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Aktuelle Tipps: Einreise in Montenegro mit dem Wohnmobil
Du möchtest mit dem Wohnmobil, Kastenwagen oder Bulli nach Montenegro einreisen und dort Urlaub machen? Hier bekommst du aktuelle Tipps für die Einreise von der Meldepflicht über die Geschwindigkeitsbegrenzung bis zur Pannenhilfe.

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Hi, wir sind Annett und Mario. Seit vielen Jahren arbeiten wir als Reisejournalisten und Fotografen mit dem Schwerpunkt Balkan. Wir schreiben und fotografieren für GEO, Stern, Spiegel, GEOSaison, Reiseführer und Bildbände.
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Artikelübersicht: Tipps für die Einreise in Montenegro
- Einreise / Meldepflicht
- Grüne Versicherungskarte
- Höchstgeschwindigkeit
- Licht im Straßenverkehr
- Nicht vergessen!
- Tanken und Tankstellen
- Maut und Vignette
- Was du noch wissen solltest!
- Pannenhilfe in Montenegro
- Montenegro Reisetipps
Einreise und Meldepflicht in Montenegro
Eine Reise mit dem Wohnmobil nach Montenegro muss gut vorbereitet sein. Daher solltet ihr euch vorher gründlich mit den Verkehrsregeln im Land und den gesetzlichen Einreisebestimmungen befassen. Als deutscher Staatsbürger kannst du bei einem touristischen Aufenthalt den Personalausweis für die Einreise verwenden. Der Aufenthalt darf dann nur nicht länger als 30 Tage betragen. Aber das sollte, um Montenegro kennenzulernen, völlig ausreichen. Ein wenig komplizierter wird es bei der Meldepflicht, wenn du deinen Aufenthaltsort wechselst. Hier musst du dich innerhalb von 24 Stunden polizeilich anmelden. Übernachtest du auf einem Campingplatz, übernimmt das in der Regel die Rezeption.
Grüne Versicherungskarte für Montenegro
Einige Länder verlangen immer noch die grüne Karte für Einreise mit dem Pkw oder Camper. Die grüne Versicherungskarte gehört bei Montenegro ins Gepäck und wird auch an der Grenze sporadisch kontrolliert. Wer weiter in Bosnien und Herzegowina oder weiter nach Albanien möchte, benötigt ebenfalls die grüne Karte. Übrigens: Die grüne Versicherungskarte wird von den meisten Versicherungen nur noch schwarz-weiß ausgegeben.
Höchstgeschwindigkeiten in Montenegro
Auf den Straßen in Montenegro gelten folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen, die auch unbedingt eingehalten werden sollten. Ansonsten kann es teuer werden. Solltet ihr doch mal das Gaspedal zu weit durchgetreten und ihr kommt in eine Kontrolle, dann lasst euch bei einer Geldstrafe immer einen Beleg geben.
- In der Ortschaft: Höchstgeschwindigkeit 50 km/h
- Auf Landstraßen: Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
- Auf Schnellstraßen: Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Achtung: Gespanne und schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen dürfen auf Schnellstraßen maximal 80 km/h fahren.
Mit oder ohne Licht in Montenegro fahren?
In Montenegro herrscht generell die Pflicht, tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Nebelscheinwerfer dürfen erst verwendet werden, wenn die Sichtweite unter 50 Meter beträgt.

Was nie im Fahrzeug fehlen darf!
Was ihr immer im Auto mit dabei haben solltet: Warndreieck, Ersatzglühbirnen, Verbandskasten und Warnweste. Bei dem Verbandkasten ist auf das Verfallsdatum zu achten.
Montenegro Reiseführer
Unser Favorit und Reisebegleiter für Montenegro: Der zurzeit aktuellste Reiseführer für Montenegro kommt aus dem Verlag Reise Know-How. Bei unseren Roadtrips durch Montenegro ist er unser ständiger Begleiter. Der Reiseführer ist auf 396 Seiten üppig gefüllt mit wertvollen Reisetipps, viel Hintergrundwissen und nützlichen Insidertipps. Die detaillierten Stadtpläne und Landkarten helfen uns zudem immer bei der Orientierung. Ohne diesen Reiseführer hätten wir einige Highlights in Montenegro verpasst und wären einfach daran vorbeigefahren.
TOP 10 » Reiseführer BALKAN
Tanken in Montenegro
Generell ist der Kraftstoff in Montenegro günstiger als in Deutschland. An der Küste ist das Tankstellennetz gut ausgebaut. Im Landesinneren ist es besser, du tankst auf Vorrat. Wir haben immer einen gefüllten fünf Liter Kanister im Bulli. Die meisten Tankstellen haben rund um die Uhr geöffnet. An allen Tankstellen sind bleifreies Benzin und Diesel erhältlich. LPG (Autoplin, Autogas) ist nicht überall erhältlich. Für die Autogasbetankung wird ein Adapter (DISH-Anschluss) benötigt. Tankstellen: EKO
Mautpflicht und Vignette in Montenegro
In Montenegro gibt es keine Maut, damit bleibt euch die Beschaffung einer Vignette erspart. Der 4,1 Kilometer lange Sozina-Tunnel auf der E 80 zwischen Podgorica und Bar ist für alle Fahrzeuge gebührenpflichtig. Für unseren Bulli kostet der Tunnel 5 € in der Kategorie III und für einen normalen PKW 2,50 € in der Kategorie II.
Alle Preise für den Sozina-Tunnel findest du hier: monteput.me
Was du noch wissen solltest!
- Anschnallpflicht: alle Insassen
- Alkohol am Steuer: max. 0,3 Promille
- Überholverbot bei Schulbussen
- Blinken beim gesamten Überholvorgang
- Kein Handy am Steuer
Pannenhilfe in Montenegro
Last but not least: Wenn du nicht im ADAC oder einem anderen deutschen Automobilclub bist, dann wird dir der Partnerclub vom ADAC bei einer Panne helfen.
Adresse: ADAC-Partnerclub
Kontakt Pannenhilfe / Notruf: 19807
Auto-moto Savez Crne Gore (AMSCG)
Poslovni centar “Krusevac”
Rimski trg 60
81000 Podgorica
Telefon: +382 20 234 999
E-Mail: ic_amscg@t-com.me
| Vorsichtig! Auf dem Land herrschen teilweise schlechte Straßenverhältnisse und Verkehrszeichen fehlen. Das kann zu einem erhöhten Unfallrisiko führen. Wenn möglich, solltet ihr Nachtfahrten vermeiden, denn nicht jeder, der dir zur fortgeschrittenen Stunde entgegenkommt, ist wirklich nüchtern und könnte mehr als 0,3 Promille intus haben. |
Neue Reiseführer und Karten für Montenegro
Mit diesen Reiseführern und Landkarten für Montenegro haben wir unsere Reise vorbereitet. Wir können keinen einzelnen Reiseführer empfehlen, weil alle ihre Vorzüge haben. Zum Beispiel beim » Reise Know-How „Roadtrip Handbuch Balkan-Insel* sind es das frische Layout und die Reisebeschreibungen. Den » Stefan Loose Balkan, Die Adria-Route* haben wir genommen, weil er der neueste Reiseführer für die Balkanroute auf dem Markt ist. Der » Reiseführer Dumont Montenegro* von 2022 ist echt witzig geschrieben, nicht langweilig und prall gefüllt mit Infos und Geheimtipps.
Stefan Loose: Balkan, Die Adria-Route
Individueller Reiseführer für Camper und Backpacker: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien mit viel Adria und etliches vom Hinterland. Die Autoren sind selbst begeisterte Camper – und das merkt man dem Reiseführer auch an. Dieser Reiseführer ist im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.
TOP 10 » Reiseführer BALKAN
Montenegro: Allgemein
Unter Reiseinformationen findest du weitere Tipps zu Verkehrsmitteln und allgemeinen Kosten in Montenegro und unsere fünf Lieblingsstrände an der Adria.
Reiseinformationen
Reiseinformationen Montenegro
Tipps für deine Reiseplanung
Beste Reisezeit
In Montenegro hat jede Jahreszeit hat ihre Reize. Die meisten Urlauber kommen im Sommer. An der Adria kann man von Mai bis Anfang Oktober beachen. Für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten in den Bergen sind die Monate Juni bis September ideal.
Einreise
Deutsche benötigen für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen nur den Personalausweis. Bis zu 90 Tagen ist ein Reisepass erforderlich.
Unterwegs
Das Straßennetz in Montenegro ist gut ausgebaut und asphaltiert. Abseits der Hauptstraßen sind die Straßen schmal und teils geschottert. Auch der Durmitor-Ring ist eine enge Asphaltstraße. Am flexibelsten ist man mit einem Camper oder Mietwagen unterwegs. Busse verbinden die Städte und Touristenzentren. In der Bucht von Kotor fährt die Busgesellschaft Blue Line, Tickets ab € 1,50. Wer in den Nationalpark Durmitor möchte, benötigt von der Hauptstadt Podgorica bis Žabljak ca. 2,5 Stunden, Ticket ab € 10. Besonders beliebt ist die spektakuläre Zugfahrt mit der sogenannten Tito-Bahn von Bar nach Kolašin (2,5-3 Stunden, Ticket ab € 5,40) oder sogar bis Belgrad. Dabei geht es durch grandiose Landschaften wie den Morača Canyon, durch zahlreiche Tunnel und über die höchste Eisenbahnbrücke Europas, den Mala-Rijeka-Viadukt. Infos bei der Eisenbahn Montenegro Željeznica Crne Gore (ŽCG).
Kost & Logis
Wie in allen Balkanländern dominieren auch in Montenegro die Fleischgerichte die Speisekarte. Nach einer Wanderung im Nationalpark Durmitor stärkt man sich im »Restaurant Crno Jezero« mit Blick auf den Schwarzen See mit Kalb oder Lamm unter der Glocke inkl. Kartoffeln für € 15,50. Für Vegetarier und Veganer wird es da schon schwieriger. Aber Pasta, Risotto und Salate bekommt man überall. An der Küste gibt es eine reiche Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten, z. B. in Perast mit Blick auf die Kotor-Bucht im »Restaurant Dardin« (Doradenfilet mit Püree und Trüffeln € 18). Am Skutarisee servieren viele Restaurants frischen, marinierten oder geräucherten Karpfen, Forelle, Aal oder Barsch, z. B. in Rijeka Crnojevića im »Restaurant Mostina« (Mostina-Platte mit 1 kg Fischvariationen € 35). Zum Essen sollte man ein montenegrinisches Nikšićko Pivo (ab € 2,50) oder ein Glas Wein (ab € 3,20 von Plantaže, dem größten Weinproduzenten des Landes) und als Dessert Priganice, in Öl ausgebackene Krapfen, probieren.
Auskünfte
Nationale Tourismusorganisation von Montenegro
Nationalparks in Montenegro
Die Eintrittspreise der Nationalparks sind unterschiedlich, z. B. kostet das Tagesticket für den Skutarisee und Durmitor € 5, Biogradska Gora € 4, andere € 3. Wer alle 5 Nationalparks (Skadasko Jezero, Durmitor, Biogradska Gora, Lovćen und Prokletije) besuchen möchte, kauft sich am besten ein Sammelticket für € 13,50, das ein Jahr gültig ist und zum mehrmaligen Besuch berechtigt.
Reiseführer + Karte
»Montenegro«, Lonely Planet Englische Ausgabe Juni 2024, € 16,99; »Montenegro«, Michael Müller Verlag April 2024, € 19,90; »Montenegro«, Reise Know-How Juni 2022, € 19,90; »Landkarte Montenegro«, 1:160.000, Reise Know-How Februar 2024, € 12
Preisniveau
DOPPELZIMMER
einfach ab € 30–55
mittel ab € 55–100
gehoben ab € 100
ESSEN GEHEN
Frühstück ab € 6
Dinner einfach ab € 9
gehoben ab € 23
GETRÄNKE
Softdrink ab € 2
Bier ab € 2,50
Glas Wein ab € 3,20
UNTERWEGS
Mietwagen ab € …/Woche
Taxi ab € 1/km
Bus z. B. Budva-Petrovac na Moru € 3,50
TAGESETAT € 70
Mindestausgaben bei einfachen bis mittleren Ansprüchen inkl. ½ DZ.
Unser Ausflugstipp zum Nationalpark Biogradska Gora
Europa hat nur noch wenige Urwälder. Einer davon befindet sich im Nationalpark Biogradska Gora (Eintritt € 4) auf einer Fläche von 1.600 Quadratmetern. Mittendrin liegt der Gletschersee Biogradsko Jezero, der auf einem 3,4 Kilometer langen Wanderweg umrundet werden kann. Vom kostenlosen Parkplatz führt ein kurzer Weg zum Biogradsko Jezero Restoran mit montenegrinischer Küche (Njeguši Steak mit Ofenkartoffel € 13,50). Gut gestärkt kann man dann zum atemberaubenden Aussichtspunkt Bendovac auf 1.774 Meter Höhe wandern und den Blick über den See und die Buchenwälder schweifen lassen. Oben auf dem Plateau besteht die Möglichkeit inmitten blühender Almwiesen zu übernachten (Camp Janketic mit kleinen Holzhütten, Booking EZ/DZ € 32/42 ÜF) und die Milchstraße ohne jegliche Lichtverschmutzung zu genießen. Einfach himmlisch dort oben!
Die fünf schönsten Strände in Montenegro
Morinj (Kotor-Bucht): Der Morinjska Beach ist eine 200 Meter lange Sandsichel mit grobem Kies, von dem es sehr seicht ins Wasser geht. Gleich nebenan kann man sich auf der Außenterrasse der Tramontana Beach Bar einen Cocktail (Caipirinha € 7,70) oder eine leckere Pizza (Capricciosa € 10,80) gönnen.
Budva: Die benachbarten Strände Mogren und Mogren 2 liegen versteckt hinter einem Karstberg und sind durch einen Felstunnel miteinander verbunden. Hier kann man sich von der letzten Party in Budva erholen und auf die nächste vorbereiten. Am Mogren Beach gibt es eine kleine Strandbar.
Sveti Stefan: Den besten Blick auf die berühmte Hotelinsel hat man von den beiden Stränden direkt vor der Insel. Der linke Strand ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Der rechte Strand ist den Inselgästen vorbehalten, es sei denn, man ist bereit, € 198 für 2 Liegestühle und einen Sonnenschirm zu bezahlen.
Petrovac na moru: Der 250 Meter lange Strand Lučice, umgeben von einer Berglandschaft mit alten Pinien, zählt mit seinem kristallklaren Wasser zu den schönsten Badestränden und ist bei Schnorchlern äußerst beliebt.
Ulcinj: Ganz im Süden von Montenegro liegt der 13 Kilometer lange Long Beach und ist damit der längste Strand Montenegros. Sein dunkler Sand ist so fein, dass er durch eine Sanduhr rieseln könnte.
TIPP: An den meisten Stränden in Montenegro sind Badeschuhe von Vorteil, weil sie steinig sind.



