Durmitor-Ring, Montenegro: Roadtrip & Panoramablick erleben [+ Camping]

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Durmitor-Ring in Montenegro: Spektakulärer Roadtrip durch den Nationalpark Durmitor

Der Durmitor-Ring in Montenegro ist eine der schönsten Panoramastraßen des Balkans und ein unvergesslicher Roadtrip durch das Hochgebirge des Nationalpark Durmitor. Die Strecke führt über schmale Serpentinen, vorbei an weiten Hochebenen, tiefen Schluchten und dramatischen Bergkulissen. Besonders beeindruckend ist der Sedlo Pass, einer der spektakulärsten Aussichtspunkte Montenegros.

Ob im Frühjahr mit grünen Almwiesen und letzten Schneefeldern oder im Herbst mit rauer, erdiger Berglandschaft – der Durmitor-Ring zeigt sich zu jeder Jahreszeit von einer anderen, faszinierenden Seite. Diese Panoramastraße ist kein Ziel für Eilige, sondern ein Naturerlebnis für alle, die Montenegro intensiv entdecken möchten.

In unserem Artikel erhältst du die wertvolle Tipps für die Fahrt auf dem Durmitor-Ring zu allen Highlights, Unterkünften, Campingplätzen und zur Anreise.

Roter Van, Motorradfahrer und Autos auf der Panoramastraße Durmitor Ring im Nationalpark Durmitor mit Berg Sedlena Greda (Saddle of Gods)
Unterwegs auf der Panoramastraße 2 Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor

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Hi, wir sind Annett und Mario. Seit vielen Jahren arbeiten wir als Reisejournalisten und Fotografen mit dem Schwerpunkt Balkan. Wir schreiben und fotografieren für GEO, Stern, Spiegel, GEOSaison, Reiseführer und Bildbände.

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Artikelübersicht für Zabljak und Durmitor

  1. Tipps: Zabljak und NP Durmitor
  2. Hotels in Zabljak
  3. Zabljak: Campingplätze
  4. Zabljak: Anreise
  5. Durmitor-Ring
  6. Beste Reisezeit

Reisetipps für die Fahrt auf dem Durmitor Ring

Im hohen Norden Montenegros erwartet dich mit dem Nationalpark Durmitor eine einzigartige Naturschönheit. Mit einer Fläche von 33.000 Hektar ist er das größte Naturschutzgebiet des kleinen Balkanstaates. Charakteristisch für den Durmitor-Nationalpark sind schroffe Karstberge, grüne Wälder, smaragdgrüne Bergseen und atemberaubende Aussichtspunkte. Genau durch diese spektakuläre Landschaft führt die Panoramastraße 2, auch Durmitor-Ring genannt.

Der Durmitor-Ring, auch Durmitorski prsten auf Montenegrinisch, ist für uns die schönste Reiseroute in Montenegro. Und für manche, auch für uns, DAS absolute Highlight einer Montenegro-Reise! Auf 76 Kilometern umrundet man das schroffe Karstmassiv mit dem vollständig in Montenegro liegenden, höchsten Berg, dem Bobotov Kuk. Die durchgängig asphaltierte, schmale Panoramastraße Durmitor-Ring ist in beide Richtungen gut gekennzeichnet mit dem braunen Schild Panoramic Roads Logo und Nr. 2.

Schild der Panoramastraßen 1 und 2 des Durmitor-Rings mit einem roten Camper am Restaurant in Trsa im Nationalpark Durmitor, Montenegro.
Schild der Panoramastraße 1 (Krone Montenegros) und 2 (Durmitor-Ring)

Auf einer kompletten Umrundung des Durmitor-Rings lernt man die vielfältige Landschaft besonders gut kennen. Der südliche Abschnitt, den die meisten Touristen befahren, beeindruckt mit seiner grandiosen Bergkulisse und verläuft auf einem Teilstück der „Krone Montenegros“, der Panoramastraße 1. Wer Zeit und Spaß am Fahren hat, sollte auf jeden Fall auch die nördliche Route zurücklegen.

Jeep mit blauem Schlauchboot auf dem Dach vor der Bergkulisse des Prutas in Montenegro.
Was macht ein Schlauchboot auf dem Durmitor-Ring?
Zwei Fahrradfahrer auf der Panoramastraße 2 im Durmitor-Nationalpark, Montenegro
Auch Mountainbiker befahren die Panoramastraße 2.

Die Panoramastraße kann man im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn fahren. Man startet also in Pluzine am Piva-Stausee oder in Zabljak. Für die meisten Touristen ist jedoch der Bergort Zabljak der Ausgangspunkt für eine Umrundung des Durmitor-Rings. Die Kleinstadt auf 1.450 Metern ist der höchstgelegene Ort Montenegros und sogar auf dem gesamten Balkan. In Zabljak findest du Hotels, Campingplätze und Supermärkte. Wer auf dem Durmitor-Ring wild campen möchte, kann sich in Zabljak in den Geschäften mit Lebensmitteln und Trinkwasser eindecken.

Wohnmobil VW T3 auf der Panoramastraße 2 (Durmitor-Ring) im Durmitor-Nationalpark, Montenegro
Unser Bulli Karl auf der Panoramastraße 2 (Durmitor-Ring)

Unsere Tipps für die Panoramaroute Durmitor-Ring

  • Bevor du deine Umrundung des Durmitor-Rings startest, schau dir die Wettervorhersage an.
  • Tankstellen gibt es auf dem Durmitor-Ring keine, nur in Zabljak und Pluzine.
  • Unbedingt in der Nebensaison den Durmitor-Ring fahren. Vorteil: Weniger Autos und du findest noch einen Parkplatz am Sedlo-Pass.
  • Noch besser: Fahre Ende Mai oder Juni, wenn die Straßen schneefrei sind und die Natur ein Farbspiel in tausend Grüntönen bietet. Auch die Wiesen stehen in voller Blüte. Im Herbst gleicht die Landschaft eher einer Steppe, das Gras ist beige bis braun, und manche Gletscherseen sind ausgetrocknet.
  • Defensiv fahren, am besten weit vor dem Gegenverkehr in Ausweichbuchten anhalten. Sonst wird es manchmal eng, besonders bei breiten Wohnmobilen oder Bussen.
  • Nimm dir viel Zeit für den Durmitor-Ring. Du wirst bestimmt öfter anhalten, als du denkst.
  • Parkplätze und Parkbuchten stehen an einigen Stellen zur Verfügung. Im Hochsommer sind diese schnell voll.
  • Manche Touristen nutzen den Durmitor-Ring als Wanderausflug, stoppen auf einem Parkplatz und erklimmen Berggipfel. Dafür sind festes Schuhwerk und » Wanderstöcke* empfehlenswert.
  • Da der Durmitor-Ring sich größtenteils im Nationalpark Durmitor befindet, kostet der Eintritt 5 €. Manchmal wird dieser von einem Ranger an der Panoramastraße abkassiert oder beim Wildcamping direkt am Fahrzeug. Der Westteil des Rings führt durch den Naturpark Piva, der kostenlos ist.
  • Wer noch weitere Nationalparks in Montenegro besuchen möchte, kann für 13,50 € ein Kombiticket kaufen, das ein Jahr lang für alle Nationalparks des Landes gültig ist.
Kombiticket für fünf Nationalparks in Montenegro: Skadarsko Jezero, Durmitor, Lovcen, Biogradska Gora und Prokletije.
Das Kombiticket gilt fünf Nationalparks in Montenegro.
Graslandschaft zwischen Karstbergen wie den Sedlena Greda (Saddle of Gods) im Nationalpark Durmitor
Im Frühjahr erstrahlt die Graslandschaft zwischen den Karstbergen in sattem Grün.

Montenegro Reiseführer

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Hotels und Apartments in Zabljak

Wer den Durmitor-Ring mit dem Auto oder Mietwagen fahren möchte, übernachtet in Zabljak in einem Hotel, Apartment oder Gästehaus. Die Auswahl an Unterkünften ist groß und es gibt Angebote in allen Preisklassen.

  • Wer sich mit holzgetäfelten Pensionen & Co nicht anfreunden kann, checkt im vorbildlich geführten » Hotel Soa* mit geschmackvollen Apartments, Spa und Sauna ein.
  • Angenehme Zimmer und Apartments vermietet das » Borovnica Sweet Apartments*. Viele Gäste loben hier das Frühstück mit regionalen Spezialitäten.
  • In den gemütlichen Studios und Ferienwohnungen mit Bergblick vom » Apartmani Prisoje* fühlt sich jeder wohl.
Hotels, Appartements, Resorts und Gästehäuser in der Stadt Zabljak in Montenegro

Hotels in Zabljak

Hotel Soa mit Parkplatz und Leihfahrrädern in Zabljak, Montenegro
Eine gute Übernachtungsmöglichkeit ist das Hotel Soa in Zabljak.

Zabljak in Montenegro: Tipps, Sehenswürdigkeiten, Wanderungen und Camping

» Tipps für Zabljak

Wandern, Mountainbiking und Camping: In Zabljak erwarten dich viele Highlights, wie der Schwarze See.

Campingplätze in Zabljak

Wir haben uns die folgenden Campingplätze angeschaut und auf zweien davon schon selbst mehrmals übernachtet.

Im Ortsteil Razvrsje, zwei Kilometer südlich von Zabljak, liegen die zwei folgenden Campingplätze Autokamp Razvrsje und Kamp Kod Boce.

Autokamp Razvrsje

Wir sind sehr gerne im Autokamp Razvrsje, weil es hier kuschelige Stellplätze am Waldrand gibt, umgeben von hohen Tannen, mit etwas Schatten. Und natürlich wegen des freundlichen und hilfsbereiten Gastgebers Milovan Vojinovic, der einfach nur Miro (auch lt. Visitenkarte) genannt werden möchte. Nach einer Panne mit unserem Bulli ist er sofort mit uns nach Zabljak zu einer Werkstatt gedüst und innerhalb von zehn Minuten war der Bulli wieder okay!

Nun aber zum Campingplatz Razvrsje: Hier findest du verschiedene Stellflächen auf Rasen/Kies und Sanitäreinrichtungen (Kombination von WC und Dusche) und Waschbecken. Miro, der Deutsch spricht, bietet Frühstück und Abendessen (z. B. Forelle mit Kartoffelsalat) an, organisiert Outdoor-Aktivitäten wie Rafting, Canyoning, Angeln und Jeeptouren. Gibt gerne nützliche Tipps für Wanderungen, Radtouren und Ausflüge in die Umgebung. Bei Ankunft ist ein Kaffee, Tee oder Rakija obligatorisch. Vom Autokamp Razvrsje sind es ca. 30 Minuten bis zum Schwarzen See. Adresse: Autocamp Razvrsje, Razvrsje bb, Zabljak, Telefon: 00382-67 444477, 00382-69 888899.

Drei Camper auf dem Campingplatz Razvrsje, umgeben von Tannen, in Zabljak im Nationalpark Durmitor
Stellplätze am Waldrand im Autokamp Razvrsje in Zabljak

Autocamp Kod Boce

Der Campingplatz Kod Boce bietet insgesamt 30 sonnige Stellplätze für Camper, entweder auf hügligem Gras (eher für Vans und Dachzeltler) oder sehr eng auf Kiesbett für Wohnmobile. Einrichtungen: Zwei Sanitärgebäude, teils mit Duschen und Toiletten in einem. Gemeinschaftsküche mit Spüle, Herd und Kühlschrank, Feuerstelle mit BBQ-Platz und Unterstand mit Sitzgelegenheiten. Geöffnet vom 15. April bis zum 30. Oktober. Adresse: Autocamp Kod Boce, Zabljak, Telefon: 00382-69 223218.

Schild vom Campingplatz Kod Boce (Camp Site at Bocha's), dahinter zwei weiße Camper, in Zabljak im Nationalpark Durmitor
Kiesstellplätze für Wohnmobile im Camp Kod Boce (Camp Site at Bocha’s)

Auto Camp Mlinski Potok

Auf einer Höhe von 1.472 Metern, zwei Kilometer westlich vom Zentrum Zabljak, befindet sich das Auto Camp Mlinski Potok mit grandiosem Bergblick. Der Name kommt von dem in der Nähe fließenden Bach Mlinski Potok (Mühlenbach), der in den Schwarzen See mündet. Sehr herzlicher Empfang durch den deutsch sprechenden Sohn Novica, der den familiengeführten Campingplatz Mlinski Potok leitet. Und natürlich durfte auch hier der Rakija als Begrüßungsschnaps nicht fehlen.

Ausstattung: Sonnige Wiesenstellplätze (bei Regen sehr matschig) auf zwei Ebenen, 5 einfache Duschen (keine Waschbecken), 5 WCs (ohne Papier), Küche mit Geschirrspülbecken und Tisch sowie Mini-Kneipe. Tourenangebote und guter Ausgangspunkt für Wanderungen in den Durmitor-Nationalpark, z. B. zum Schwarzen See (20 Minuten). Adresse: Auto Camp Mlinski Potok, Pitomine bb, Zabljak, Telefon: 00382-69 821730, 00382-69 497625.

Rotes Wohnmobil auf dem Campingplatz Mlinski Potok und Berg Bobotuv Kuk in Zabljak im Nationalpark Durmitor
Blick auf das Durmitormassiv mit Berg Bobotov Kuk vom Auto Camp Mlinski Potok
Durmitor Nationalpark: Blick auf den Berg Bobotov Kuk und das Auto Camp Mlinski Potok, Montenegro
Schöner Campen: Auto Camp Mlinski Potok

Autocamp Ivan Do

Auch vom Autocamp Ivan Do hast du eine traumhafte Aussicht auf die Berge. Das Terrain für die Stellplätze ist Rasen und bei Regen nur schwer zugänglich und herauszukommen. Wie so oft in Montenegro wird auch hier auf die Sauberkeit der Sanitäranlagen wenig Wert gelegt, sie sind einfach. Ebenfalls musst du Toilettenpapier mitbringen. Die Zufahrt befindet sich am Tickethäuschen für den Durmitor Nationalpark/Schwarzer See und ist in der Hochsaison manchmal von Autos zugeparkt. Ansonsten ist die Lage genial für Wanderausflüge. Adresse: Autocamp Ivan Do, Pitomine bb, Zabljak, Telefon: 00382-66 129043.

Sanitärhaus und Camper auf dem Campingplatz Ivan Do in Zabljak im Nationalpark Durmitor
Bergort Zabljak: Autocamp Ivan Do

Anreise nach Zabljak

Mit dem eigenen Fahrzeug: Die meisten Camper und Mietwagenfahrer, die Zabljak und in den Nationalpark Durmitor besuchen, kommen aus Kroatien oder Bosnien und Herzegowina. Der kürzeste Weg ist z. B. von Dubrovnik 170 Kilometer über Trebinje (Bosnien und Herzegowina), den Grenzübergang Klobuk/Ilino Brdo und die Städte Niksic und Savnik in Montenegro. Von Kotor in der Bucht von Kotor sind es 165 Kilometer über Perast, Niksic und Savnik nach Zabljak.

Wer keinen eigenen Pkw hat, kann hier einen 🚗 » Mietwagen-Preisvergleich* starten.

Montenegro: Packliste und Checkliste für den Urlaub und Camping

Das sind die wichtigsten Dinge, die wir bei der ersten Reise nach Montenegro total vermisst haben.

» Zur Checkliste …

Abenteuer Roadtrip auf dem Durmitor-Ring

Unsere Vorfreude steigt! Schließlich stand der Durmitor-Ring im 1952 gegründeten Nationalpark Durmitor, der seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, an erster Stelle auf unserer To-do-Liste für Montenegro. Nach mehreren Montenegro-Reisen haben wir die komplette Strecke nun schon mehrmals zurückgelegt, und können uns nicht entscheiden, welche Variante die beste ist. Wir haben immer wieder neue Dinge und Fotospots entdeckt.

Roter Van mit fotografierender Frau im Vordergrund vor dem herbstlichen Bergmassiv Sedlena Greda (Saddle of Gods) im Durmitor-Nationalpark
Steppengelb ist die Landschaft am Durmitor-Ring im Herbst.

Und was war unser persönliches Highlight auf dem Durmitor-Ring? Dass unser 35 Jahre alter Oldtimer-Bulli den 1.907 Meter hohen Sedlo-Pass gemeistert hat. Das sind echte Glücksmomente auf unserer Montenegro-Reise!

Im Folgenden beschreiben und bebildern wir den südlichen und den nördlichen Teil des Durmitor-Rings getrennt voneinander. So kannst du dir ein Bild von der gesamten Panoramastraße machen und entscheiden, welche Teilstrecke du gern erleben möchtest.

Camper in einer Haarnadelkurve zum Sedlo-Pass im Durmitor-Nationalpark
Mit unserem Bulli zum Sedlo-Pass im Frühling

Durmitor-Ring: Der südliche Streckenabschnitt

Nach unseren mehrmaligen Fahrten auf dem Durmitor-Ring finden wir die südliche Strecke vielleicht einen Tick interessanter. Meist war Zabljak unser Ausgangsort. Von Zabljak aus, fährst du auf der Straße P5 ca. sieben Kilometer in Richtung Süden, biegst an der Kreuzung rechts ab und gelangst so auf den Durmitor-Ring (📍 Google Maps).

Die Panoramastraße 2 führt zunächst allmählich bergauf und passiert den zahnspitzen Berg Stozina, bevor du den ersten Aussichtspunkt (Viewpoint Valovito Lake) oberhalb des Valovito-Sees mit Holzbänken erreichst. An dieser Stelle sahen wir die ersten Schafe, sogar Kühe kamen uns auf der Straße entgegen.

Aussichtspunkt mit Blick auf den See Valovito am Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor
Viewpoint Valovito Lake, links der spitze Berg Stozina
Roter Camper und Kühe auf der Panoramastraße 2 Durmitor-Ring mit im Nationalpark Durmitor
Kühe haben „Vorfahrt“ auf der schmalen Panoramastraße 2 Durmitor-Ring

Bald nach einer scharfen Haarnadelkurve ist das erste Highlight des Durmitor-Rings erreicht: der 1.907 Meter hohe Sedlo-Pass (📍» Google Maps). Hier ist ein Halt ein Muss! Rechts der Panoramastrae 2 befindet sich ein unbefestigter Parkplatz und links eine Parkbucht. Achtung: Viele Autos parken auch am Straßenrand. Nimm dir Zeit und genieße die unbeschreiblichen Aussichten.

Asphaltstraße mit Haarnadelkurven zum Sedlo-Pass in Durmitor-Gebirge
Straße mit Haarnadelkurven zum Sedlo-Pass

Über zahlreiche Serpentinen geht es hinab durch die raue Gebirgslandschaft zwischen schroffen Bergmassiven. An einer Abzweigung links hast du den besten Blick auf das gewaltige Bergmassiv Sedlena Greda (auch „Saddle of Gods”, 2.227 Meter). Hier fahren oft Camper die Schotterstraße hinunter, um wild zu campen. Im Tal Dobri Do weiden oft Kühe und Schafe, die ganz nah ans Wohnmobil kommen.

Wohnmobil beim Wildcamping am Fuß des Karstmassivs Sedlena Greda (auch Saddle of Gods) im Nationalpark Durmitor
Wohnmobil unterhalb vom Bergmassiv Sedlena Greda (Saddle of Gods) im Herbst
Grünes Holzschild am Wanderweg zum Gipfel Bobotov Kuk im Nationalpark Durmitor
Schild am Wanderweg zum Gipfel Bobotov Kuk
Zwei Wanderer und ein roter Van unterhalb des Berges Prutas im Nationalpark Durmitor
Wanderer wollten den Berg Prutas besteigen.

An der nächsten 90-Grad-Kurve befindet sich ein kleiner Parkplatz, etwas später gibt es beidseitig der Straße P14 weitere Parkmöglichkeiten. Von hier aus können Wanderer den 2.523 Meter hohen Bobotov Kuk besteigen. Es reihen sich weitere fantastische Aussichtspunkte aneinander. Ein Beispiel ist der Berg Prutas (2.393 Meter), der aufgrund seiner charakteristischen Form leicht zu erkennen ist. Auch hier gibt es Parkmöglichkeiten für eine Wanderung zum Gipfel. Wieder entdecken wir Schafe und sogar einige Pferde, die über die wilde Graslandschaft in der rauen Bergwelt ziehen. Wie in der Nähe des Sedlo-Passes gibt es auch beim Berg Prutas einen Fotospot mit Holzrahmen.

Zwei Touristen mit roten Van am Holzrahmen am Durmitor-Ring, im Hintergrund Bergmassiv Sedlena Greda
Fotospot mit Holzrahmen: Annett, Mario und Bulli Karl

Allmählich führt die Panoramastraße hinunter, und der Blick schweift in die unendliche Weite. Vor den nächsten Serpentinen bietet eine kleine „Kaffe Bar“ (📍 Google Maps) Kaffee, Getränke und lokale Produkte. Ein Pavillon lädt zum Picknicken ein. In der Nähe befindet sich die Vilina Jama, die laut Namen eine Höhle sein soll. Für uns sieht sie jedoch eher wie ein tiefer Krater im Karstgestein aus. Kurios erscheint einem das Basketballtoram Straßenrand. An einer langen Kehre biegen wir nochmals ab zu einem Aussichtspunkt in Form eines Jägerstandes, der eine Panoramaaussicht über die Berglandschaft, zum Piva-See und ins tiefe Tal Pirni Do bietet.

Haarnadelkurve mit Motorradfahrern auf der Panoramastraße Durmitor-Ring und das Tal Pirni Do (links im Bild) im Naturpark Piva
Blick von der „Kaffe Bar“ auf die nächsten Serpentinen und das Tal Pirni Do
Ziegenhorn und roter Camper an der Panoramastraße Durmitor-Ring
Parkplatz vor der „Kaffe Bar“
Kleine "Kaffe Bar" und Wohnwagen an der Panoramastraße Durmitor-Ring
Guter Zwischenstopp in der kleinen „Kaffe Bar“
Frau am Aussichtspunkt mit Blick auf Berge und Piva-See im Naturpark Piva
Naturpark Piva: Annett am Aussichtspunkt mit Blick auf den Piva-See zwischen Bergen

An den blühenden Almwiesen, die es natürlich nur im Frühjahr gibt, können wir uns kaum sattsehen. In der Nähe stehen einige Häuser und Heuschober. In der Ferne bellt ein Hund. In Pisce auf der Hochebene Pivska Planina erreichen wir den Naturpark Piva. Hier zweigt eine Straße nach links ab, für Eilige, die nicht über Trsa nach Pluzine fahren wollen. An dieser schmalen Straße, die wir auch einmal gefahren sind, verkaufen Einheimische Marmelade, Rakija, Liköre und Obstsäfte. Bei einem alten Golf und einem noch älteren Fiat müssen wir als Oldtimerfans natürlich stoppen und fotografieren.

Alter blauer Fiat, roter Camper und grauer Golf auf einer blühenden Almwiese im Naturpark Piva, Montenegro
Drei Oldtimer auf einer blühenden Almwiese

Die meisten Touristen fahren jedoch über Trsa. Hier trifft die nördliche Panoramastraße des Durmitor-Rings auf den Südteil. In Trsa gibt es zwei Unterkünfte mit Restaurants. Zwei Kilometer weiter in Richtung Pluzine befindet sich der kleine Campingplatz Green Forest, auf dem du auf einer Wiese mit Stromanschluss und Sanitäranlagen deine Zelte aufschlagen kannst. Wer nicht in Trsa übernachtet, begibt sich über enge Serpentinen langsam nach Pluzine hinab. Ein letztes Highlight auf der Strecke sind die in den Fels geschlagenen Tunnel und der überwältigende Ausblick auf den Piva See mit Brücke vom Piva Canyon Viewpoint.

Roter Camper in einen Steintunnel nahe Pluzine, Montenegro
Hoch über Pluzine: Unser Bulli in einem Felstunnel
Zwischen grünen Bergen erstreckt sich der türkisfarbene Piva-See mit Brücke nahe Pluzine, Montenegro
Blick auf den Piva-See

Unterkünfte an der Südstrecke des Durmitor-Rings

Wer mit seinem Camper nicht in der Wildnis freistehen möchte (eigentlich nicht erlaubt), kann in den folgenden Unterkünften übernachten und dabei die herzliche Gastfreundschaft der Montenegriner erleben.

  • Das » 4NORTH Apartment17* ist eine komfortabel eingerichtete Ferienwohnung in der Siedlung Pisce am südlichen Teil des Durmitor-Rings.
  • Besonders bei Bikern beliebt: das » Guest House Ethno Village Milogora* mit gemütlichen Zimmern, Hütten und Restaurant.
Hotels, Appartements, Resorts und Gästehäuser für den Durmito-Ring in Montenegro

Unterkünfte am südlichen Durmitor-Ring

Restaurant und Unterkunft Eko Selo Milogora in Trsa am Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor
Gaststätte und Unterkunft Eko Selo Milogora in Trsa an der südlichen Route des Durmitor-Rings

Stefan Loose: Balkan, Die Adria-Route

Individueller Reiseführer für Camper und Backpacker: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien mit viel Adria und etliches vom Hinterland. Die Autoren sind selbst begeisterte Camper – und das merkt man dem Reiseführer auch an. Dieser Reiseführer ist im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.

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Durmitor-Ring: Die Nord-Route

Und wieder einmal waren wir in Montenegro, und wieder einmal haben wir den Durmitor-Ring mit unserem Bulli Karl abgefahren. Diesmal jedoch den kompletten Ring, also auch die nördliche Route. Die meisten Urlauber fahren nur die Südseite des Durmitor-Rings. Die wohlgemerkt auch am schönsten und die Karstberge am beeindruckendsten sind. Im Gegensatz zur Südstrecke ist der Nordteil viel grüner. Hier sind die Berge weniger schroff, eher bewachsen, und die Panoramaroute 2 führt sogar teilweise durch Wälder. Auch hier kannst du dich auf spektakuläre Aussichtspunkte freuen.

Ausgangspunkt des Nordteils ist wieder der Bergort Zabljak. Über den nördlich gelegenen Weiler Bosaca auf 1.600 Metern führt die schmale Panoramastraße 2 immer mehr bergauf. Kaum hat man sich auf den Weg gemacht, zwingt einen die malerische Landschaft mehrmals zum Anhalten, Schauen und Fotografieren. Atemberaubende Ausblicke genießt du am Aussichtspunkt Veliki Stuoc (auch Vidikovac Kanjon Tare oder Viewpoint Tara Canyon) unterhalb des gleichnamigen, 2.104 Meter hohen Bergs mit Blick in den Tara Canyon (📍 Google Maps).

Schild und Person am Aussichtspunkt Veliki Stuoc am Durmitor-Ring im Durmitor Nationalpark
Aussichtspunkt Veliki Stuoc: Blick in die Tara-Schlucht
Roter Camper und drei Touristen am Aussichtspunkt Veliki Stuoc (Viewpoint Tara Canyon) am Durmitor-Ring im Durmitor-Nationalpark
Unser Bulli am Viewpoint Veliki Stuoc
Tiefer Tara Canyon im Durmitor Nationalpark, Montenegro
Tara Canyon im Durmitor Nationalpark

Die Straße schlängelt sich durch reichlich Kurven und passiert den Vidikovac Kanjon Susica. Von den Klippen schaust du in den bis zu 700 Meter tiefen, grünen Susica Canyon. Bei unserem Besuch stand an diesem Punkt neben einem Schild ein Ranger, der den Parkeintritt kassiert und uns gleich fotografiert hat. Danach folgen wir auf Serpentinen durch dichten Wald steil bergab in die 15 Kilometer lange Schlucht Susica. Mit etwas Glück besitzt der See Susicko Jezero im Tal etwas Wasser. Meist ist dieser im Sommer jedoch ausgetrocknet.

Blick in den grünen Sušica-Canyon am Durmitor-Ring mit einer Kiefer im Vordergrund im Nationalpark Durmitor.
Am Durmitor-Ring zwischen Nationalpark Durmitor und Naturpark Piva: grüner Susica Canyon
Zwei Touristen an einem Schild vom Nationalpark Durmitor, Montenegro
Foto vom Nationalparkranger: Annett und Mario
Zwischen Kiefern Blick in die Susica-Schlucht vom Aussichtspunkt Vidikovac Kanjon Susica im Nationalpark Durmitor
Aussichtspunkt Susica Canyon
Susica Canyon mit dem ausgetrockneten, grünen See Susicko Jezero im Tal am Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor
Die grüne Wiesenfläche ist der ausgetrocknete See Susicko Jezero in der Talsohle der Susica-Schlucht.

Nun führt die Strecke wieder über viele Serpentinen und nochmals durch einen Wald hinauf. Auf der Westseite der Susica-Schlucht erreichst du das Dorf Nedajno auf der Hochebene Pivska Planina im 2015 gegründeten Naturpark Piva mit verstreut liegenden Häusern, Restaurants und der Kirche Sveti Jovan. Am Dorfeingang erwartet dich die nächste Attraktion an der Nordroute des Durmitor-Rings, der Aussichtspunkt Nedajno (📍 Google Maps) auf 1.496 Metern. Eine tolle Location, um eine Pause einzulegen. Ein Verkaufsstand bietet lokale Produkte und Getränke. Bei einem Kaffee genießt du zum wiederholten Mal einen grandiosen Blick in den Susica Canyon.

Grüne Bank und Wanderschilder am Aussichtspunkt Nedajno, dahinter der Susica Canyon zwischen Naturpark Piva und Durmitor-Nationalpark
Aussichtspunkt Nedajno im gleichnamigen Dorf: Blick in den Susica Canyon

Wer nicht in Nedajno übernachtet, setzt seine Fahrt fort. An der nächsten Kreuzung folgst du der Straße in Richtung Süden. Sobald die Kapelle des Heiligen Georg erscheint, hast du Trsa und schließlich den Südteil des Durmitor-Rings erreicht. Das Dorf eignet sich perfekt für einen Zwischenstopp. Es gibt zwei Unterkünfte mit Restaurants nahe der Kreuzung. Nun hast du die Wahl: Entweder du fährst von Trsa aus über den Piva-Naturpark nach Pluzine am Piva-See oder du nimmst die Südstrecke nach Zabljak. Damit hast du den Durmitor-Ring komplett umrundet.

Touristin blickt in den Susica Canyon am Aussichtspunkt Nedajno, im Dorf Nedajno, Naturpark Piva, Montenegro.
Annett schaut in die Susica-Schlucht, wo sich der Naturpark Piva und Nationalpark Durmitor treffen.

Unterkünfte an der Nordstrecke des Durmitor-Rings

  • Die Unterkunft » Household Uscumlic – Oaza Mira* in Nedajno bietet Bungalows mit Terrasse und herrlichem Ausblick, sowie eine Ferienwohnung mit guter Ausstattung.
  • Kleine, teils holzgetäfelte Zimmer erwarten dich im » Guesthouse Nedajno* direkt an der Panoramastraße Durmitor-Ring. Im Restaurant kommen nur Biolebensmittel auf den Tisch.
  • Abgelegener Bauernhof mit Bergblick: Im » Katun Ljeljenak* übernachtest du in einer Mini-Holzhütte oder im gepflegten Häuschen und bekommst ein leckeres Frühstück. Katun Ljeljenak liegt von Trsa ca. drei Kilometer in Richtung Nedajno.
Hotels, Appartements, Resorts und Gästehäuser für den Durmito-Ring in Montenegro

Unterkünfte am nördlichen Durmitor-Ring

Guesthouse Nedajno mit Restaurant im Dorf Nedajno im Naturpark Piva an der Nordstrecke des Durmitor-Rings
Nordstrecke vom Durmitor-Ring, Dorf Nedajno im Naturpark Piva: Guesthouse Nedajno mit Restaurant

Montenegro Karte mit Sehenswürdigkeiten, Orte, Reiseziele und Highlights

» Montenegro-Karte

Unsere Karte von Montenegro mit allen Highlights und Reisezielen.

Beste Reisezeit für den Durmitor-Ring

Wer den Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor bereisen möchte, muss auf die Höhe achten. Wenn rund um die Durdevica-Tara-Brücke (780 Meter) und in der Tara-Schlucht kein Schnee mehr liegt, heißt das noch lange nicht, dass Zabljak auf 1.450 Meter oder der Sedlo-Pass (1.907 Meter) schneefrei sind. Gutes Wetter mit viel Sonnenschein ist in den Monaten Juni bis September (fast) garantiert. Dann liegen die Tagestemperaturen je nach Monat zwischen 20 und 29 Grad. Allerdings reisen in der Hochsaison viele Touristen und vor allem Wohnmobilisten in die Durmitor-Region.

Unser Tipp: Da wir schon mehrmals im Durmitor-Nationalpark waren, können wir die Monate Mai und Juni empfehlen. Dann grünt und blüht die Natur und bildet einen tollen Kontrast zum grauen Karstgestein. Im Herbst hingegen verfärben sich die Graslandschaften gelbbraun und sind nicht so fotogen.

Roter Bulli VW T3 und Schneereste an der Panoramastraße Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor
An der Panoramastraße Durmitor-Ring waren selbst im Juni noch Schneereste zu sehen.
Besucherin auf einer Bank und roter Camper auf einem Parkplatz an der Panoramastraße Durmitor-Ring, im Hintergrund Berg Prutas im Frühjahr
Frühling im Nationalpark Durmitor
Besucherin auf einer Bank und roter Camper auf einem Parkplatz an der Panoramastraße Durmitor-Ring, im Hintergrund Berg Prutas im Herbst
Herbst: Annett genießt den Blick zum Berg Prutas.

Tipps für die Tara-Schlucht

Du möchtest von Zabljak in die Tara-Schlucht fahren? Dann sieh dir unsere Tipps für die Tara-Schlucht und die berühmte Tara-Brücke an. Dort findest du Ausflüge, Hotels und aktuelle Reisetipps.

Tipps für die Tara-Schlucht und Tara-Schlucht in Montenegro

» Tipps: Tara-Schlucht

Die Tara-Schlucht ist ein Muss in Montenegro: Rafting, Ziplinen und den View von der Tara-Brücke genießen.


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