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Durmitor-Ring in Montenegro: Spektakulärer Roadtrip durch den Nationalpark Durmitor
Der Durmitor-Ring in Montenegro ist eine der schönsten Panoramastraßen des Balkans und ein unvergesslicher Roadtrip durch das Hochgebirge des Nationalpark Durmitor. Die Strecke führt über schmale Serpentinen, vorbei an weiten Hochebenen, tiefen Schluchten und dramatischen Bergkulissen. Besonders beeindruckend ist der Sedlo Pass, einer der spektakulärsten Aussichtspunkte Montenegros.
Ob im Frühjahr mit grünen Almwiesen und letzten Schneefeldern oder im Herbst mit rauer, erdiger Berglandschaft – der Durmitor-Ring zeigt sich zu jeder Jahreszeit von einer anderen, faszinierenden Seite. Diese Panoramastraße ist kein Ziel für Eilige, sondern ein Naturerlebnis für alle, die Montenegro intensiv entdecken möchten.
In unserem Artikel erhältst du die wertvolle Tipps für die Fahrt auf dem Durmitor-Ring zu allen Highlights, Unterkünften, Campingplätzen und zur Anreise.

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Hi, wir sind Annett und Mario. Seit vielen Jahren arbeiten wir als Reisejournalisten und Fotografen mit dem Schwerpunkt Balkan. Wir schreiben und fotografieren für GEO, Stern, Spiegel, GEOSaison, Reiseführer und Bildbände.
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Artikelübersicht für Zabljak und Durmitor
- Tipps: Zabljak und NP Durmitor
- Hotels in Zabljak
- Zabljak: Campingplätze
- Zabljak: Anreise
- Durmitor-Ring
- Beste Reisezeit
Reisetipps für die Fahrt auf dem Durmitor Ring
Im hohen Norden Montenegros erwartet dich mit dem Nationalpark Durmitor eine einzigartige Naturschönheit. Mit einer Fläche von 33.000 Hektar ist er das größte Naturschutzgebiet des kleinen Balkanstaates. Charakteristisch für den Durmitor-Nationalpark sind schroffe Karstberge, grüne Wälder, smaragdgrüne Bergseen und atemberaubende Aussichtspunkte. Genau durch diese spektakuläre Landschaft führt die Panoramastraße 2, auch Durmitor-Ring genannt.
Der Durmitor-Ring, auch Durmitorski prsten auf Montenegrinisch, ist für uns die schönste Reiseroute in Montenegro. Und für manche, auch für uns, DAS absolute Highlight einer Montenegro-Reise! Auf 76 Kilometern umrundet man das schroffe Karstmassiv mit dem vollständig in Montenegro liegenden, höchsten Berg, dem Bobotov Kuk. Die durchgängig asphaltierte, schmale Panoramastraße Durmitor-Ring ist in beide Richtungen gut gekennzeichnet mit dem braunen Schild Panoramic Roads Logo und Nr. 2.

Auf einer kompletten Umrundung des Durmitor-Rings lernt man die vielfältige Landschaft besonders gut kennen. Der südliche Abschnitt, den die meisten Touristen befahren, beeindruckt mit seiner grandiosen Bergkulisse und verläuft auf einem Teilstück der „Krone Montenegros“, der Panoramastraße 1. Wer Zeit und Spaß am Fahren hat, sollte auf jeden Fall auch die nördliche Route zurücklegen.


Die Panoramastraße kann man im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn fahren. Man startet also in Pluzine am Piva-Stausee oder in Zabljak. Für die meisten Touristen ist jedoch der Bergort Zabljak der Ausgangspunkt für eine Umrundung des Durmitor-Rings. Die Kleinstadt auf 1.450 Metern ist der höchstgelegene Ort Montenegros und sogar auf dem gesamten Balkan. In Zabljak findest du Hotels, Campingplätze und Supermärkte. Wer auf dem Durmitor-Ring wild campen möchte, kann sich in Zabljak in den Geschäften mit Lebensmitteln und Trinkwasser eindecken.

Unsere Tipps für die Panoramaroute Durmitor-Ring
- Bevor du deine Umrundung des Durmitor-Rings startest, schau dir die Wettervorhersage an.
- Tankstellen gibt es auf dem Durmitor-Ring keine, nur in Zabljak und Pluzine.
- Unbedingt in der Nebensaison den Durmitor-Ring fahren. Vorteil: Weniger Autos und du findest noch einen Parkplatz am Sedlo-Pass.
- Noch besser: Fahre Ende Mai oder Juni, wenn die Straßen schneefrei sind und die Natur ein Farbspiel in tausend Grüntönen bietet. Auch die Wiesen stehen in voller Blüte. Im Herbst gleicht die Landschaft eher einer Steppe, das Gras ist beige bis braun, und manche Gletscherseen sind ausgetrocknet.
- Defensiv fahren, am besten weit vor dem Gegenverkehr in Ausweichbuchten anhalten. Sonst wird es manchmal eng, besonders bei breiten Wohnmobilen oder Bussen.
- Nimm dir viel Zeit für den Durmitor-Ring. Du wirst bestimmt öfter anhalten, als du denkst.
- Parkplätze und Parkbuchten stehen an einigen Stellen zur Verfügung. Im Hochsommer sind diese schnell voll.
- Manche Touristen nutzen den Durmitor-Ring als Wanderausflug, stoppen auf einem Parkplatz und erklimmen Berggipfel. Dafür sind festes Schuhwerk und » Wanderstöcke* empfehlenswert.
- Da der Durmitor-Ring sich größtenteils im Nationalpark Durmitor befindet, kostet der Eintritt 5 €. Manchmal wird dieser von einem Ranger an der Panoramastraße abkassiert oder beim Wildcamping direkt am Fahrzeug. Der Westteil des Rings führt durch den Naturpark Piva, der kostenlos ist.
- Wer noch weitere Nationalparks in Montenegro besuchen möchte, kann für 13,50 € ein Kombiticket kaufen, das ein Jahr lang für alle Nationalparks des Landes gültig ist.


Montenegro Reiseführer
Unser Favorit und Reisebegleiter für Montenegro: Der zurzeit aktuellste Reiseführer für Montenegro kommt aus dem Verlag Reise Know-How. Bei unseren Roadtrips durch Montenegro ist er unser ständiger Begleiter. Der Reiseführer ist auf 396 Seiten üppig gefüllt mit wertvollen Reisetipps, viel Hintergrundwissen und nützlichen Insidertipps. Die detaillierten Stadtpläne und Landkarten helfen uns zudem immer bei der Orientierung. Ohne diesen Reiseführer hätten wir einige Highlights in Montenegro verpasst und wären einfach daran vorbeigefahren.
TOP 10 » Reiseführer BALKAN
Hotels und Apartments in Zabljak
Wer den Durmitor-Ring mit dem Auto oder Mietwagen fahren möchte, übernachtet in Zabljak in einem Hotel, Apartment oder Gästehaus. Die Auswahl an Unterkünften ist groß und es gibt Angebote in allen Preisklassen.
- Wer sich mit holzgetäfelten Pensionen & Co nicht anfreunden kann, checkt im vorbildlich geführten » Hotel Soa* mit geschmackvollen Apartments, Spa und Sauna ein.
- Angenehme Zimmer und Apartments vermietet das » Borovnica Sweet Apartments*. Viele Gäste loben hier das Frühstück mit regionalen Spezialitäten.
- In den gemütlichen Studios und Ferienwohnungen mit Bergblick vom » Apartmani Prisoje* fühlt sich jeder wohl.

Hotels in Zabljak
- Schick: » Hotel Soa*
- City Center: » Borovnica Sweet Apartments*
- Super Preis: » Apartmani Prisoje*


» Tipps für Zabljak
Wandern, Mountainbiking und Camping: In Zabljak erwarten dich viele Highlights, wie der Schwarze See.
Campingplätze in Zabljak
Wir haben uns die folgenden Campingplätze angeschaut und auf zweien davon schon selbst mehrmals übernachtet.
Im Ortsteil Razvrsje, zwei Kilometer südlich von Zabljak, liegen die zwei folgenden Campingplätze Autokamp Razvrsje und Kamp Kod Boce.
Autokamp Razvrsje
Wir sind sehr gerne im Autokamp Razvrsje, weil es hier kuschelige Stellplätze am Waldrand gibt, umgeben von hohen Tannen, mit etwas Schatten. Und natürlich wegen des freundlichen und hilfsbereiten Gastgebers Milovan Vojinovic, der einfach nur Miro (auch lt. Visitenkarte) genannt werden möchte. Nach einer Panne mit unserem Bulli ist er sofort mit uns nach Zabljak zu einer Werkstatt gedüst und innerhalb von zehn Minuten war der Bulli wieder okay!
Nun aber zum Campingplatz Razvrsje: Hier findest du verschiedene Stellflächen auf Rasen/Kies und Sanitäreinrichtungen (Kombination von WC und Dusche) und Waschbecken. Miro, der Deutsch spricht, bietet Frühstück und Abendessen (z. B. Forelle mit Kartoffelsalat) an, organisiert Outdoor-Aktivitäten wie Rafting, Canyoning, Angeln und Jeeptouren. Gibt gerne nützliche Tipps für Wanderungen, Radtouren und Ausflüge in die Umgebung. Bei Ankunft ist ein Kaffee, Tee oder Rakija obligatorisch. Vom Autokamp Razvrsje sind es ca. 30 Minuten bis zum Schwarzen See. Adresse: Autocamp Razvrsje, Razvrsje bb, Zabljak, Telefon: 00382-67 444477, 00382-69 888899.

Autocamp Kod Boce
Der Campingplatz Kod Boce bietet insgesamt 30 sonnige Stellplätze für Camper, entweder auf hügligem Gras (eher für Vans und Dachzeltler) oder sehr eng auf Kiesbett für Wohnmobile. Einrichtungen: Zwei Sanitärgebäude, teils mit Duschen und Toiletten in einem. Gemeinschaftsküche mit Spüle, Herd und Kühlschrank, Feuerstelle mit BBQ-Platz und Unterstand mit Sitzgelegenheiten. Geöffnet vom 15. April bis zum 30. Oktober. Adresse: Autocamp Kod Boce, Zabljak, Telefon: 00382-69 223218.

Auto Camp Mlinski Potok
Auf einer Höhe von 1.472 Metern, zwei Kilometer westlich vom Zentrum Zabljak, befindet sich das Auto Camp Mlinski Potok mit grandiosem Bergblick. Der Name kommt von dem in der Nähe fließenden Bach Mlinski Potok (Mühlenbach), der in den Schwarzen See mündet. Sehr herzlicher Empfang durch den deutsch sprechenden Sohn Novica, der den familiengeführten Campingplatz Mlinski Potok leitet. Und natürlich durfte auch hier der Rakija als Begrüßungsschnaps nicht fehlen.
Ausstattung: Sonnige Wiesenstellplätze (bei Regen sehr matschig) auf zwei Ebenen, 5 einfache Duschen (keine Waschbecken), 5 WCs (ohne Papier), Küche mit Geschirrspülbecken und Tisch sowie Mini-Kneipe. Tourenangebote und guter Ausgangspunkt für Wanderungen in den Durmitor-Nationalpark, z. B. zum Schwarzen See (20 Minuten). Adresse: Auto Camp Mlinski Potok, Pitomine bb, Zabljak, Telefon: 00382-69 821730, 00382-69 497625.


Autocamp Ivan Do
Auch vom Autocamp Ivan Do hast du eine traumhafte Aussicht auf die Berge. Das Terrain für die Stellplätze ist Rasen und bei Regen nur schwer zugänglich und herauszukommen. Wie so oft in Montenegro wird auch hier auf die Sauberkeit der Sanitäranlagen wenig Wert gelegt, sie sind einfach. Ebenfalls musst du Toilettenpapier mitbringen. Die Zufahrt befindet sich am Tickethäuschen für den Durmitor Nationalpark/Schwarzer See und ist in der Hochsaison manchmal von Autos zugeparkt. Ansonsten ist die Lage genial für Wanderausflüge. Adresse: Autocamp Ivan Do, Pitomine bb, Zabljak, Telefon: 00382-66 129043.

Anreise nach Zabljak
Mit dem eigenen Fahrzeug: Die meisten Camper und Mietwagenfahrer, die Zabljak und in den Nationalpark Durmitor besuchen, kommen aus Kroatien oder Bosnien und Herzegowina. Der kürzeste Weg ist z. B. von Dubrovnik 170 Kilometer über Trebinje (Bosnien und Herzegowina), den Grenzübergang Klobuk/Ilino Brdo und die Städte Niksic und Savnik in Montenegro. Von Kotor in der Bucht von Kotor sind es 165 Kilometer über Perast, Niksic und Savnik nach Zabljak.
Wer keinen eigenen Pkw hat, kann hier einen 🚗 » Mietwagen-Preisvergleich* starten.
Abenteuer Roadtrip auf dem Durmitor-Ring
Unsere Vorfreude steigt! Schließlich stand der Durmitor-Ring im 1952 gegründeten Nationalpark Durmitor, der seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, an erster Stelle auf unserer To-do-Liste für Montenegro. Nach mehreren Montenegro-Reisen haben wir die komplette Strecke nun schon mehrmals zurückgelegt, und können uns nicht entscheiden, welche Variante die beste ist. Wir haben immer wieder neue Dinge und Fotospots entdeckt.

Und was war unser persönliches Highlight auf dem Durmitor-Ring? Dass unser 35 Jahre alter Oldtimer-Bulli den 1.907 Meter hohen Sedlo-Pass gemeistert hat. Das sind echte Glücksmomente auf unserer Montenegro-Reise!
Im Folgenden beschreiben und bebildern wir den südlichen und den nördlichen Teil des Durmitor-Rings getrennt voneinander. So kannst du dir ein Bild von der gesamten Panoramastraße machen und entscheiden, welche Teilstrecke du gern erleben möchtest.

Durmitor-Ring: Der südliche Streckenabschnitt
Nach unseren mehrmaligen Fahrten auf dem Durmitor-Ring finden wir die südliche Strecke vielleicht einen Tick interessanter. Meist war Zabljak unser Ausgangsort. Von Zabljak aus, fährst du auf der Straße P5 ca. sieben Kilometer in Richtung Süden, biegst an der Kreuzung rechts ab und gelangst so auf den Durmitor-Ring (📍 Google Maps).
Die Panoramastraße 2 führt zunächst allmählich bergauf und passiert den zahnspitzen Berg Stozina, bevor du den ersten Aussichtspunkt (Viewpoint Valovito Lake) oberhalb des Valovito-Sees mit Holzbänken erreichst. An dieser Stelle sahen wir die ersten Schafe, sogar Kühe kamen uns auf der Straße entgegen.


Bald nach einer scharfen Haarnadelkurve ist das erste Highlight des Durmitor-Rings erreicht: der 1.907 Meter hohe Sedlo-Pass (📍» Google Maps). Hier ist ein Halt ein Muss! Rechts der Panoramastrae 2 befindet sich ein unbefestigter Parkplatz und links eine Parkbucht. Achtung: Viele Autos parken auch am Straßenrand. Nimm dir Zeit und genieße die unbeschreiblichen Aussichten.

Über zahlreiche Serpentinen geht es hinab durch die raue Gebirgslandschaft zwischen schroffen Bergmassiven. An einer Abzweigung links hast du den besten Blick auf das gewaltige Bergmassiv Sedlena Greda (auch „Saddle of Gods”, 2.227 Meter). Hier fahren oft Camper die Schotterstraße hinunter, um wild zu campen. Im Tal Dobri Do weiden oft Kühe und Schafe, die ganz nah ans Wohnmobil kommen.



An der nächsten 90-Grad-Kurve befindet sich ein kleiner Parkplatz, etwas später gibt es beidseitig der Straße P14 weitere Parkmöglichkeiten. Von hier aus können Wanderer den 2.523 Meter hohen Bobotov Kuk besteigen. Es reihen sich weitere fantastische Aussichtspunkte aneinander. Ein Beispiel ist der Berg Prutas (2.393 Meter), der aufgrund seiner charakteristischen Form leicht zu erkennen ist. Auch hier gibt es Parkmöglichkeiten für eine Wanderung zum Gipfel. Wieder entdecken wir Schafe und sogar einige Pferde, die über die wilde Graslandschaft in der rauen Bergwelt ziehen. Wie in der Nähe des Sedlo-Passes gibt es auch beim Berg Prutas einen Fotospot mit Holzrahmen.

Allmählich führt die Panoramastraße hinunter, und der Blick schweift in die unendliche Weite. Vor den nächsten Serpentinen bietet eine kleine „Kaffe Bar“ (📍 Google Maps) Kaffee, Getränke und lokale Produkte. Ein Pavillon lädt zum Picknicken ein. In der Nähe befindet sich die Vilina Jama, die laut Namen eine Höhle sein soll. Für uns sieht sie jedoch eher wie ein tiefer Krater im Karstgestein aus. Kurios erscheint einem das Basketballtoram Straßenrand. An einer langen Kehre biegen wir nochmals ab zu einem Aussichtspunkt in Form eines Jägerstandes, der eine Panoramaaussicht über die Berglandschaft, zum Piva-See und ins tiefe Tal Pirni Do bietet.




An den blühenden Almwiesen, die es natürlich nur im Frühjahr gibt, können wir uns kaum sattsehen. In der Nähe stehen einige Häuser und Heuschober. In der Ferne bellt ein Hund. In Pisce auf der Hochebene Pivska Planina erreichen wir den Naturpark Piva. Hier zweigt eine Straße nach links ab, für Eilige, die nicht über Trsa nach Pluzine fahren wollen. An dieser schmalen Straße, die wir auch einmal gefahren sind, verkaufen Einheimische Marmelade, Rakija, Liköre und Obstsäfte. Bei einem alten Golf und einem noch älteren Fiat müssen wir als Oldtimerfans natürlich stoppen und fotografieren.

Die meisten Touristen fahren jedoch über Trsa. Hier trifft die nördliche Panoramastraße des Durmitor-Rings auf den Südteil. In Trsa gibt es zwei Unterkünfte mit Restaurants. Zwei Kilometer weiter in Richtung Pluzine befindet sich der kleine Campingplatz Green Forest, auf dem du auf einer Wiese mit Stromanschluss und Sanitäranlagen deine Zelte aufschlagen kannst. Wer nicht in Trsa übernachtet, begibt sich über enge Serpentinen langsam nach Pluzine hinab. Ein letztes Highlight auf der Strecke sind die in den Fels geschlagenen Tunnel und der überwältigende Ausblick auf den Piva See mit Brücke vom Piva Canyon Viewpoint.


Unterkünfte an der Südstrecke des Durmitor-Rings
Wer mit seinem Camper nicht in der Wildnis freistehen möchte (eigentlich nicht erlaubt), kann in den folgenden Unterkünften übernachten und dabei die herzliche Gastfreundschaft der Montenegriner erleben.
- Das » 4NORTH Apartment17* ist eine komfortabel eingerichtete Ferienwohnung in der Siedlung Pisce am südlichen Teil des Durmitor-Rings.
- Besonders bei Bikern beliebt: das » Guest House Ethno Village Milogora* mit gemütlichen Zimmern, Hütten und Restaurant.

Unterkünfte am südlichen Durmitor-Ring
- In Pisce: » 4NORTH Apartment17*
- In Trsa: » Ethno Village Milogora*

Stefan Loose: Balkan, Die Adria-Route
Individueller Reiseführer für Camper und Backpacker: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien mit viel Adria und etliches vom Hinterland. Die Autoren sind selbst begeisterte Camper – und das merkt man dem Reiseführer auch an. Dieser Reiseführer ist im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.
TOP 10 » Reiseführer BALKAN
Durmitor-Ring: Die Nord-Route
Und wieder einmal waren wir in Montenegro, und wieder einmal haben wir den Durmitor-Ring mit unserem Bulli Karl abgefahren. Diesmal jedoch den kompletten Ring, also auch die nördliche Route. Die meisten Urlauber fahren nur die Südseite des Durmitor-Rings. Die wohlgemerkt auch am schönsten und die Karstberge am beeindruckendsten sind. Im Gegensatz zur Südstrecke ist der Nordteil viel grüner. Hier sind die Berge weniger schroff, eher bewachsen, und die Panoramaroute 2 führt sogar teilweise durch Wälder. Auch hier kannst du dich auf spektakuläre Aussichtspunkte freuen.
Ausgangspunkt des Nordteils ist wieder der Bergort Zabljak. Über den nördlich gelegenen Weiler Bosaca auf 1.600 Metern führt die schmale Panoramastraße 2 immer mehr bergauf. Kaum hat man sich auf den Weg gemacht, zwingt einen die malerische Landschaft mehrmals zum Anhalten, Schauen und Fotografieren. Atemberaubende Ausblicke genießt du am Aussichtspunkt Veliki Stuoc (auch Vidikovac Kanjon Tare oder Viewpoint Tara Canyon) unterhalb des gleichnamigen, 2.104 Meter hohen Bergs mit Blick in den Tara Canyon (📍 Google Maps).



Die Straße schlängelt sich durch reichlich Kurven und passiert den Vidikovac Kanjon Susica. Von den Klippen schaust du in den bis zu 700 Meter tiefen, grünen Susica Canyon. Bei unserem Besuch stand an diesem Punkt neben einem Schild ein Ranger, der den Parkeintritt kassiert und uns gleich fotografiert hat. Danach folgen wir auf Serpentinen durch dichten Wald steil bergab in die 15 Kilometer lange Schlucht Susica. Mit etwas Glück besitzt der See Susicko Jezero im Tal etwas Wasser. Meist ist dieser im Sommer jedoch ausgetrocknet.




Nun führt die Strecke wieder über viele Serpentinen und nochmals durch einen Wald hinauf. Auf der Westseite der Susica-Schlucht erreichst du das Dorf Nedajno auf der Hochebene Pivska Planina im 2015 gegründeten Naturpark Piva mit verstreut liegenden Häusern, Restaurants und der Kirche Sveti Jovan. Am Dorfeingang erwartet dich die nächste Attraktion an der Nordroute des Durmitor-Rings, der Aussichtspunkt Nedajno (📍 Google Maps) auf 1.496 Metern. Eine tolle Location, um eine Pause einzulegen. Ein Verkaufsstand bietet lokale Produkte und Getränke. Bei einem Kaffee genießt du zum wiederholten Mal einen grandiosen Blick in den Susica Canyon.

Wer nicht in Nedajno übernachtet, setzt seine Fahrt fort. An der nächsten Kreuzung folgst du der Straße in Richtung Süden. Sobald die Kapelle des Heiligen Georg erscheint, hast du Trsa und schließlich den Südteil des Durmitor-Rings erreicht. Das Dorf eignet sich perfekt für einen Zwischenstopp. Es gibt zwei Unterkünfte mit Restaurants nahe der Kreuzung. Nun hast du die Wahl: Entweder du fährst von Trsa aus über den Piva-Naturpark nach Pluzine am Piva-See oder du nimmst die Südstrecke nach Zabljak. Damit hast du den Durmitor-Ring komplett umrundet.

Unterkünfte an der Nordstrecke des Durmitor-Rings
- Die Unterkunft » Household Uscumlic – Oaza Mira* in Nedajno bietet Bungalows mit Terrasse und herrlichem Ausblick, sowie eine Ferienwohnung mit guter Ausstattung.
- Kleine, teils holzgetäfelte Zimmer erwarten dich im » Guesthouse Nedajno* direkt an der Panoramastraße Durmitor-Ring. Im Restaurant kommen nur Biolebensmittel auf den Tisch.
- Abgelegener Bauernhof mit Bergblick: Im » Katun Ljeljenak* übernachtest du in einer Mini-Holzhütte oder im gepflegten Häuschen und bekommst ein leckeres Frühstück. Katun Ljeljenak liegt von Trsa ca. drei Kilometer in Richtung Nedajno.

Unterkünfte am nördlichen Durmitor-Ring
- In Nedajno: » Household Uscumlic*
- In Nedajno: » Guesthouse Nedajno*
- Zw. Trsa+Nedajno: » Katun Ljeljenak*


» Montenegro-Karte
Unsere Karte von Montenegro mit allen Highlights und Reisezielen.
Beste Reisezeit für den Durmitor-Ring
Wer den Durmitor-Ring im Nationalpark Durmitor bereisen möchte, muss auf die Höhe achten. Wenn rund um die Durdevica-Tara-Brücke (780 Meter) und in der Tara-Schlucht kein Schnee mehr liegt, heißt das noch lange nicht, dass Zabljak auf 1.450 Meter oder der Sedlo-Pass (1.907 Meter) schneefrei sind. Gutes Wetter mit viel Sonnenschein ist in den Monaten Juni bis September (fast) garantiert. Dann liegen die Tagestemperaturen je nach Monat zwischen 20 und 29 Grad. Allerdings reisen in der Hochsaison viele Touristen und vor allem Wohnmobilisten in die Durmitor-Region.
Unser Tipp: Da wir schon mehrmals im Durmitor-Nationalpark waren, können wir die Monate Mai und Juni empfehlen. Dann grünt und blüht die Natur und bildet einen tollen Kontrast zum grauen Karstgestein. Im Herbst hingegen verfärben sich die Graslandschaften gelbbraun und sind nicht so fotogen.



Tipps für die Tara-Schlucht
Du möchtest von Zabljak in die Tara-Schlucht fahren? Dann sieh dir unsere Tipps für die Tara-Schlucht und die berühmte Tara-Brücke an. Dort findest du Ausflüge, Hotels und aktuelle Reisetipps.

Die Tara-Schlucht ist ein Muss in Montenegro: Rafting, Ziplinen und den View von der Tara-Brücke genießen.
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