailands graue Riesen

Mekong: Thailändische Hektik und laotische Gelassenheit

Am Goldenen Dreieck trifft der Mekong erstmalig auf Thailand, streift das „Land des Lächelns“ für knapp 100 Kilometer und verabschiedet sich hinter Chiang Khong, um vorerst nach Laos zu verschwinden. Weiter südlich, nahe Chiang Khan, kommt er wieder zum Vorschein und wird zum Grenzfluss zu Laos für die nächsten 850 Kilometer. Lange schottete sich das kommunistische Laos auf der gegenüberliegenden Seite ab. Seit 1994, als die erste von vier Thai-Lao-Freundschaftsbrücken in Nong Khai eröffnet wurde, kommt wieder Schwung in die zwischenstaatlichen Beziehungen.

Thailand, Chiang Saen: Vom Tempel am Goldenen Dreieck hat man eine Aussicht auf dem Mekong und die Hügelketten auf laotischer Seite.
Chiang Saen, Buddhistischer Tempel am Mekong im Goldenen Dreieck

Goldenes Dreieck, Chiang Saen: Mae Nam Khong, „Mutter aller Wasser“, nennen die Thais und Laoten liebevoll ihren Mekong. Hier scheint der Fluss friedlich seinem Lauf zu nehmen.
Goldenes Dreieck, bei Chiang Saen, Der Mekong ist hier Grenzfluss zwischen Thailand und Laos.

Mekong, Goldenes Dreieck: Loy Krathong, das Lieblingsfest der Thais, findet zum Vollmond im November statt.
Chiang Saen, Schwimmende Gestecke setzen die Thais zu Loy Krathong auf das Wasser

In Khong Chiam nennen die Thais den Mekong „Fluss der zwei Farben“, weil er seine milchkaffeebraunen Wassermassen, die er vom Himalaya mitführt, mit dem klaren, blauschimmernden Strudeln des Mun-Flusses vermischt. Höhenangstgeplagte finden 20 Kilometer weiter nördlich auf dem Pha-Taem-Kliff beste Trainingsmöglichkeit. Im gleichnamigen Nationalpark bietet sich vom Plateau ein schwindelerregenden Ausblick auf den Mekong, besonders das Wolkenspiel zum Sonnenaufgang brennt sich tief ins Gedächtnis. Ein paar Stufen bergab, an den Felswänden des Kliffs, befinden sich über 3.000 Jahre alte prähistorische Felszeichnungen, die Einheimische erst im Jahr 1981 entdeckten.

Thailand, Khong Chiam: Ein Mönch betrachtet die 300 Felszeichnungen im Pha-Taem-Nationalpark.
Khong Chiam, Felszeichnungen oberhalb des Mekong im Pha-Taem-Nationalpark

Thailand: Vom Wat Tham Khuha Sawan bietet sich eine schöne Aussicht auf das ruhige Isandorf Khong Chiam und auf den Fluss der zwei Farben.
Blick vom Wat Tham Khuha Sawan in Khong Chiam am Mekong, in dem der Mun-Fluss mündet

Chiang Mai: Die Tempelanlage Wat Phra That Doi Suthep mit dem vergoldeten Chedi bietet einen fantastischen Ausblick auf die Stadt.
Chiang Mai, Vergoldeter Stupa im Wat Phra That Doi Suthep

Thailand, Rom Fa Thai: Vom 1.628 Meter hohen Berg Phu Chi Fa hat der Reisende einen atemberaubenden Blick auf die Berglandschaft von Thailand, Laos und auf den Mekong.
Rom Fa Thai, Vom Berg Phu Chi Fa kann man bei klarer Sicht sogar bis zum Mekong blicken.

Nakhon Phanom in Thailand: Bootsrennen auf dem Mekong. Im Oktober oder November findet in Nakhon Phanom das Lichterbootsfest (Huea Fai) statt.
Nakhon Phanom, Bootsrennen auf dem Mekong zum Lichterbootsfest Huea Fai

Thailand, That Phanom. Der verzierte Chedi vom Wat Phra That Phanom enthält einen Brustknochen von Lord Buddha.
That Phanom, Wat Phra That Phanom zählt zu den am meisten verehrten Heiligtümern im Isan.

Thailand, Ubon Rachathani, Khun Han: Im Wat Lan Khuat, Tempel der Millionen Flaschen, zeigen buddhistische Mönche, dass Flaschen und Kronkorken nicht in den Müll wandern müssen.
Ubon Rachathani, Dorf Khun Han, Mönche im Wat Lan Khuat (Tempel der Millionen Flaschen)

Pferdetempel im Goldenen Dreieck

Phra Khru Bah Nuachai Kosito ist kein gewöhnlicher Mönch. Sein Körper ist muskulös und gleicht einer lebenden Leinwand mit unzähligen Tätowierungen auf der Haut. Er diente in der thailändischen Armee, ist Meister im Muay-Thai-Boxen, liebt Pferde, nimmt gestrauchelte Jungen der Bergvölkern in seinem Kloster auf und gibt ihnen eine fundierte Ausbildung. In Thailands berühmt-berüchtigtem Goldenen Dreieck bestimmt der Handel und Anbau von Drogen seit Jahrzehnten den Alltag der dort lebenden Bergbevölkerung. Hier ist das Eldorado der Drogenbarone. Früher wurde auf abgelegenen Feldern Opium angebaut und damit gehandelt. Heute überschwemmen Metamphetamine in Form von bunten Pillen die Dörfer der Minoritäten und den weltweiten Drogenmarkt. Die thailändische Armee konnte dem Schmuggel in den undurchdringlichen Wäldern nichts entgegensetzen und bat Phra Khru Bah mit seiner charismatischen Ausstrahlung mitzuwirken, die Bergbevölkerung von dem Drogengeschäft abzubringen. Seitdem reitet der Abt oft tagelang durch die Berge zu den Minoritäten der Akha, Lisu, Lua, Hmong und Yao, und klärt die Dorfältesten über Drogen und deren Folgen auf.

Buddhas Ranch im Dschungel

Großes Vertrauen verschaffte sich der reitende Mönch bei den ethnischen Minderheiten, weil er nicht nur über Probleme spricht, sondern den Bergvölkern auch hilft, indem er aus ihren Dörfern einige Jungen in seinem Pferdekloster aufnimmt. Die meisten Kids haben bettelarme Eltern, sind sogar Waisen oder selbst drogenabhängig.

Mekong, Thailand, Goldenes Dreieck. Almosengang der Mönche und Novizen am Morgen im Pferdetempel (Golden Horse Temple)
Goldenes Dreieck, Pferdetempel Wat Phra Archa Thong, Junge Mönche beim Almosengang

Mittlerweile leben schon 16 Novizen von verschiedenen Volksgruppen im Kloster. Das hüglige Terrain, das die sakrale Anlage umgibt, zieht sich über fünf Berge und verwandelte sich seit der Gründung in eine riesige Ranch mit über 100 Pferden und Ponys. Überall wo man hinschaut stehen Bambushütten, Heuschober und Koppeln mit Pferdeställen.
Der Tagesablauf der Novizen ist streng reglementiert. Aufstehen vor dem Hellwerden, Morgenwäsche, Frühsport in Form von Boxübungen und Pferde füttern. Danach drücken sie die Schulbank. Phra Khru Bah legt auf den korrekten Tagesablauf großen Wert. „Die Jungs müssen sich an strikte Pünktlichkeit, Ordnung und Disziplin gewöhnen. Einige Eltern haben sich kaum um ihre Kinder gekümmert. Denen war es egal, ob ihr Sohn am Abend ungewaschen ins Bett geht“, ist sich der Abt sicher. „Die Pflege der eigenen Pferde ist ein ganz spezieller Teil der Erziehung. Hier lernen sie Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen. Pferde sind dafür sehr gut geeignet“, weiß der Mönch aus eigener Erfahrung. „Sie sind sehr sensibel und wenn die Tiere vernachlässigt werden, lassen sie es ihren Besitzer spüren.“

Thailand, Pferdetempel Wat Tham Pa Archa Thong: Die Novizen bekommen jeder ein eigenes Pferd, um das sie sich kümmern müssen.
Pferdetempel (Golden Horse Temple) im Goldenen Dreieck, Novize auf einem Pferd

Mönch Phra Khru Bah Nuachai Kosito hält es nie lange in seinem Kloster. Sein Platz ist der Pferderücken. Bald wird er wieder durch den Dschungel reiten und den Kampf gegen den Drogenschmuggel in den Wäldern weiterführen. Wenn er wieder zum Kloster zurückkehrt, sitzt mit Sicherheit ein kleiner Junge auf seinem Pferd. Ein Kind, das von ihm ein neues Zuhause bekommt. Auf die Frage, wie seine eigenen Pläne für die Zukunft aussehen, wird er philosophisch: „Alles ist ständig im Fluss, nichts steht still und ist für die Ewigkeit.“

Thailand, Goldenes Dreieck, Golden Horse Temple: Oberhalb vom Kloster befinden sich die Stallungen der Pferde.
Goldenes Dreieck, Novize mit Pferd im Morgenlicht im Pferdetempel Wat Phra Archa Thong

Goldenes Dreieck, Golden Horse Monastery: Mönch Phra Khru Bah war viele Jahre ein erfolgreicher Boxer der beeliebten Kampfsportart Muay Thai.
Mönch Phra Khru Bah lernt den Novizen das Boxen Muay Thai

Thailand, Goldenes Dreieck, Pferdetempel Wat Phra Archa Thong: An den Wochenenden besuchen viele Thais das Kloster, um gemeinsam mit Mönch Phra Khru Bah zu beten und zu spenden.
Goldenes Dreieck, Wat Phra Archa Thong, Abt Phra Khru Bah segnet die Gläubigen

Goldenes Dreieck, Pferdetempel: Viele Mönche in Thailand besitzen Tätowierungen.
Golden Horse Temple, Tätowierungen am Arm von Mönch Phra Khru Bah

In der Trockenzeit nehmen die Novizen mit ihren Pferden den Weg durch den Fluss als Abkürzung zum Kloster Das Goldenen Pferd in Thailand.
Novizen reiten durch den Fluss am Kloster Wat Phra Archa Thong

Thai-Kochkurs in Chiang Mai

Schon der Besuch auf dem Morgenmarkt in Chiang Mai lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Überall Berge aus frischen Obst, Gemüse, Gewürzen und Kräutern, alles strotzt vor Frische und satten Farben. Tausende Gerüche erreichen gleichzeitig die Nase, exotisch, fremdartig, betäubend. Eingelegter Tofu, zwanzig verschiedene Reissorten, Band-, Glas- und Schlupfnudeln, Süßkartoffeln, hier findet sich alles für das selbstgekochte Menü. Kochlehrerin Gayray erklärt an den Marktständen die Unterschiede zwischen Kaffir-Limetten und Zitronengras, Galgant und Ingwer, Morcheln und Mu-Err-Pilzen, zeigt, wie frische Kokosmilch für die beliebten Currys hergestellt wird, und klärt über die Schärfe der verschiedenfarbigen Chilis auf.

Chiang Mai, Kochschule Asia Scenic:  Kochlehrerin Gayray erklärt auf dem Markt die Herstellung und Verarbeitung von Kokosnussmilch.
Chiang Mai, Zum Kochkurs der Asia Scenic Thai Cooking School gehört ein Marktbesuch.

Obwohl Fastfood, Tiefkühlkost und Instantnudeln in Supermärken und einschlägigen Restaurant auf dem Vormarsch sind, legen die Thais noch sehr viel Wert auf Selbstgekochtes für das große Familienschlemmen. Die Zauberwörter dafür heißen Sanuk und Sabai, was soviel bedeutet wie Spaß und Wohlfühlen. Und genau das will Miss Gayray bei ihren Kursen in der Thai-Kochschule „Asia Scenic“ vermitteln. Sie studierte Kunstgeschichte, arbeitete als Fremdenführerin, danach packte sie selbst das Reisefieber und erkundete Thailands Nachbarländer. „Nirgendwo war das Essen so lecker wie bei uns“, schwärmt Gayray. „Ich habe oft die Kochkünste meiner Großmutter vermisst.“ Von ihr lernte Gayray die Zubereitung der vielen Gerichte und gibt jetzt Besuchern aus aller Welt die Geheimnisse der Thai-Küche weiter.

Darf es ein bisschen scharf sein?

In der Kochschule am Ende der schmalen Gasse Ratchadamnoen Soi 5 sind die Esstische schon liebevoll eingedeckt. Geschnippelt, gebrutzelt, geköchelt und verkostet wird im luftig überdachten Garten, gleich an der ruhigen Seitenstraße. Zaungäste sind willkommen. Die Kochstellen glänzen im Edelstahl-Look. Wok, Messer, Schneidebrett und Kochlöffel warten auf ihren Einsatz.

Thailand, Chiang Mai, Kochschule Asia Scenic. Gayray gibt in ihrer Cooking School viele Tipps, die beim Kochen mit Chili wichtig sind.
Chiang Mai, Kochkurs in der Asia Scenic Thai Cooking School

Auf dem Speiseplan steht als Starter ein frischer Papayasalat, weiter mit Tom Yam Gung, der klaren Suppe mit Garnelen, Galgant und Zitronengras. Als Hauptgericht wird es feurig-scharf mit dem Gang Kheow Wan Gai, einem Hühnchen-Curry mit grüner Chilipaste und als Brandlöscher ein Dessert mit Kochbananen in süßer Kokosmilch.

Thai-Curry zum Nachkochen

Lust zum Nachkochen von einem grünen Thai-Curry? Los geht`s! Die grüne Paste ist das Herzstück des Rachenputzers. Sie ist ein Mix aus vier Knoblauchzehen, einer roten Zwiebel, einem Teelöffel Koriandersamen, zwei Stangen Zitronengras, einem daumengroßen Stück Galgant, frisch geriebener Schale einer Kaffir-Limette und drei grünen Chilis (extrascharf). Alles im Mörser verreiben oder alternativ einen Mixer nutzen.
Jetzt geht’s ans Kochen. Zwei Esslöffel Kokosmilch im Wok erhitzen bis einem die Fettaugen anblinzeln. Dann die Paste dazugeben und eine Minute aufkochen lassen. Dabei fleißig rühren! Jetzt 200 g Huhn darin kurz garen, mit 230 ml Kokosmilch ablöschen und erneut aufkochen lassen. Nun wird es Zeit für die geviertelten Miniauberginen und den feingeschnittenen roten Chilistreifen (mild). Mit Fischsauce und Palmzucker den Geschmack abrunden. Garniert wird das Curry mit frischen Thai-Basilikumblättern. Voilà, guten Appetit!

Chiang Mai, Kochkurs in der Asia Scenic Thai Cooking School: Mehrere Gerichte stehen bei dem Kochkurs zur Auswahl. Hier die Zutaten für die rote Currypaste: getrocknete rote Chilis, Schalotten, Knoblauch, Gelbwurz, Galgant, Kaffir-Limette, Zitronengras und Koriandersamen.
Zutaten für ein Thai-Curry in der Kochschule Asia Scenic

Thailand, Kochkurs in der Kochschule Asia Scenic: Elektrische Mixer und Zerkleinerer sind tabu. Traditionell kommt der Mörser für die Paste zum Einsatz.
Kochkurs, Traditionell werden Pasten für Thai-Currys mit dem Mörser hergestellt.

Kochkurs in der Asia Scenic Thai Cooking School in Chiang Mai. Mit der grünen Currypaste ist Vorsicht geboten. Schärfer geht es nicht.
Kochschule Asia Scenic, Paste für ein grünes Thai-Curry

Kochkurs in Chiang Mai: Gang Kheow Wan Gai, zu deutsch grünes Thai-Curry mit Huhn, ist leicht bekömmlich, fettarm und verwöhnt die Geschmacksnerven.
Kochkurs, Gang Kheow Wan Gai, in Deutsch grünes Thai-Curry mit Huhn

Elefantenklinik in Lampang

Mahut Somchai lockt mit reifen Bananen. Nur noch einen Schritt! Behutsam verlagert Motala ihre drei Tonnen Gewicht auf das linke Vorderbein und stemmt sich nach vorn. Geschafft! Die neue Beinprothese sitzt. Ausgelassen wirft sich die Elefantendame mit dem Rüssel eine Ladung Sand ins Genick. Man sieht der schwergewichtigen Patientin die Lebensfreude an. Jetzt kann Somchai sie endlich entlassen – nein, nicht in den Dschungel, nur zurück ins überdachte Gehege. Motala ist Dauerpatientin im Elefantenkrankenhaus der Stiftung „Friends of the Asian Elephant“. Von der Auswilderung ihrer Schützlinge in ein natürliches Habitat träumt Tierschützerin Soraida Salwala oft. Die ehemalige Juweliermeisterin kehrte dem Familienunternehmen den Rücken, um 1993 das weltweit erste Elefantenkrankenhaus nördlich von Lampang zu gründen.
Als 1989 Thailands Regierung das Abholzen der Primärwälder für kommerzielle Zwecke unter Strafe stellte, wurden Elefantenführer mit ihren Elefanten über Nacht arbeitslos. Was macht man mit einem ausgewachsenen Jumbo, der am Tag bis 200 Kilo Grünzeug verdrückt und kein mehr Geld verdient? Vor diesem Problem standen hunderte Elefantenbesitzer. Viele Dickhäuter kamen in der Tourismusindustrie als Reittiere oder Zirkusclowns unter, andere müssen ihr Futter auf nächtlichen Betteltouren in Großstädten verdienen. Krankheiten sind da nicht zu vermeiden.

Beinamputation von Motala

Seitdem die von Spenden finanzierte Elefantenklinik ihre Pforten öffnete, behandelten hier die Ärzte über 3.000 Fälle. Auf dem Gelände mit einer Ausdehnung von fünf Fußballfeldern sind Unterstände, Spritzen, Medizinflaschen und Tablettenrationen genauso überdimensional groß, wie die zu behandelnden Patienten.

Thailand, Lampang, Elefantenklinik: Soraida Salwala, Gründerin der weltweit ersten Klinik für Elefanten, kennt von jedem Patienten Alter, Name und die Krankenakte.
Lampang, Gründerin der Elefantenklinik Soraida Salwala mit Dauerpatientin Motala

Die komplizierte Beinamputation von der tonnenschweren Motala war die bisher größte Herausforderung der Tierärzte im Hospital. Motala ist eines der vielen Minenopfern in dem seit Jahren schwelenden Bürgerkrieg zwischen dem Volksstamm der Karen und den regierenden Militärs in Myanmar. Die Junta verseuchte im Grenzgebiet zu Thailand weite Gebiete mit todbringenden Landminen. Nach der lebensbedrohlichen Amputation versorgten Tierärzte und Mahut Somchai neun lange Jahre das Bein, bis die Wunde endlich verheilte.

Lampang, Elefantenklinik: Jüngste Dauerpatientin im FAE Elephant Hospital, Elefant Mosha mit ihrer neuen Beinprothese.
Lampang, Elefantenkrankenhaus, Elefant Mosha mit Beinprothese

Ganz anders bei Kandidatin Mosha, das kecke Elefantenmädchen. Auch sie ist Dauerpatientin und beim Spielen im Alter von sieben Monaten ebenfalls auf eine burmesische Landmine getreten.

Neue Prothese für Motala

„Bei ihr verheilte der Fuß verhältnismäßig schnell“, erzählt Tierärztin Cruetong Kayan. „Mosha bedeutet in der Karen-Sprache Stern und sie kam in einer sternenklaren Nacht zu uns ins Hospital“, witzelt Frau Kayan und ist glücklich, dass Mosha ihre erste Prothese schon nach zweieinhalb Jahren tragen konnte. Tierschützern wie Soraida Salwala ist es auch zu verdanken, dass seit 2010 in Bangkok Mahuts mit ihren Elefanten nicht mehr betteln dürfen. Viele ihrer Patienten sind Straßenelefanten, die Nacht für Nacht durch Amüsiermeilen ziehen mussten. „Die Tiere haben erhebliche physische aber auch psychische Leiden“, erzählt Frau Salwala. „Wenn die Menschen mit den Elefanten weiter so umgehen, werden nachfolgende Generationen die Tiere nur noch in Büchern betrachten können“, schlussfolgert sie. „Früher haben unsere Vorfahren mit den Elefanten Kriege geführt, heute müssen wir um ihr Überleben kämpfen.“

Thailand, Lampang, FAe Elephant Hospital: Domestizierte Elefanten benötigen genauso viel Zuneigung wie bei uns Hunde oder Katzen. Elefanten vergessen  Misshandlungen  nie!
Tierärztin Dr. Kayan mit einem Elefantenbaby im FAE Elephant Hospital

Elefantenklinik in Thailand:  Tierärztin Cruetong Kayan behandelt das Schwanzende der Elefantenkuh Yui. In den Trekkingcamps kommt es oft zu Unfällen.
Elefantenklinik, Tierärztin Dr. Cruetong Kayan behandelt eine Elefantenkuh

Thailand, Lampang, Elefantenklinik. So sieht die neue Prothese von Motala aus. Vierteljährlich kommen aus Chiang Mai Mitarbeiter der „Prostheses Foundation“ und modifizieren die Kunstbeine.
Elefantenklinik, Mitarbeiter der Prostheses Foundation prüfen eine Beinprothese

Lampang, Elefantenklinik: Zweimal täglich behandelt Dr. Kayan den verletzten Fuß der Elefantenkuh Mae Kapae. Eine Landmine zerfetzte ihr rechtes Hinterbein.
Elefantenkrankenhaus, Tierärztin Dr. Kayan behandelt ein durch eine Landmine zerfetztes Bein.

Bildband Abenteuer Mekong

Der Bildband Abenteuer Mekong mit eindrucksvollen Aufnahmen und spannenden Reportagen nimmt dich mit auf die Reise in eine der aufregendsten Gegenden auf unserem Erdball. Schneebedeckte Berge und schwindelerregende Schluchten in Yunnan, das berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck in Thailand, smaragdgrüne Reisfelder und rauschende Wasserfälle in Laos, alte Khmer-Stätten mitten im Dschungel Kambodschas oder das amphibische Delta mit den schwimmenden Märkten in Vietnam sind nur einige Highlights am knapp 5000 Kilometer langen Mekong.

Dieser Bildband zeigt mit Fotos und Reportagen eine Reise entlang dem Mekong von China (Yunnan) über Thailand, Laos und Kambodscha bis nach Vietnam.

Abenteuer Mekong*

Für diesen Bildband sind wir insgesamt sieben Monate auf dem Mekong von China (Yunnan) bis nach Vietnam gereist.