Tara-Schlucht, Montenegro: Tipps und Aktivitäten

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Tipps für die Tara-Schlucht

Mit einer Länge von fast 80 Kilometern und einer Tiefe von über 1.300 Metern ist der Tara Canyon eine Schlucht der Superlative. Er ist der tiefste und längste Canyon von Europa und gehört zu den tiefsten Schluchten der Welt. Und gleichzeitig ein Abenteuerspielplatz für Outdoor-Aktivitäten wie Rafting, Ziplining, Hiking und sogar Baden. Highlight ist die Durdevica-Tara-Brücke, die den Fluss Tara überspannt. 

Mach dich auf zur spektakulären Tara-Schlucht in traumhafter Natur, genieße den atemberaubenden Ausblick von der Tara-Brücke, sause mit der Zipline über den Tara Canyon oder versuche dich im Wildwasser-Rafting. Hier findest du die besten Tipps für die Tara-Schlucht zu allen Highlights, Aktivitäten, Unterkünften und Anreisemöglichkeiten.

Sonnenaufgang an der Durdevica Tara Brücke in der Tara-Schlucht
Morgenstimmung an der Tara-Brücke im Tara Canyon

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Hi, wir sind Annett und Mario. Seit vielen Jahren arbeiten wir als Reisejournalisten und Fotografen mit dem Schwerpunkt Balkan. Wir schreiben und fotografieren für GEO, Stern, Spiegel, GEOSaison, Reiseführer und Bildbände.

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Artikelübersicht für Tara-Schlucht

  1. Tipps für den Tara Canyon
  2. Tara Canyon: Highlights
  3. Hotels an der Tara
  4. Campingplatz im Tara Canyon
  5. Campingplätze an Tara-Brücke
  6. Tara Canyon: Aktivitäten
  7. Tagestrip mit Tara-Brücke
  8. Ausflug: Mäander Cehotine
  9. Anreise
  10. Beste Reisezeit

Reisetipps für die Tara Schlucht

Mal reißend über Stromschnellen, Kaskaden und massive Felsen, mal sanft dahinfließend – der türkisgrüne Fluss Tara hält immer wieder Überraschungen bereit. Über 140 Kilometer schlängelt sich die Tara durch den Norden von Montenegro und ist damit der längste Fluss des Landes. Der schönste Abschnitt der Tara befindet sich hinter Mojkovac bis zur berühmten Tara-Brücke und weiter über die Gemeinde Zabljak bis nach Scepan Polje an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Auf ihrem Weg hat die Tara einen fantastischen Canyon von 78 Kilometern Länge in den Kalkstein gegraben. Der Fluss Tara fließt durch den Nationalpark Durmitor, der 1980 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Mit ihrer wilden Schönheit zählt die Tara Schlucht zu den faszinierendsten Naturwundern Europas.

Wolkenfetzen liegen über der Tara-Schlucht mit Fluss Tara im Durmitor-Nationalpark
Der Tara-Fluss mäandert durch den großen Tara Canyon.
Durdevica Tara Brücke über dem Tara Canyon zwischen bewaldeten Bergen im Nationalpark Durmitor
Durdevica-Tara-Brücke – ein Wahrzeichen Montenegros

Montenegro Reiseführer

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Highlights in der Tara Schlucht

Die Tara-Schlucht in Montenegro hat viele Highlights und ist damit ein Paradies für Abenteurer und Naturliebhaber gleichermaßen. Hier können Besucher aufregendes Wildwasser-Rafting auf dem klaren Fluss Tara erleben oder die zahlreichen Wanderwege erkunden, die atemberaubende Ausblicke auf die Schlucht und die umliegenden Berge bieten. Für Mutige gibt es die Möglichkeit, die Schlucht per Zipline aus der Vogelperspektive zu sehen. Fotografen werden von der malerischen Schönheit der Felsformationen, grünen Hügel und des glitzernden Flusses begeistert sein.

Zipline über den Fluss Tara im Tara Canyon im Durmitor-Nationalpark
Zipline-Erlebnis in der Tara-Schlucht

Mit dem Camper durch die Tara-Schlucht

Unser Roadtrip mit dem Bulli durch die Tara-Schlucht beginnt in Kolasin. Wir folgen der Tara auf der Nationalstraße M2 von Kolasin nach Mojkovac. Hier besichtigen wir die serbisch-orthodoxe Kirche der Geburt Christi mit ihren farbenprächtigen Wandmalereien und decken uns im Stadtzentrum mit Proviant ein. Dann geht es auf der R10 (bei Google P4) in westlicher Richtung durch das herrlich grüne Tara-Tal bis zum Highlight, der gigantischen Durdevica-Tara-Brücke im Durmitor-Nationalpark. Damit fahren wir auf einem Teilstück der „Krone Montenegros“, der Panoramastraße 1.

Flussbiegung der Tara in der Tara-Schlucht im Nationalpark Durmitor
Flussschleife der Tara im Durmitor-Nationalpark
Serbisch-orthodoxe Kirche der Geburt Christi in Mojkovac
Mojkovac: Geburt-Christi-Kirche
Wand- und Deckenmalereien in der Kirche der Geburt Christi in Mojkovac
Farbenfrohe Wand- und Deckenmalereien
Almwiese mit Blumen in der Tara-Schlucht im Nationalpark Durmitor
Alm mit Blumen im Tara Canyon im Durmitor-Nationalpark

Vorbei an Almwiesen mit tausenden bunten Blumen, flankiert von schroffen Bergen und durch den urzeitlichen Schwarzkiefernwald Crna Poda, wo riesige, schwarzstämmige Nadelbäume 50 Meter und mehr in den Himmel ragen. Immer wieder müssen wir anhalten und die Kamera zücken, wie am Viewpoint mit dem Denkmal Spomenik Dusan.

Aussichtspunkt am Denkmal Spomenik Dusan in der Tara-Schlucht
Blick vom Aussichtspunkt am Denkmal Spomenik Dusan

Eine Nacht bleiben wir auf dem Campingplatz Eko Oaza. Hier im idyllischen Tara-Tal inmitten unberührter Natur, umgeben von Bergen und Wäldern, warten Rasen-Stellplätze und Holzbungalows auf die Gäste. Und ein Willkommenstrunk aus selbstgemachtem Saft oder Rakija. Adrenalinjunkies können im Camp eine Rafting- oder Kajaktour auf der Tara buchen. Wer lieber wandert, kann zum 1.486 Meter hoch gelegenen Waldsee Zabojsko Jezero im Gebirge Sinjajevina, auch bekannt als Sinjavina, hinaufkraxeln. Oder auf dem Campingplatz Eko Oaza relaxen, im Fluss Tara baden oder angeln (auch Fliegenfischen). 

Rafting auf dem Fluss Tara in der Tara Schlucht im Nationalpark Durmitor
Nichts für Angsthasen: Rafting auf dem Tara-Fluss im Tara Canyon

Balkan: Stefan Loose, Die Adria-Route

Individueller Reiseführer für Camper und Backpacker: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien mit viel Adria und etliches vom Hinterland. Die Autoren sind selbst begeisterte Camper – und das merkt man dem Reiseführer auch an. Dieser Reiseführer ist im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.

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TOP 10 » Reiseführer BALKAN

Kloster des Heiligen Georg

Nach einer angenehmen Nacht in unserem Bulli sehen wir am Morgen nichts, überall Nebel. Wenig später wabern immer noch Nebelschwaden, die die Schwarzkiefern an den Berghängen nur schemenhaft erkennen lassen. Gut gestärkt sind wir neugierig auf eine Sehenswürdigkeit, die auch du nicht verpassen solltest: Den Besuch des Klosters St. Georg (📍Google Maps) in Dobrilovina. Die Abtei, die auf Montenegrinisch Manastir Svetog Dorda heißt, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Aufgrund mehrerer Brände sind die Ikonenwand und der Glockenturm, beide aus Holz, jüngeren Datums und „nur“ etwa 100 Jahre alt.

Kloster des Heiligen Georg (Manastir Svetog Dorda) im Dorf Dobrilovina im Tara Canyon, Montenegro
Im Dorf Dobrilovina befindet sich das Kloster St. Georg.

Das Kloster war die erste Schule im Tara-Tal. Bis zum 2. Weltkrieg führten Mönche hier ein religiöses Dasein. In der kommunistischen Zeit wurde das Gotteshaus als Pferdestall genutzt. Heute leben hier zwei freundliche Nonnen, Mutter und Tochter. Letztere wohnt seit 16 Jahren hier und zeigt jedem Besucher gerne das Kloster Sveti Dorde. Einzigartig ist neben der Ikonostase und den Wandmalereien die Darstellung von Maria und Jesus mit reliefartigem Heiligenschein links vom Eingang.

Unsere Tipps für das Kloster Svetog Dorda

  • Innen nur mit den Augen fotografieren. Handy oder Kamera müssen in der Tasche bleiben.
  • Über eine kleine Spende nach der Führung freuen sich die Nonnen sehr.
  • Respektvolle Kleidung tragen, keine Tops und kurzen Hosen.
Buntes Mosaik mit Heilgen im Kloster St. Georg (Manastir Sveti Dorde) im Dorf Dobrilovina in der Tara-Schlucht
Manastir Svetog Dorda
Kloster St. Georg im Dorf Dobrilovina in der Tara-Schlucht
Kloster Sveti Dorde in der Tara-Schlucht

Durdevica-Tara-Brücke im Tara Canyon

Wieder on the Road mit zahlreichen Fotostopps cruisen wir gemächlich dem nächsten Highlight entgegen: der berühmten Durdevica-Tara-Brücke (📍Google Maps) – ein Wahrzeichen Montenegros. Die auch genannte Tara Most liegt im Dorf Budecevica im Nationalpark Durmitor auf 780 Höhenmetern. Eben noch ganz ruhig im beschaulichen Tara-Tal, an der imposanten Tara-Brücke das ganze Gegenteil. Touristen, über Touristen, die wegen der drei Ziplines und der grandiosen Aussicht von der Tara-Brücke in den Canyon mit den steil aufragenden Felswänden und dem turbulenten Fluss Tara kommen.

Durdevica-Tara-Brücke im tiefstem Canyon Europas, der Tara-Schlucht im Durmitor-Nationalpark
Tara-Brücke überspannt mit 365 m den Fluss Tara.

Die Brückenkonstruktion ist einmalig und war zur Fertigstellung im Jahr 1940 sogar die höchste Brücke von Europa. Wer sie überqueren will, muss über 365 Meter zurücklegen und sollte vor allem keine Höhenangst haben. Vorsicht, der Fußweg, wenn man ihn überhaupt so bezeichnen kann, ist schmal und der Verkehr auf der Brücke tagsüber nicht gerade gering. Nun stehen auch wir auf der Tara-Brücke im tiefsten Canyon Europas, 170 Meter über dem Grund der Schlucht, etwas mulmig ist uns schon zumute und wir können uns kaum satt sehen. Wir checken auf dem Campingplatz Regata Miro ein und genießen die atemberaubende Abend- und Morgenstimmung an der Tara-Brücke – was für ein tolles Fleckchen Erde!

Souvenirstand an der Tara Brücke im Tara Canyon
Souvenirverkauf an der Tara-Brücke
Verkauf von Souvenirs an der Tara Brücke
Wer kauft nur die vielen Souvenirs?

Montenegro: Packliste und Checkliste für den Urlaub und Camping

» Zur Checkliste …

Das sind die wichtigsten Dinge, die wir bei der ersten Reise nach Montenegro total vermisst haben.

Unsere Tipps für die Tara Schlucht

  • Suchst du den Adrenalinkick? Fliege mit einer der drei Ziplines über den Tara Canyon.
  • Für Aktive: Wildwasser-Rafting- und Kajak-Touren auf der Tara (siehe Outdoor-Aktivitäten).
  • Wandere vier Kilometer nach Norden zum kleinen Kloster Sv. Arhangela Mihaila. In der Nähe ist ein Zugang zum Fluss Tara.
  • Übernachte im Camper oder in einem Hotel an der Durdevica Tara Brücke, so hast du die Brücke morgens und abends fast für dich allein.
  • Den besten Blick auf die Brücke hast du vom Kljajevica Orchard Camping.
  • Von der Tara-Brücke kannst du weiter nach Zabljak fahren und deinen Roadtrip auf dem Durmitor-Ring fortsetzen.
Tara-Brücke in der Tara-Schlucht im Nationalpark Durmitor
So leer ist die berühmte Tara Brücke nur am Morgen.

Hotels und Gästehäuser an der Tara-Brücke

Wenn du nicht mit dem Wohnmobil oder Van unterwegs bist, kannst du an oder in der Nähe der Tara-Brücke übernachten. So bietet sich die einmalige Gelegenheit, die Tara-Schlucht und Brücke abseits vom Touristenrummel zu erleben. Und ein Übernachtungsstopp lohnt sich auf jeden Fall!

Die ersten beiden Hotels liegen im Zentrum des Geschehens an der Tara-Brücke. Keine Sorge, ab 17 Uhr sind die Tagesausflügler weg und man kann gut schlafen.

  • Das » Motel Tara MB* offeriert angenehme Zimmer und ein Restaurant mit dem besten Blick auf die Tara-Schlucht.
  • Gleich nebenan ist das » Tara Bridge Castle* mit teilweise holzgetäfelten Zimmern und dem Restaurant Most.
  • Rustikale Zimmer in schöner Natur vermietet das » Guest House Tara Canyon*. Aufenthaltsraum und Feuerstelle sind vorhanden. Hier beginnt die längste Zipline von Montenegro.
Hotels, Appartements, Resorts und Gästehäuser für die Tara-Schlucht in Montenegro

Hotels und Guesthouses

Motel Tara MB an der Tara-Brücke im Durmitor-Nationalpark
Super Aussicht: Direkt an der Tara-Brücke steht das Motel Tara MB.

Campingplatz in der Tara-Schlucht

Im Tara Canyon zwischen Mojkovac und der Tara-Brücke gibt es nur wenige Campingplätze. Wir haben den besten besucht und uns im Camp Eko Oaza – Tear of Europe sehr wohlgefühlt. An der Tara-Brücke ist die Auswahl an Camps größer. Jeder muss für sich entscheiden, auf welchem der vier aufgelisteten Campingplätze er übernachten möchte.

Eko Oaza – Tear of Europe

Ein wunderschön gelegener Campingplatz im Tara Canyon ist Eko OazaTear of Europe. Er liegt oberhalb des Flusses Tara in Gornja Dobrilovina nahe dem Kloster Sveti Dorde, 25 Kilometer von Mojkovac und 22 Kilometer von der Tara-Brücke. Ausstattung: Stellplätze für Wohnmobile auf der Wiese und gemütliche Holzbungalows, Aufenthaltsräume, Grillplatz, Geschirrspülbecken und Waschmaschine. Und was für Bäder! Ja, wirklich picobello sauber, mit Seife und Toilettenpapier, abschließbar inkl. Duschkabine, WC und Waschbecken. Wer möchte, kann im Eko Oaza Camp Frühstück und Abendessen bestellen oder eine Tour buchen. Und für einen Sprung in die kalte Tara gibt es unterhalb des Camps eine Badestelle, die in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Adresse: Eko Oaza – Tear of Europe, Gornja Dobrilovina, Telefon: 00382-69 444590.

Wer mit dem Auto oder Mietwagen in Montenegro unterwegs ist, kann im » Bungalow oder Katun* übernachten.

Rezeption vom Campingplatz Eko Oaza – Tear of Europe im Dorf Gornja Dobrilovina in der Tara Schlucht
Anmeldung vom Camp Eko Oaza – Tear of Europe
Infotafel auf dem Campingplatz Eko Oaza – Tear of Europe in der Tara-Schlucht
Campingplatz Eko Oaza – Tear of Europe
Campingplatz Eko Oaza – Tear of Europe mit rotem Wohnmobil im Dorf Gornja Dobrilovina in der Tara Schlucht
Unser Stellplatz auf dem Campingplatz Eko Oaza – Tear of Europe im Tara Canyon
Tara-Fluss im Tara Canyon am Campingplatz Eko Oaza – Tear of Europe
Tara-Fluss nahe Campingplatz Eko Oaza

Campingplätze an der Tara-Brücke

Bei unserem Besuch an der Tara Brücke haben wir uns einige Campingplätze angeschaut. Östlich der Tara findest du die zwei Locations: Kljajevica Orchard Camping und Kamp Kljajevica Luka. Westlich des Flusses, direkt an der Brücke, liegen Camp Regata Miro und etwas unterhalb der Tara Brücke das Camp Budecevica.

Kljajevica Orchard Camping

Überwältigend, grandios, sagenhaft – wir könnten die Reihe der Adjektive fortsetzen, aber so lässt sich die Aussicht vom Kljajevica Orchard Camping wirklich beschreiben. Allerdings nur, wenn du einen der vorderen Stellplätze auf der Bergkuppe ergatterst. Zur minimalen Ausstattung gehören zwei kleine Unterstände mit Sitzgruppe, einer mit Spüle und Getränkekühlschrank sowie Holzbänke im Freien. Zu unserer Recherchezeit gab es nur ein Toilettenhäuschen 100 Meter am Hang, nur das Herz fehlte. Baumaterial war schon vorhanden – vielleicht gibt es ja bald neue Sanitäranlagen. Die Dusche kann beim Besitzer im Haus in der Obstplantage mitgenutzt werden. Adresse: Kljajevica Orchard Camping, Durdevica Tara, Pljevlja, Telefon: 00382-68 664406.

Wer mit dem Auto oder Mietwagen in Montenegro unterwegs ist, kann in einem » Zimmer Kljajevica Orchard* übernachten.

Stellplatz vom Campingplatz Kljajevica Orchard im Morgennebel an der Tara-Brücke in der Tara Schlucht
Kljajevica Orchard Camping im Morgennebel

Kamp Kljajevica Luka

Vielleicht der Platzhirsch in Sachen Camping und Touren an der Tara-Brücke: Kamp Kljajevica Luka. Auf dem großen Wiesengelände gruppieren sich Holzhütten und ein rustikales Restaurant. Bei den Stellplätzen hast du freie Auswahl, allerdings ist der Rasen teils uneben und abschüssig. Begrenzte Anzahl an Sanitäreinrichtungen (3 WCs und 3 Duschen), da wird es bei vielen Campern eng. Großes Tourenangebot an Rafting (auch mit Holzfloß), Ziplining, Canyoning und Fotosafaris. Super Blick zur Tara-Brücke, überdachte Feuerstelle. Der Besitzer spricht Deutsch. Adresse: Kamp Kljajevica Luka, Durdevica Tara, Pljevlja, Telefon: 00382-69 605559.

Wer mit dem Auto oder Mietwagen in Montenegro unterwegs ist, kann in einem » Bungalow* im Kamp Kljajevica Luka übernachten.

Auto und Wohnwagen auf dem Campingplatz Kamp Kljajevica Luka, im HIntergrund die Durdevica-Tara-Brücke im Nationalpark Durmitor
Kamp Kljajevica Luka an der Durdevica Tara Brücke

Camp Regata Miro

Wir haben uns für den kleinen Campingplatz Regata Miro entschieden, weil er direkt an der Tara-Brücke liegt. So waren wir ganz nah und schnell am Fotospot. Hier standen wir auf etwas Kies, was bei Regenwetter ideal ist. Es gibt ca. 12 Stellplätze, ein modernes Waschhaus mit 2 WCs und 2 Duschen, einen Minimarkt und fünf überdachte Sitzbereiche. Restaurant und Zipline sind gleich in der Nähe. Adresse: Camp Regata Miro, Budecevica, Telefon: 00382-69 311032.

Montenegro Karte mit Sehenswürdigkeiten, Orte, Reiseziele und Highlights

» Montenegro-Karte

Unsere Karte von Montenegro mit allen Highlights und Reisezielen.

Camp Budecevica

Das Camp Budecevica, auch bekannt als Camp Most, ist ein eher kleiner Campingplatz und befindet sich südwestlich der Tara-Brücke, auf 650 Höhenmetern. Auch hier herzlicher Empfang mit Rakija beim netten Gastgeber, der weder Englisch noch Deutsch spricht. Etwas ungepflegte Sanitäreinrichtungen. Waschmaschine, überdachte Sitzgelegenheit und Holzhütten vorhanden. Ziemlich steile Zufahrt über eine Schotterstraße. Adresse: Camp Budecevica, Budecevica, Telefon: 00382-68 682713.

Campingplatz Budecevica am Fluss Tara nahe der Tara-Brücke im Durmitor-Nationalpark
Camp Budecevica nahe dem Tara River und der Durdevica Tara Brücke

Outdoor-Aktivitäten im Tara Canyon

Wildwasser-Rafting auf der Tara

Die Tara-Schlucht ist ein Eldorado für Wassersportler. Beliebteste Outdoor-Aktivität in der tiefsten Schlucht Europas ist auf jeden Fall das Wildwasser-Rafting. Verschiedene Veranstalter organisieren geführte Tages-, Zwei- oder Dreitagesausflüge. Mehrtägige Trips beinhalten meist Übernachtung, Verpflegung und Transfer. Zum Einsatz kommen Schlauchboote, Kajaks oder an seichten Stellen Holzflöße. Es gibt auch Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und natürlich für Anfänger. Die Saison für Wassersport auf der Tara dauert von April bis Oktober. Vorsicht Anfänger: Nach der Schneeschmelze im Frühjahr ist die Tara am rauesten. Hier kannst du dein » Rafting-Abenteuer* buchen.

Schlauchboot mit Touristen im Tara Canyon beim Wildwasser-Rafting auf dem Fluss Tara
Angesagte Freizeitaktivität in der Tara-Schlucht ist das Rafting.
Touristen mit Paddeln im Schlauchboot beim Rafting auf dem Tara-Fluss in der Tara-Schlucht im Nationalpark Durmitor
Cooles Abenteuer: Wildwasser-Rafting auf dem Fluss Tara im Durmitor-Nationalpark

Zipline über den Tara Canyon

Gehörst du zu den Mutigen? Dann kannst du das an der Durdevica-Tara-Brücke beweisen. Hier hast du die Auswahl zwischen drei Ziplines. Je nach Länge und Geschwindigkeit schwebst du über die tiefste Schlucht Europas.

Am Guest House Tara Canyon, knapp zwei Kilometer nördlich, befindet sich der Start der längsten und schnellsten Zipline von Montenegro, der Extreme Zip Line Tara. Hier rast du mit 80 bis 120 km/h auf einer Länge von 1.050 Metern über den Tara Canyon. Buche gleich dein unvergessliches Erlebnis mit der » Tara Bridge Zipline*.

Zipline über dem Fluss Tara in der Tara Schlucht
Auf drei Ziplines gehts über den Tara Canyon.
Zwei Jeeps für den Transfer zur längsten Zip Line von Montenegro
Mit Jeeps gehts zur längsten Zip Line Montenegros.
Zipline und Motel Tara MB an der Tara-Brücke im Nationalpark Durmitor
Unterhalb vom Motel Tara MB beginnt eine Zip Line.

Tagestrip mit Tara-Brücke

Entdecke bei einem Tagesausflug die schönsten Sehenswürdigkeiten von Montenegro wie den Schwarzen See im Durmitor-Gebirge, das Felsenkloster Ostrog und die Durdevica-Tara-Brücke im Tara Canyon. Die Brücke ist der ideale Stopp für ein aufregendes Zipline-Abenteuer. Neugierig geworden? Dann schließ dich der geführten » Tagestour zu den Highlights im Norden* an.

Zwei Wanderer am Schwarzer See bei Zabljak im Durmitor-Nationalpark
Schwarzer See im Durmitor-Nationalpark
Besucher im Kloster Ostrog nae Niksic
Kloster Ostrog

Geheimtipp Mäander Cehotine

Ob als Ausflug vom Tara Canyon oder als Zwischenstopp: Ein Besuch des Mäanders Cehotine lohnt sich immer. Der Cehotine, auch Cehotina, ist ein knapp 100 Kilometer langer Fluss, der in der Nähe von Pljevlja entspringt und vor Jahren teilweise angestaut wurde. Über dem Mäander Cehotine befindet sich einer der schönsten Aussichtspunkte Montenegros: der Meandri Cehotine Viewpoint (📍Google Maps).

Der Fluss Cehotina schlängelt sich durch die grüne Berglandschaft bei Pljevlja in Montenegro
Wie ein türkisblaues Band schlängelt sich der Fluss Cehotine durch die grüne Hügellandschaft bei Pljevlja.

Vom Aussichtspunkt Mäander Cehotine hast du einen phänomenalen Blick auf den Fluss Cehotine, der sich wie eine blaugrün schimmernde Schlange durch die malerische, grüne Hügellandschaft windet. Hier bleibt garantiert kein Handy oder keine Kamera im Rucksack. Einfach grandios! An einer dicken Kiefer steht ein Pavillon mit Bänken – ein wirklich schöner Picknickplatz und dazu noch solch ein Blick!

Wanderer am Aussichtspunkt über dem Mäander der Ćehotina bei Pljevlja in Montenegro
Meandri Cehotine Viewpoint: Mario genießt die Aussicht auf die Flussschleifen des Cehotine.

Hinkommen: Von der Tara-Brücke aus sind es über Pljevlja etwa 55 Kilometer in Richtung Nordosten. 16 Kilometer nach Pljevlja führt von der Asphaltstraße P10 ein ca. 800 Meter langer Schotterweg zu einem kleinen Parkplatz am Aussichtspunkt Meandri Cehotine.

Der türkisblaue Fluss Ćehotina schlängelt sich durch die grüne Berglandschaft bei Pljevlja in Montenegro, unten rechts ein Parkplatz mit rotem Wohnmobil
Rechts unten im Foto: Parkplatz mit unserem Bulli Karl. An der großen Schleife: der Pavillon am Aussichtspunkt.

Kloster Dubocica

Wer zum Mäander Cehotine schon einmal unterwegs ist, sollte auf jeden Fall einen Besuch im serbisch-orthodoxen Kloster Dubocica oberhalb des Otilovicko-Stausees einplanen. Es liegt 12 Kilometer südlich von Pljevlja und vier Kilometer vom Aussichtspunkt Cehotine. Das auch Dubochica genannte Kloster stand ursprünglich an anderer Stelle und wurde 1983 aufgrund des Baus des Otilovici-Staudamms hierher versetzt. Das Kloster Dubocica wurde im Jahr 1565 in mittelalterlicher Architektur errichtet und ist dem Heiligen Nikolaus gewidmet. Zur hübschen Klosteranlage mit gepflegtem Garten gehören neben der kleinen, schlichten Kirche des Heiligen Nikolaus auch Wirtschaftsgebäude und ein kleiner Glockenturm.

Kleine weiße Kirche des Heiligen Nikolaus im Kloster Dubočica nahe Pljevlja
Auf dem Weg zum Mäander Cehotine: Kloster Dubocica mit Kirche des Hl. Nikolaus

Besondere Aufmerksamkeit verdienen in der einschiffigen Nikolaus-Kirche die wunderschöne Ikonenwand mit Heiligenfiguren aus dem Jahr 1682 und die alten Fresken von 1565. Einige der Wand- und Deckenmalereien wurden bei der Verlegung der Kirche beschädigt, andere Teile sind noch gut erhalten. Bei unserem Besuch lebten zwei Nonnen im Kloster Dubocica. Mit einer Nonne hatten wir ein sehr interessantes Gespräch. Sie zeigte uns das Kloster, erklärte uns viel und bewirtete uns sehr herzlich.

Brunnen mit bunten Mosaik im Garten vom Kloster Dubocica bei Pljevlja
Brunnen mit religiösem Motiv
Ikonenwand und heiliges Buch in der Nikolaus-Kirche im  Kloster Dubocica nahe Pljevlja
Ikonostase in der Nikolaus-Kirche
Ikonostase und alte Fresken in der Nikolaus-Kirche im Kloster Dubocica bei Pljevlja, Montenegro
Alte Fresken und Ikonenwand im Kloster Dubocica südlich von Pljevlja

Anreise an die Tara-Brücke / Schlucht

Mit dem Auto, Camper oder Mietwagen: Die bequemste Art, die Tara-Schlucht zu erreichen, ist mit dem eigenen oder gemieteten Fahrzeug. Unabhängig zu sein und in der Natur zu verweilen, wann immer es einem beliebt, und dabei noch gute Fotos zu machen, das bevorzugen auch wir. Bis zur Tara-Brücke kannst du einmal von der Küste z. B. von Budva über die Hauptstadt Podgorica oder über Niksic fahren. Beide Anfahrtsmöglichkeiten betragen jeweils etwa 200 Kilometer.

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Blick aus einem Camper auf die Nationalstraße R10 (auch P4) bzw. Panoramastraße "Die Krone Montenegros" und einem Tunnel in der Tara-Schlucht
Auf der Panoramastraße 1 (Route „Die Krone Montenegros“) im Tara Canyon

Beste Reisezeit für den Tara Canyon

Grundsätzlich ist die beste Reisezeit für Montenegro von April bis Oktober. Wobei es im April noch empfindlich kühl und regnerisch sein kann. Und in den Höhenlagen des Durmitor-Nationalparks liegt garantiert noch Schnee. Die Monate Juli und August sind Hauptsaison für das Balkanland und dementsprechend voll. Auch in der Tara Schlucht können die Temperaturen im Sommer auf über 30 Grad steigen. Wer es etwas ruhiger und nicht ganz so heiß mag, sollte den Tara Canyon in der Vor- oder Nachsaison besuchen.

Tipps für Kotor in der Kotor-Bucht

Du möchtest auch die Bucht von Kotor besuchen, dann lass dich von unseren Tipps für die Stadt Kotor inspirieren. Dort findest du Unterkünfte, Ausflüge und alle Sehenswürdigkeiten.

Tipps für Kotor und die Kotor-Bucht in Montenegro

» Reisetipps für Kotor

Du interessierst dich für Kotor? Dann sieh dir unseren Travel Guide für die Stadt an.

Balkan: Stefan Loose, Die Adria-Route

Individueller Reiseführer für Camper und Backpacker: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien mit viel Adria und etliches vom Hinterland. Die Autoren sind selbst begeisterte Camper – und das merkt man dem Reiseführer auch an. Dieser Reiseführer ist im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.

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